Energie: Nach einem Anstieg auf knapp 77 USD gestern ist der Brentölpreis heute wieder unter 76 USD je Barrel gefallen. Zweifel am Erfolg der Handelsgespräche zwischen den USA und anderen Ländern, ein stärkerer US-Dollar und ein Aufbau der US-Rohölvorräte haben dem Preis zugesetzt. Statt eines erwarteten Rückgangs um knapp 1 Mio. Barrel hat das API für die Vorwoche einen geringen Lageraufbau gemeldet. Die großen Schwankungen der US-Lagerbestände ließen sich zuletzt primär mit der volatilen Importdynamik erklären. Diese Dynamik dürfte vor allem im Hinblick auf die November-Deadline für die Wiedereinführung der US-Sanktionen gegen die iranischen Ölexporte anhalten. Die Situation hat wohl auch US-Außenminister Pompeo dazu veranlasst, am Montag per Twitter darauf hinzuweisen, dass der Iran die Straße von Hormus nicht kontrolliere und die USA mit ihren Partnern sicherstellen würde, dass die Transporte reibungslos verlaufen. Schon jetzt aber fallen die iranischen Exporte von Rohöl und Destillaten massiv zurück. So dürften sie im August laut Thomson Reuters mit 64 Mio. Barrel bzw. 2,06 Mio. Barrel täglich auf den niedrigsten Stand seit Juli 2016 fallen. Noch im April lagen die Exporte bei 3,09 Mio. Barrel pro Tag. Wie das WSJ berichtet, dürften sie im Septemer weiter in Richtung 1,5 Mio. Barrel täglich fallen. Der vom Markt erwartete sanktionsbedingte Exportrückgang um 1 Mio. Barrel pro Tag stellt somit ein (zu) optimistisches Szenario dar. Das Problem ist, dass diesmal die USA anders als in den Sanktionsjahren 2012-2016 wohl keine Ausnahmegenehmigungen für iranische Importe erteilen wollen. Die Angebotssituation am Ölmarkt bleibt also angespannt.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CE9J1Y | Faktor Long | WTI Oil Future | Faktor: 8 |
| CE9J22 | Faktor Long | Brent Oil Future | Faktor: 8 |
| CE7XGS | Faktor Short | WTI Oil Future | Faktor: -8 |
| CV55QJ | Faktor Short | Brent Oil Future | Faktor: -8 |
Edelmetalle: Der Goldpreis hat seine Erholungsbewegung gestern nicht weiter fortgesetzt, obwohl der US-Dollar lange Zeit abwertete. Nachdem die US-Währung später etwas zulegte, geriet Gold wieder unter Druck und ist auf 1.200 USD je Feinunze zurückgefallen. In etwa auf diesem Niveau handelt es auch heute Morgen. Gold in Euro gerechnet rutschte wieder unter 1.030 EUR je Feinunze. Die Marke von 1.200 USD scheint offenbar nicht so einfach nachhaltig zu überwinden zu sein. Vor allem die Finanzanleger zeigen sich noch skeptisch. Während die kurzfristig orientierten spekulativen Finanzinvestoren in den letzten Tagen ein paar Short-Positionen glattgestellt haben dürften, ziehen sich die als eher längerfristig orientiert geltenden ETF-Investoren weiter zurück. Die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs verzeichneten gestern mit 4,5 Tonnen den höchsten Abfluss seit zwei Wochen. Im August wurden die Bestände damit bislang um gut 45 Tonnen abgebaut. Die Silber-ETF-Bestände blieben dagegen weitgehend stabil, die Platin- und Palladium-ETFs verzeichnen seit Monatsbeginn sogar Zuflüsse von 25 Tsd. bzw. 40 Tsd. Unzen. Nichtsdestotrotz sind Silber, Platin und Palladium gestern etwas stärker gefallen als Gold. Entsprechend ist das Gold/Silber-Verhältnis auf 81,7 gestiegen. Die Preisdifferenz zwischen Gold und Platin hat sich auf rund 410 USD je Feinunze ausgeweitet, die zwischen Palladium und Platin auf über 150 USD. Zusätzlichen Gegenwind erhalten diese drei Edelmetalle von den Industriemetallen, die sich heute Morgen wieder schwächer zeigen.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CD5B2X | Faktor Long | Gold-Future | Faktor: 6 |
| CD5B34 | Faktor Short | Gold-Future | Faktor: -6 |
Industriemetalle: Die Metallpreise legen heute eine Pause in ihrer Erholungsbewegung ein, die vor zwei Wochen begann. Gegenwind kommt vom US-Dollar, der einen Teil seiner Verluste wieder aufholt. Größter Verlierer am Morgen ist Zink, das wieder unter 2.500 USD je Tonne fällt. Gestern verteuerten sich fast alle Industriemetalle, wobei Nickel und Aluminium jeweils um fast 2% zulegten. Im Wesentlichen haben zwei Nachrichten den Aluminiumpreis auf 2.140 USD je Tonne in der Spitze getrieben. Zum einen verzögern sich laut Industriekreisen die Alumina-Lieferungen aus Australien, da dort seit Wochen Alumina-Raffinerien und Bauxit-Minen bestreikt werden (siehe auch TagesInfo Rohstoffe vom 9. August). Hinzu kommen dort nun Wartungsarbeiten in anderen Verarbeitungsanlagen. Dies führt zu weiter steigenden Preisen von Alumina, wodurch sich die Produktionskosten von Aluminium erhöhen. Zum anderen ist die Produktion des in China beheimateten größten Aluminiumproduzenten der Welt deutlich gefallen. Wie das Unternehmen schon am Freitag berichtete, wurde im ersten Halbjahr 20% weniger Aluminium produziert als im Vorjahr. Dies lag an den behördlich angeordneten Produktionskürzungen während der Wintermonate, die bis Mitte März in Kraft waren. Außerdem sind die Marktteilnehmer weiter besorgt, dass die US-Sanktionen gegen den größten russischen Aluminiumproduzenten nicht bis zum 23. Oktober aufgehoben werden. Dann endet die Frist, bis zu der die Geschäfte mit dem Produzenten abgewickelt werden müssen.
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