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23.08.18, 14:44

Ölpreis steigt kräftig

Energie: Der Brentölpreis stieg gestern um 3% und erreichte in der Spitze 75 USD je Barrel. Am Morgen gibt Brent einen kleinen Teil der Gewinne wieder ab. Binnen einer Woche hat sich Brent um 4 USD verteuert. Für Auftrieb sorgte gestern Nachmittag ein aus Preisperspektive positiver Lagerbericht des US-Energieministeriums. Demnach kam es in der letzten Woche zu einem unerwartet kräftigen Abbau der US-Rohölvorräte um 5,8 Mio. Barrel. Dieser übertraf damit auch den am Vorabend vom API gemeldeten Lagerrückgang. Seit mittlerweile acht Wochen wechseln sich Lageraufbau und Lagerabbau im Wochenrhythmus ab, wobei es häufig zu starken Ausschlägen in beide Richtungen kam. So auch diesmal. Denn in der Woche zuvor gab es einen Lageraufbau um 6,8 Mio. Barrel. Der kräftige Wechsel war auf deutlich niedrigere (Netto-)Importe und eine weiterhin robuste Rohölverarbeitung zurückzuführen. Letztere befindet sich trotz eines leichten Rückgangs weiterhin in der Nähe eines Rekordniveaus. Dadurch kam es zu einem Lageraufbau bei Ölprodukten. Die Rohölproduktion stieg die zweite Woche in Folge, wofür erneut eine höhere Produktion in Alaska und nicht Schieferöl verantwortlich war.
Der saudi-arabische Energieminister al-Falih hat Berichte dementiert, dass der Börsengang von Saudi Aramco abgeblasen wird. Reuters hatte dies zuvor unter Berufung auf vertraute Kreise berichtet. Der Zeitpunkt für den Börsengang scheint sich aber zu verzögern. Al-Falih sprach davon, dass dieser bei geeigneten Bedingungen und zu geeigneter Zeit stattfinden soll. Das klingt nicht nach einem IPO noch in diesem Jahr, wie er ursprünglich geplant war.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9J1Y Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 8
CE9J22 Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8
CE7XGS Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -8
CV55QJ Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: Der Goldpreis ist gestern kurzzeitig über die psychologisch wichtige Marke von 1.200 USD je Feinunze gestiegen. Vor allem ein schwächerer US-Dollar – EUR-USD stieg erstmals seit zwei Wochen über 1,16 – und eine höhere Risikoaversion an den Finanzmärkten haben für Auftrieb gesorgt. Heute geben die Edelmetalle die Gewinne aber wieder ab. Dabei ist vor allem die Entwicklung des Goldpreises in Euro erstaunlich. Dieser notiert aktuell unter 1.030 EUR pro Feinunze, was auf Schlusskursbasis der tiefste Stand seit Februar 2016 wäre. Angesichts negativer Realzinsen im Euroraum und aufkeimenden Spekulationen, dass Bundesbankpräsident Weidmann wohl nicht Nachfolger von EZB-Präsident Draghi wird (siehe dazu auch das „Economic Briefing“  unseres Chefvolkswirtes von heute), ist dies schwer nachvollziehbar. Denn wenn kein geldpolitischer „Falke“, der vor allem Geldwertstabilität, sprich Inflationsgefahren, im Blick hat, sondern erneut eher eine „Taube“, die sich vor allem um den Zusammenhalt der Währungsunion sorgt, an der Spitze der EZB stehen wird, dürfte der Euroraum weiter zu einer Transferunion und der Euro zu einer latenten Schwäche tendieren. Der Goldpreis in Euro sollte in dieser Situation stark zulegen. Aktuell scheint der Markt vor allem den Zinserhöhungszyklus in den USA im Blick zu haben, der ungeachtet anderweitiger Wünsche von US-Präsident Trump, des Handelskonflikts und Risiken am Häusermarkt fortgesetzt werden dürfte. Neue Impulse erwartet man von der morgigen Rede des Fed-Vorsitzenden Powell in Jackson Hole.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2X Faktor Long Gold-Future Faktor: 6
CD5B34 Faktor Short Gold-Future Faktor: -6

Industriemetalle: Ab heute weiten die USA und China die Zölle auf Importe des jeweils anderen um 16 Mrd. USD (auf 50 Mrd. USD) aus. Dies ist aber hinlänglich bekannt und sollte keine Auswirkungen mehr auf die Metallpreise haben. Gemäß Daten der International Copper Study Group (ICSG) übertraf am globalen Kupfermarkt in den ersten fünf Monaten des Jahres auf saisonbereinigter Basis das Angebot die Nachfrage um 83 Tsd. Tonnen. Zur gleichen Zeit im Vorjahr war der Markt noch ausgeglichen. Vor allem die Minenproduktion hat sich von den ungeplanten langen Ausfällen im Vorjahr – Streik in der „Escondida“-Mine in Chile, Exportverbot von Kupferkonzentrat für die „Grasberg“-Mine in Indonesien – deutlich erholt. Die höhere Minenproduktion hat sich auch in einer gestiegenen Raffinadeproduktion widergespiegelt, zum Beispiel weil in China kontinuierlich Schmelzkapazitäten aufgebaut bzw. erweitert werden. Die hohen Preise in den ersten Monaten des Jahres haben zudem zu einem höheren Angebot an Kupferschrott geführt. Die Kupfernachfrage ist dagegen nur moderat gestiegen. Ohne China wäre sie laut Angaben der ICSG sogar rückläufig gewesen. Die ICSG erwartet auch für das Gesamtjahr einen moderaten Angebotsüberschuss. Dies spricht für niedrigere Kupferpreise. Der Preisrückgang seit Mitte Juni ist unseres Erachtens aber übertrieben und spiegelt die fundamentale Situation nicht wider. So dürfte der globale Kupfermarkt bereits nächstes Jahr wieder in ein deutliches Angebotsdefizit rutschen. Wir erwarten daher eine spürbare Preiserholung.

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