Der deutsche Aktienmarkt wurde zum Wochenausklang von einem weiteren Schwächeanfall der türkischen Lira belastet. Der DAX schloss 0,21 Prozent tiefer bei 12.211 Punkten. Auf Wochensicht büßte das Aktienbarometer 1,72 Prozent ein. MDAX und TecDAX endeten am Berichtstag mit Abschlägen von 0,20 respektive 0,24 Prozent. Unter den 110 größten Werten gab es 38 Gewinner (36%) und 69 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 72 Prozent. Im DAX wechselten 88,7 Millionen Aktien(Vortag: 84,0) im Wert von 3,38 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,59) den Besitzer. Stärkste Sektoren waren Pharma & Healthcare (+0,71%), Transport (+0,42%) und Versorger (+0,37%). Die größten Verluste sahen Bauwerte (-2,51%), Technologietitel (-1,75%) und Banken (-1,26%). Die DAX-Spitze besetzte die Bayer-Aktie. Sie konnte im Rahmen einer technischen Erholung vom jüngsten Ausverkauf um 1,75 Prozent zulegen. Dahinter verbesserten sich E.ON und Deutsche Post nachrichtenlos um 0,93 und 0,58 Prozent. HeidelbergCement büßte als Schlusslicht 2,61 Prozent ein. ThyssenKrupp und Deutsche Bank verloren 1,77 und 1,26 Prozent.
An der Wall Street schüttelten die Anleger die Türkei-Sorgen weitgehend ab. Stützend wirkte die Hoffnung auf eine Annäherung im Handelsstreit zwischen den USA und China mit den am Mittwoch beginnenden Gesprächen auf mittlerer Diplomatenebene. Der Dow Jones Industrial verabschiedete sich 0,43 Prozent fester bei 25.669 Punkten und damit auf einem 6-Monats-Hoch aus dem Handel. Der technologielastige Nasdaq 100 notierte lediglich 0,04 Prozent höher bei 7.378 Zählern. 67 Prozent der Werte an der NYSE verbuchten Zugewinne. Das Aufwärtsvolumen betrug 75 Prozent. 105 neuen 52-Wochen-Hochs standen 50 neue Tiefs gegenüber. Alle Sektoren bis auf Communication Services konnten zulegen. Am größten fiel das Plus bei Immobilienaktien und Consumer Staples aus. Die Tesla-Aktie setzte ihren Kursrutsch mit einem Minus von 8,92 Prozent fort. Händler verwiesen zur Begründung auf die Untersuchung der US-Börsenaufsicht hinsichtlich des Tweets von CEO Elon Musk, in dem er seine Absicht bekundet hatte, die Tesla-Aktie zu 420 USD von der Börse zu nehmen.
Am Devisenmarkt verzeichnete der US-Dollar gegenüber allen anderen Hauptwährungen Kursverluste. Der Dollar-Index endete 0,53 Prozent tiefer bei 96,13 Punkten. EUR/USD rückte um 0,54 Prozent auf 1,1437 USD vor. Mit Blick auf die anderen Majors fielen die Rohstoffdevisen Kanada-Dollar und Austral-Dollar durch Stärke auf, während Franken und Yen als sichere Häfen Schwäche zeigten.
Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise notierte 0,50 Prozent höher bei 451,63 Punkten. Brent-Öl verteuerte sich um 0,56 Prozent auf 71,83 USD. Die US-Sorte WTI legte um 0,51 Prozent auf 65,21 USD zu. Baker Hughes berichtete von einem gegenüber der Vorwoche unveränderten Rig-Count. Demnach verharrte die Zahl aktiver Ölbohrungen in den USA bei 869. Der Preis für US-Erdgas stieg um 1,24 Prozent auf 2,95 USD. Comex-Kupfer handelte 0,48 Prozent fester bei 2,63 USD. Gold handelte nahezu unverändert bei 1.184 USD (1.036 EUR). Silber und Platin verbilligten sich um 0,56 beziehungsweise 0,92 Prozent, während Palladium um 0,34 Prozent zulegen konnte.
Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf 0,12 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete nach zwischenzeitlicher Markierung eines 4-Wochen-Tiefs unverändert bei 0,31 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,03 Prozent fester bei 163,56 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes verharrte bei 2,87 Prozent.
Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh uneinheitlich. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 0,30 Prozent auf 162,56 Punkte.
Heute stehen keine marktbewegenden Veröffentlichungen auf der Agenda. Von Interesse sind die deutschen Erzeugerpreise für den Juli sowie der Monatsbericht der Bundesbank.
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