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24.08.18, 10:02

Automobilwerte unter Druck

Der deutsche Aktienmarkt zeigte am Donnerstag ein gemischtes Bild. Für den Leitindex DAX ging es nach einem wenig spektakulären Geschäft am Ende um 0,16 Prozent nach unten auf 12.366 Punkte. Als Belastungsfaktor wirkte ein schwacher Automobilsektor. MDAX und TecDAX konnten hingegen um 0,36 und 0,88 Prozent zulegen. Letzter markierte dabei auf Schlusskursbasis sogar ein neues Mehrjahreshoch.  Unter den 110 größten Werten (HDAX) gab es 58 Gewinner (55%) und 47 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen betrug 52 Prozent. Im DAX wechselten 65,6 Millionen Aktien (Vortag: 79,6) im Wert von 2,90 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,55) den Besitzer. Mit Blick auf die Performance der Sektorenindizes lagen Softwaretitel (+1,29%) vorne, gefolgt von Einzelhandelswerten (+1,12%) und Technologieaktien (+0,80%). Am anderen Ende der Rangliste büßten Automobilaktien (-1,65%) am stärksten ein. Rohstoffe (-1,17%) und Banken (-0,88%) standen ebenfalls unter Druck. Beiersdorf notierte mit einem Aufschlag von 1,40 Prozent an der DAX-Spitze. RWE und Infineon folgten mit Kursgewinnen von 1,35 und 1,03 Prozent. Wie bereits am Vortag bildete die Aktie von Continental mit Abstand das Schlusslicht mit einem Minus von diesmal 4,28 Prozent. Das Papier litt weiter unter der überraschenden Umsatz- und Gewinnwarnung und belastete damit auch den gesamten Sektor. Bayer verlor nach einer Telefonkonferenz zum Thema Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten 1,77 Prozent und beendete damit die jüngste Erholungsrally. Daimler büßte 1,60 Prozent ein. Im MDAX gab die Aktie von CTS Eventim nach Zahlen und einem belastenden Gerichtsurteil 4,92 Prozent nach. Im TecDAX stand die Aktie von RIB Software mit einem Kurssprung um 11,28 Prozent im Fokus. Das Unternehmen erfreute mit der Meldung einer Partnerschaft und Investitionsvereinbarung mit einem amerikanischen Konzern. An der Wall Street endete der Dow 0,29 Prozent schwächer bei 25.657 Punkten. Der von Technologiewerten geprägte Nasdaq 100 verlor 0,14 Prozent auf 7.414 Zähler. An der NYSE verzeichneten 62 Prozent der Werte Kursverluste. Das Abwärtsvolumen lag bei 69 Prozent. 93 neuen 52-Wochen-Hochs standen 42 neue Tiefs gegenüber. Bis auf den Technologiesektor notierten alle Sektorenindizes im negativen Terrain. Vor allem Rohstofftitel und Energiewerte standen unter Druck.

Am Devisenmarkt war der US-Dollar im Vorfeld der heutigen Rede des Fed-Chairman Jerome Powell in Jackson Hole stark gesucht. Der Dollar-Index legte bis zum Ende des New Yorker Handels um 0,49 Prozent auf 95,61 Punkte zu und beendete damit eine fünf Tage andauernde Verlustserie. EUR/USD fiel um 0,43 Prozent auf 1,1544 USD. Das Währungspaar prallte am tags zuvor erreichten Widerstandsbereich bei knapp über 1,1600 USD ab. Mit Blick auf die anderen Hauptwährungen fiel der Austral-Dollar durch deutliche Schwäche auf.

Der S&P GSCI Rohstoffindex gab belastet vom festen Dollar um 0,22 Prozent auf 459,29 Punkte nach. Brent-Öl notierte nahezu unverändert bei 74,80 USD. Der Preis für US-Erdgas kletterte nach im Rahmen der Erwartungen ausgefallenen Lagerbestandsdaten um 0,41 Prozent auf 2,96 USD. Comex-Kupfer fiel um 1,12 Prozent auf 2,64 USD. Die Edelmetalle zeigten sich besonders vom starken Greenback belastet. Gold handelte 0,95 Prozent schwächer bei 1.192 USD (1.027 EUR). Silber, Platin und Palladium verloren zwischen 1,07 und 2,20 Prozent.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite um zwei Basispunkte auf 0,17 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen verharrte bei 0,34 Prozent. Der Euro-Bund-Future endete 0,04 Prozent tiefer bei 163,13 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes notierte unverändert bei 2,82 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh uneinheitlich. Der MSCI Asia Pacific Index notierte 0,11 Prozent höher bei 163,36 Punkten. Besonders schwach tendierten der Hang Seng Index und der Shanghai Composite. Hier belastete, dass die Verhandlungen über den Handelsstreit zwischen den USA und China bislang zu keinen Fortschritten geführt haben. In Australien stand die Politik im Fokus. Der bisherige Finanzminister Scott Morrison löste nach innerparteilichen Querelen Malcolm Turnbull als Premierminister ab. Der ASX 200 und vor allem der australische Dollar reagierten mit Kursgewinnen.

Heute stehen von der Makroseite die Daten zum deutschen Bruttoinlandsprodukt sowie der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter im Fokus. Daneben blicken die Anleger gespannt auf die Rede von Fed-Chairman Jerome Powell in Jackson Hole. Unternehmensseitig werden Geschäftszahlen von Borussia Dortmund und Instone Real Estate veröffentlicht.

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