Der deutsche Aktienmarkt setzte am Dienstag seine Erholungsrally ungeachtet eines festen Euros fort. Der DAX beendete den Handel 0,43 Prozent höher bei 12.384 Punkten. MDAX und TecDAX konnten um 0,49 und 0,31 Prozent zulegen. Unter den 110 größten Werten gab es 83 Gewinner (78%) und 24 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen lag bei 80 Prozent. Das Volumen im DAX betrug 70,7 Millionen Aktien (Vortag: 61,5) im Wert von 2,93 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,55). Mit Blick auf die Sektorenindizes am stärksten gesucht waren Banken (+1,75%), Technologie (+1,62%) und Bau (+1,32%). Schwach präsentierten sich lediglich Softwaretitel (-0,44%). Als bester Wert im DAX konnte die Commerzbank um 2,46 Prozent zulegen. Die schwer gewichtete Bayer-Aktie profitierte wie bereits am Vortag von positiven Analystenkommentaren und rückte um 1,65 Prozent vor. Sie trug damit rund 15 Punkte der 53 Punkte Zugewinn im Leitindex bei. Deutsche Bank folgte auf Rang drei mit einem Aufschlag von 1,55 Prozent. Schwächer tendierten vor allem Linde (-0,64%), E.ON (-0,50%) und Vonovia (-0,32%). Im TecDAX ragte die Medigene-Aktie mit einem Kurssprung um 10,46 Prozent heraus. Das Biotechunternehmen hatte gemeldet, für die Entwicklung einer neuen Krebsimmuntherapie einen weiteren Partner gefunden zu haben.
An der Wall Street bot sich ebenfalls ein freundliches Bild. Der Dow Jones Industrial gewann 0,24 Prozent hinzu auf 25.822 Punkte. Der S&P 500 schloss 0,20 Prozent höher bei 2.863 Punkten. Im Tagesverlauf hatte der marktbreite Index sogar knapp ein neues Rekordhoch bei 2.873,2 Punkten markiert und damit das Januar-Hoch um 0,3 Punkte überboten, bevor Gewinnmitnahmen einsetzten, die zur Ausbildung einer bearishen Shooting-Star-Kerze im Tageschart führten. Der technologielastige Nasdaq 100 verbesserte sich um 0,35 Prozent auf 7.397 Zähler. 62 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im Plus. Das Aufwärtsvolumen lag bei 63 Prozent. Es gab 162 neue 52-Wochen-Hochs und 21 neue Tiefs. Stärkste Sektoren waren Consumer Discretionary und Industrie. Am kräftigsten abwärts ging es mit Immobilienaktien und Versorgern.
Am Devisenmarkt notierte der Dollar-Index gegen Ende des US-Handels 0,71 Prozent schwächer bei 95,22 Punkten. Der Greenback litt unter der Kritik des US-Präsidenten Donald Trump an der Geldpolitik des Fed-Chairman Jerome Powell. EUR/USD stieg um 0,83 Prozent auf 1,1576 USD. Mit Blick auf die anderen Hauptwährungen fielen das Pfund Sterling mit Zugewinnen und der Yen mit Abschlägen auf.
Der S&P GSCI Rohstoffindex notierte 0,21 Prozent höher bei 453,29 Punkten. Brent-Öl verteuerte sich um 0,36 Prozent auf 72,47 Punkte. Der Preis für US-Erdgas stieg um 1,09 Prozent auf 2,96 USD. Comex-Kupfer zog den vierten Tag in Folge um diesmal 0,75 Prozent an auf 2,69 USD. Gold gewann 0,39 Prozent hinzu auf 1.199 USD (1.032 EUR). Silber und Palladium zeigten Aufschläge von 0,41 und 0,60 Prozent. Platin notierte unverändert bei 793,90 USD.
Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf 0,14 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen zog um vier Basispunkte auf 0,34 Prozent an. Der Euro-Bund-Future schloss 0,23 Prozent tiefer bei 163,29 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes kletterte um drei Basispunkte auf 2,85 Prozent.
Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh uneinheitlich. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 0,40 Prozent auf 163,99 Punkte. Die US-Futures kamen kurz nach Handelsschluss an der Wall Street unter Druck, als bekannt wurde, dass der langjährige Anwalt von Donald Trump, Michael Cohen, mehrere Verstöße gegen Gesetze zur Wahlkampffinanzierung zugegeben hat. Indirekt räumte er dabei ein, dies im Auftrag des damaligen Kandidaten für die Präsidentschaft Trump getan zu haben. Bereits Stunden zuvor wurde der frühere Wahlkampfmanager Trumps, Paul Manafort, wegen Steuerhinterziehung und Bankbetrugs von der Jury eines US-Gerichts schuldig gesprochen.
Heute stehen von der Makroseite die Daten zum Verkauf bestehender Häuser in den USA im Fokus. Daneben richtet sich der Blick am Abend auf die Veröffentlichung des Protokolls der letzten FOMC-Sitzung. Unternehmensseitig könnten Geschäftszahlen von Edag Engineering Group, Zooplus und Va-Q-Tec für Impulse sorgen.
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