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24.08.18, 14:02

China und USA dominieren die Nachrichten

Energie: Der unerwartet kräftige Rückgang der US-Rohölvorräte wirkt am Ölmarkt weiterhin nach. Brent steigt am Morgen über die Marke von 75 USD je Barrel, WTI kostet deutlich mehr als 68 USD je Barrel. Höher notierten die beiden Ölsorten zuletzt Ende Juli bzw. Anfang August. Brent steht vor dem ersten Wochengewinn seit vier Wochen. Bei WTI wäre es sogar der Erste seit acht Wochen. Auch das Thema Iran hält den Ölmarkt weiter in Atem, auch wenn nach wie vor nicht klar ist, wie stark der Rückgang der iranischen Ölexporte infolge der US-Sanktionen letztlich ausfallen wird. In diesem Zusammenhang ist interessant, dass ein chinesisches Ölunternehmen ab Oktober wieder US-Rohöl kaufen will. Dem ging eine Entscheidung der chinesischen Regierung Mitte des Monats voraus, US-Rohöl von der Liste der Importgüter zu nehmen, auf die Strafzölle erhoben werden. Damit will China offensichtlich mehr Flexibilität bei den bevorstehenden Verhandlungen mit den USA in Sachen Handelsstreit und Iran-Sanktionen gewinnen. China importierte im Mai mehr als 400 Tsd. Barrel Rohöl pro Tag aus den USA. Diese Menge durch andere Anbieter zu ersetzen, hätte den Markt zusätzlich verknappt, da gleichzeitig andere Ölimporteure auf der Suche nach Alternativen für iranisches Öl sind. Eine Möglichkeit für China bestünde darin, selber noch stärker auf iranisches Öl zurückzugreifen, welches durch den Rückzug anderer Nachfrager frei wird. Diese Option besteht als Drohpotenzial gegenüber den USA bei den anstehenden Verhandlungen fort. Bislang hat China lediglich verlauten lassen, die Importmengen aus dem Iran beizubehalten.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9J1Y Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 8
CE9J22 Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8
CE7XGS Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -8
CV55QJ Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: Der Ausflug des Goldpreises auf 1.200 USD je Feinunze hat sich als nicht nachhaltig erwiesen. Gestern ging es mit dem Preis wieder merklich bergab. Am Morgen handelt Gold unterhalb von 1.190 USD. Gold in Euro kratzt wieder am vor gut einer Woche verzeichneten 2½-Jahrestief. Wie wir gestern dargelegt haben, ist für uns die Schwäche von Gold in Euro nicht nachvollziehbar. Heute richtet sich das Interesse der Marktteilnehmer auf die Rede von Fed-Chairman Powell beim Fed-Symposium in Jackson Hole. Man erhofft sich dabei Hinweise auf die weitere Vorgehnsweise der Fed. Denn seit der letzten Fed-Sitzung Anfang August kam es zu teilweise heftigen Marktturbulenzen in den Schwellenländern und zu einem verbalen Angriff von US-Präsident Trump in Richtung US-Notenbank im Allgemeinen und auf Powell im Speziellen. Die Markterwartung hinsichtlich der Geldpolitik hat sich dadurch nicht geändert. Die Fed Fund Futures preisen nach wie vor nahezu zwei weitere Zinsschritte in diesem Jahr ein. Dies sollte im aktuellen Goldpreis eskomptiert sein. Wichtiger wird daher sein, wie es im nächsten Jahr weitergeht und hier ist der Pfad ungewisser geworden. Überproportional stark hat gestern der Platinpreis abgegeben. Dieser gab um 2% auf unter 780 USD je Feinunze nach. Neben dem fallenden Goldpreis belastete ein zwischenzeitlich schwächerer Südafrikanischer Rand, nachdem Trump Südafrika – mit weitem Abstand weltgrößter Platinproduzent – wegen der Zwangsenteignung weißer Farmer kritisierte. Zwar erholte sich der Rand danach wieder, Platin machte die erlittenen Verluste allerdings nicht wieder wett.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2X Faktor Long Gold-Future Faktor: 6
CD5B34 Faktor Short Gold-Future Faktor: -6

Industriemetalle: Am Metallmarkt wartet man weiterhin mit Spannung auf die Ergebnisse der Verhandlungen der chinesischen Handelsdelegation in den USA. Bislang konnte man außer diplomatischer Floskel keinen Fortschritt vermelden, sodass gestern bereits die zweite Runde an Strafzöllen in Kraft getreten ist, wobei die zusätzlichen chinesischen Einfuhren in die USA im Wert von 16 Mrd. USD mit einem Strafzoll von 25% belegt werden. China dürfte die gleiche Maßnahme ergreifen. Insgesamt werden danach die beiden Konfliktparteien Importwaren im Wert von jeweils 50 Mrd. USD mit Strafzöllen belegt haben. Die Spieleinsätze dürften sich bei Scheitern der Gespräche sogar noch drastisch erhöhen. Die USA haben bereits Zölle für zusätzliche Güter im Wert von 200 Mrd. USD ins Gespräch gebracht. China würde in dieser Situation keine adäquate Antwort liefern können, weil das Land bei weitem nicht so viele Güter und Dienstleistungen aus den USA wie umgekehrt importiert und Zölle auf US-Güter im Wert von „nur“ 60 Mrd. USD einführen. Die Versuchung, diese vermeintliche Stärke auszuspielen, dürfte angesichts der Denkweise des Beraterstabes des US-Präsidenten und der politischen Verwerfungen rund um seine ehemaligen Mitarbeiter recht groß sein. Dies würde den zarten Erholungsversuch des LME-Industriemetallindexes wieder beenden, wobei er seine 13-Monatstiefstände von der Vorwoche erneut testen würde. Also bleibt die Gefahr einer Preiskorrektur bei Industriemetallen trotz der langfristig attraktiven Preisniveaus recht hoch.

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