Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich zum Wochenausklang trotz eines festen Euros von seiner freundlichen Seite. Eine mit Spannung erwartete Rede von Fed-Chairman Jerome Powell am Nachmittag wurde taubenhaft interpretiert und wirkte stützend. Der DAX schloss 0,23 Prozent höher bei 12.395 Punkten. Auf Wochensicht summierte sich das Plus auf 1,51 Prozent. MDAX und TecDAX konnten am Berichtstag um 0,19 beziehungsweise 0,68 Prozent zulegen. Im HDAX der 110 größten Werte gab es 65 Gewinner (61%) und 42 Verlierer. Aufwärtsvolumen und Abwärtsvolumen hielten sich die Waage. Im DAX wechselten 60,9 Millionen Aktien (Vortag: 65,6) im Wert von 2,40 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,51) den Besitzer. Stärkste Sektoren waren Medien (+1,17%), Rohstoffe (+1,15%) und Technologie (+0,95%). Die größten Verluste sahen Versorger (-0,32%), Telekommunikation (-0,24%) und Immobilien (-0,09%). Nachrichtenlos setzte sich die Aktie von Covestro mit einem Aufschlag von 1,15 Prozent an die DAX-Spitze. Continental erholte sich um 0,97 Prozent. ThyssenKrupp notierte an dritter Stelle 0,94 Prozent höher. RWE verlor als Schlusslicht im Leitindex 0,46 Prozent. Vonovia und Beiersdorf endeten 0,40 respektive 0,39 Prozent schwächer. Im MDAX haussierte CTS Eventim um 7,37 Prozent und machte damit die starken Vortagesverluste mehr als wett. Das Unternehmen bezeichnete die negativen Auswirkungen des ungünstigen Gerichtsurteils, welches den Kursrutsch ausgelöst hatte, als gering. Wacker Chemie zog nach einer Kaufempfehlung um 3,41 Prozent an. Im SDAX sprang die Aktie von Tele Columbus um 15,05 Prozent nach oben. Hier beflügelte ebenfalls ein positiver Analystenkommentar.
Auch an der Wall Street zeigten sich die Anleger in Kauflaune. Fed-Chef Powell hatte auf dem alljährlichen Notenbanker-Symposium in Jackson Hole weitere graduelle Zinsschritte signalisiert. Powell sieht ungeachtet der robusten Konjunktur keine Gefahr für eine Überhitzung der US-Wirtschaft. Veröffentlichte Konjunkturdaten fielen schwächer als erwartet aus. Der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter sank im Juli um 1,7 Prozent gegenüber dem Vormonat. Die Konsensschätzung hatte auf einen schwächeren Rückgang von 0,8 Prozent gelautet. Der Dow Jones Industrial schloss 0,51 Prozent höher bei 25.790 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 kletterte um 0,96 Prozent auf 7.485 Zähler. Der marktbreite S&P 500 erzielte mit einem Aufschlag von 0,62 Prozent auf 2.875 Punkte ein neues Rekordhoch. 66 Prozent der Werte an der NYSE endeten im positiven Bereich. Das Aufwärtsvolumen lag bei 68 Prozent. 112 neuen 52-Wochen-Hochs standen 38 neue Tiefs gegenüber. Stärkste Sektoren waren Communication Services und Rohstoffe. Lediglich Hersteller nicht-zyklischer Konsumgüter (Consumer Staples) verzeichneten moderate Abgaben.
Am Devisenmarkt verbuchte der US-Dollar nach Powells Rede gegenüber allen anderen Hauptwährungen Verluste. Der Dollar-Index schloss 0,52 Prozent tiefer bei 95,16 Punkten. EUR/USD legte um 0,72 Prozent auf 1,1620 USD zu und markierte ein 3-Wochen-Hoch. Mit Blick auf die anderen Majors fiel der Austral-Dollar nach dem Wechsel im Amt des Premierministers durch Stärke auf. Sehr schwach präsentierten sich hingegen die klassischen sicheren Häfen Yen und Franken.
Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise stieg gestützt vom schwächeren Greenback um 0,98 Prozent auf 463,79 Punkte. Der Preis für Brent-Öl kletterte um 1,04 Prozent auf ein Monatshoch bei 75,51 USD. Baker Hughes meldete einen Rückgang der aktiven US-Ölbohrungen um neun auf Wochensicht. Dies war das stärkste Minus seit Mai 2016. US-Erdgas gab gegen den Trend um 1,35 Prozent auf 2,91 USD nach. Comex-Kupfer verteuerte sich um 1,73 Prozent auf 2,70 USD. Gold legte um 1,62 Prozent auf 1.213 USD (1.037 EUR) zu. Silber, Platin und Palladium stiegen zwischen 1,41 und 1,91 Prozent.
Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf 0,16 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen verharrte bei 0,34 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss erholt von den Tagestiefs unverändert bei 163,13 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes endete ebenfalls unverändert bei 2,82 Prozent.
Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh auf breiter Front freundlich. Stützend wirkten der schwächere Dollar und ein festerer Yuan. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 1,19 Prozent auf 165,55 Punkte.
Heute steht von der Makroseite der ifo-Geschäftsklimaindex im Zentrum des Interesses. Experten erwarten im Schnitt, dass Deutschlands wichtigster Frühindikator im August um 0,2 auf 101,9 Punkte gestiegen ist. Die Börsen in Großbritannien bleiben feiertagsbedingt geschlossen. Unternehmensseitig enthält der Kalender keine Einträge.
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