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31.08.18, 09:45

Fielmann nach Zahlen schwach

Der deutsche Aktienmarkt stand am Donnerstag unter Druck, konnte sich jedoch von den Tagestiefs absetzen. Belastend wirkte der wieder verstärkt in den Fokus rückende Handelsstreit zwischen den USA und China. Als Kursstütze fungierte die Meldung, dass die EU-Kommission den USA die Abschaffung aller Autozölle für beide Seiten vorschlägt. Der DAX verlor am Ende 0,53 Prozent auf 12.494 Punkte. MDAX und TecDAX büßten 0,36 und 0,62 Prozent ein. Unter den 110 größten Werten gab es 37 Gewinner (35%) und 70 Verlierer. Das Abwärtsvolumen dominierte klar mit 86 Prozent. Das Volumen im DAX lag bei 76,0 Millionen Aktien (Vortag: 60,0) im Wert von 3,02 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 2,91). Einzige Sektoren im Plus waren Einzelhandel (+0,27%), Automobile (+0,14%) und Konsum (+0,13%). Am deutlichsten verloren Banken (-1,57%), Pharma & Healthcare (-1,31%) und Medien (-1,28%). Continental gewann als stärkster DAX-Wert 0,46 Prozent hinzu. BMW und Deutsche Börse verbesserten sich dahinter um 0,43 und 0,41 Prozent. Fresenius Medical Care  führte die Verliererliste an mit einem Minus von 3,02 Prozent. Hier belasteten Sorgen um mögliche Einschnitte bei den Kostenerstattungen für Dialysepatienten in Kalifornien. Fresenius SE und Covestro notierten mit Abschlägen von 1,95 und 1,87 Prozent. Im MDAX stand Fielmann nach Quartalszahlen mit einem Verlust von 3,00 Prozent im Blick. Das Papier nähert sich damit wieder dem Juli-Tief (54,40 EUR) an. Metro verbesserte sich um 2,20 Prozent. Hier beflügelten eine Kaufempfehlung sowie Spekulationen um ein Interesse des chinesischen Investors Fosun International am rund 9-prozentigen Metro-Anteil des Großaktionärs Ceconomy.

An der Wall Street schloss der Dow Jones Industrial 0,52 Prozent tiefer bei 25.987 Punkten. Der von Technologiewerten geprägte Nasdaq 100 verlor 0,22 Prozent auf 7.643 Zähler. 61 Prozent der Werte an der NYSE verbuchten Kursverluste. Das Abwärtsvolumen betrug 74 Prozent. 113 neuen 52-Wochen-Hochs standen 62 neue Tiefs gegenüber. Alle Sektoren bis auf Versorger wiesen negative Vorzeichen auf. Am kräftigsten abwärts tendierten Rohstoffwerte und Finanztitel.

Am Devisenmarkt tendierte der US-Dollar aufgrund der gestiegenen Risikoaversion gegenüber den meisten anderen Hauptwährungen fest. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des New Yorker Handels 0,07 Prozent höher bei 94,67 Punkten und beendete damit eine Serie von vier Tagen mit Kursverlusten. EUR/USD fiel um 0,29 Prozent auf 1,1672 USD. Bei den anderen Hauptwährungen waren die sicheren Häfen des Yen und des Franken am stärksten gesucht. Die deutlichsten Abgaben verzeichneten die Rohstoffwährungen Austral-Dollar und Kanada-Dollar. Abseits der Majors richtete sich der Blick auf den fortgesetzten Kursverfall bei vielen Emerging-Markets-Devisen, der bei einigen Marktteilnehmern die Sorge vor einer ausgewachsenen Krise bestärkte. Vor allem die türkische Lira stand im Fokus. Aber auch der argentinische Peso, der südafrikanische Rand, die indische Rupie, die indonesische Rupie und der brasilianische Real befanden sich im Ausverkaufsmodus.

Der S&P GSCI Rohstoffindex kletterte um 0,28 Prozent auf 469,29 Punkte. Brent-Öl verteuerte sich um 0,49 Prozent auf ein neues Monatshoch bei 77,84 USD. Der Preis für US-Erdgas stieg nach den Lagerbestandsdaten um 0,80 Prozent auf 2,89 USD. Comex-Kupfer verbilligte sich um 1,37 Prozent auf 2,70 USD. Gold handelte 0,48 Prozent schwächer bei 1.206 USD (1.028 EUR). Silber, Platin und Palladium verloren zwischen 0,06 und 1,52 Prozent.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf 0,21 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen sackte um fünf Basispunkte auf 0,35 Prozent ab. Der Euro-Bund-Future notierte zum Handelsschluss 0,44 Prozent höher bei 162,95 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes gab um drei Basispunkte auf 2,86 Prozent nach.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh belastet von der Sorge vor einer Eskalation des Handelskonflikts zwischen den USA und China auf breiter Front schwächer. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um 0,32 Prozent auf 165,52 Punkte. Besonders schwach tendierte der Hang Seng Index (-0,89%). Hier belasteten Abgaben des Schwergewichts Tencent (-4,81%) nachdem das chinesische Bildungsministerium detaillierte Pläne zur Regulierung und Kontrolle von Online-Video-Spielen vorlegte, um die Jugend zu schützen.  Die Industrieproduktion in Japan sank im Juli den dritten Monat in Folge um diesmal 0,1 Prozent (Konsensschätzung: Anstieg um 0,2 Prozent). Der offizielle chinesische Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe kletterte im August von zuvor 51,2 auf 51,3 Punkte. Die Konsensschätzung hatte hingegen auf einen Rückgang auf 51,0 Punkte gelautet. Die Bank of Korea beließ wie erwartet ihren Leitzins unverändert bei 1,5 Prozent.

Heute stehen von der Makroseite die Verbraucherpreise in der Eurozone sowie der Chicagoer Einkaufsmanagerindex im Zentrum des Interesses. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von Vonovia, Isra Vision Systems, Brain Biotechnology Research and Information und Steinhoff International Holding.

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