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23.08.18, 09:21

Ölpreise nach Lagerbestandsdaten im Aufwind

Am deutschen Aktienmarkt überwogen zur Wochenmitte nach einem lustlosen Geschäft die positiven Vorzeichen. Der DAX endete nahezu unverändert bei 12.386 Punkten. Hier belastete ein Kurseinbruch bei der Continental-Aktie. MDAX und TecDAX konnten hingegen um 0,18 und 0,33 Prozent zulegen. Im HDAX der 110 größten Werte gab es 65 Gewinner (60%) und 40 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen betrug 66 Prozent. Im DAX wurden 79,6 Millionen Aktien (Vortag: 70,7) im Wert von 3,70 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,51) umgesetzt. Stark gesucht waren mit Blick auf die Sektorenperformance Immobilienaktien (+1,64%), Pharma & Healthcare (+1,30%) und Einzelhandel (+1,15%). Am deutlichsten fiel das Minus bei Automobilwerten (-2,93%), Technologietiteln (-1,10%) und Bauwerten (-0,29%) aus. Ohne Nachrichten belegte die Aktie der Deutschen Börse die DAX-Spitze mit einem Aufschlag von 3,13 Prozent. Vonovia und Fresenius Medical Care gewannen dahinter 1,62 und 1,61 Prozent hinzu. Bayer setzte mit plus 1,59 Prozent die Erholungsrally fort. Im nachrichtlichen Fokus stand die Aktie von Continental, die als klares Schlusslicht um 13,19 Prozent einbrach. Der Automobilzulieferer hatte eine Umsatz- und Gewinnwarnung für das Gesamtjahr herausgegeben. Infineon verlor 1,57 Prozent. Linde notierte 1,42 Prozent tiefer. Der Gasehersteller hatte mitgeteilt, dass die umsatzbezogene Obergrenze für Veräußerungszusagen im Rahmen der geplanten Fusion mit Praxair überschritten wird. Damit werden Nachverhandlungen notwendig. Im TecDAX gewann Evotec 3,19 Prozent hinzu. Das Biotechunternehmen hat mit Novo Nordisk einen wichtigen neuen Forschungspartner gefunden und eine strategische Allianz geschmiedet.  Zooplus konnte im SDAX nach der Vorlage der Quartalszahlen um 8,02 Prozent zulegen.

An der Wall Street schloss der Dow Jones Industrial 0,34 Prozent tiefer bei 25.734 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 konnte hingegen um 0,37 Prozent auf 7.425 Zähler zulegen. An der NYSE endeten 49 Prozent der Werte mit grünen und 46 Prozent mit roten Vorzeichen. Das Aufwärtsvolumen lag bei 53 Prozent. Es gab 105 neue 52-Wochen-Hochs und 28 neue Tiefs. Mit Abstand stärkster Sektor war Energie dank deutlich steigender Ölpreise. Auch Technologiewerte waren gesucht. Die größten Abschläge waren bei Industrietiteln und Versorgern zu beobachten.

Am Devisenmarkt neigte der US-Dollar weiter zur Schwäche. Er litt unter dem steigenden politischen Druck auf Donald Trump. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des New Yorker Handels 0,19 Prozent tiefer bei 95,07 Punkten. Der Euro präsentierte sich gegenüber fast allen anderen Hauptwährungen fest. EUR/USD stieg den fünften Tag in Folge um diesmal 0,25 Prozent auf 1,1599 USD. Bei den anderen Hauptwährungen fiel der Kanada-Dollar durch Stärke und der Yen sowie der Austral-Dollar durch Schwäche auf.

Der S&P GSCI Rohstoffindex stieg gestützt vom schwachen US-Dollar und kräftig anziehenden Ölpreisen um 1,43 Prozent auf 460,32 Punkte. Die US-Energiebehörde hatte einen Rückgang der Rohöllagerbestände um 5,8 Millionen Barrel auf Wochensicht gemeldet. Experten hatten hingegen im Schnitt mit einem Minus von lediglich 1,5 Millionen Barrel gerechnet. Zusätzlich kurstreibend wirkte die Sorge vor einer Verknappung des Angebots angesichts der US-Sanktionen gegenüber dem Iran. Brent-Öl notierte 2,89 Prozent fester auf einem Monatshoch bei 74,73 USD. Die US-Sorte WTI verteuerte sich um 3,11 Prozent auf 67,89 USD. Der Preis für US-Erdgas gab um 0,61 Prozent auf 2,95 USD nach. Comex-Kupfer verbilligte sich um 1,11 Prozent auf 2,67 USD. Gold handelte mit einem Aufschlag von 0,26 Prozent bei 1.203 USD (1.031 EUR). Silber gab um 0,14 Prozent auf 14,75 USD nach. Platin und Palladium konnten um 0,25 beziehungsweise 1,01 Prozent zulegen.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf 0,15 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen verharrte bei 0,34 Prozent. Der Euro-Bund-Future verabschiedete sich 0,06 Prozent tiefer bei 163,20 Punkten aus dem Handel. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes gab um drei Basispunkte auf 2,82 Prozent nach.

Die asiatischen Aktienmärkte orientierten sich heute früh überwiegend südwärts, konnten sich jedoch im Verlauf etwas von den Tagestiefs absetzen. Der MSCI Asia Pacific Index fiel zuletzt um 0,33 Prozent auf 163,51 Punkte. Gegen den Trend verbuchte der Nikkei 225 moderate Zugewinne. Die weiteren US-Strafzölle in Höhe von 25 Prozent auf chinesische Waren im Wert von 16 Milliarden USD traten in Kraft.

Heute stehen von der Makroseite die Einkaufsmanagerindizes für die Eurozone sowie das Protokoll der letzten geldpolitischen Sitzung der EZB im Fokus. In Jackson Hole startet das alljährliche Economic Policy Symposium. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von Helma Eigenheimbau, CTS Eventim, Alibaba Group Holding und HP (nach US-Börsenschluss). Von Interesse ist daneben eine Telefonkonferenz für Investoren von Bayer zum Thema „Diskussion Glyphosat-Rechtsstreit“.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9J21 Long Oil Brent Future Oct 2018 Faktor: 6
CE5YRF Short Oil Brent Future Oct 2018 Faktor: -6
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