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20.08.18, 13:15

Spekulative Finanzinvestoren bleiben wesentliche Belastungskomponente für Gold – das sollten Sie jetzt wissen!

Energie: Die Ölpreise stiegen am Freitag, was einen erneuten Wochenrückgang aber nicht verhindern konnte. Zum Auftakt in die neue Handelswoche gibt es sowohl bei Brent als auch bei WTI nur wenig Bewegung. Brent handelt bei knapp 72 USD je Barrel, WTI etwa sechs USD niedriger. Der Preisrückgang in der letzten Woche ging mit einem spürbaren Abbau der spekulativen Netto-Long-Positionen insbesondere bei WTI einher. Die Nachrichtenlage am Ölmarkt gibt aktuell keine klare Richtung vor. Der Handelsstreit zwischen den beiden weltgrößten Ölverbrauchsländern USA und China und die Sorge vor einer Ausweitung der Türkei-Krise auf andere Schwellenländer dämpft die Nachfrageaussichten. Die Schwellenländer sind für den Anstieg der globalen Ölnachfrage hauptverantwortlich. Insbesondere die kräftige Abwertung der Währungen könnte sich als nachfragebremsend erweisen. Öl in Chinesischen Yuan ist seit Jahresbeginn um 14% gestiegen, in Indischer Rupie um 19%, in Türkischer Lira sogar um 75%. In USD gerechnet beläuft sich der Anstieg dagegen „nur“ auf 7%. Einem weiteren Preisrückgang steht die Aussicht auf ein eingeschränktes Ölangebot gegenüber. Die iranischen Ölexporte dürften wegen der US-Sanktionen in den kommenden Monaten spürbar fallen. Der Iran hat der OPEC gegenüber betont, dass er die Übernahme seiner Marktanteile durch andere OPEC-Mitglieder nicht akzeptieren wird. Diese Aussage dürfte implizit an Saudi-Arabien gerichtet sein, das seine Ölproduktion im Juni und Juli gegenüber Mai spürbar erhöht hat. Informationen zu den Ölexporten der OPEC-Länder im Juni werden heute die Daten von JODI liefern.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9J1Y Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 8
CE9J22 Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8
CE7XGS Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -8
CV55QJ Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: Nachdem sich Gold am Freitag im Zuge eines schwächeren US-Dollar etwas erholt hat, startet es bei 1.185 USD je Feinunze weitgehend unverändert in die neue Handelswoche. In Asien zieht die Goldnachfrage wegen der niedrigen Preise wieder an. Dies berichten zum einen lokale Händler, zum anderen wird dies in den Prämien sichtbar. In Indien, dem weltweit zweitgrößten Goldkonsumenten hinter China, müssen höhere Aufschläge auf den Weltmarktpreis gezahlt werden, da Schmuckhändler ihre Vorräte wieder aufstocken. Sie nutzen somit die niedrigen Preise – in Indischer Rupie war Gold letzte Woche zeitweise auf ein 8-Monatstief gefallen. Indien hatte schon im Juli wieder mehr Gold importiert (siehe TagesInfo Rohstoffe vom 8. August). Die Schweizer Goldexportdaten, die morgen veröffentlicht werden, dürften die höhere Nachfrage in Indien und anderen asiatischen Ländern bestätigen. Denn die Prämien sind auch in China, Hongkong, Singapur und Japan gestiegen. Die Stimmung der Finanzanleger bleibt aber noch sehr negativ. So wurden laut CFTC-Statistik in der Woche zum 14. August die spekulativen Netto-Short-Positionen um weitere 26% auf 83,3 Tsd. Kontrakte ausgeweitet. Die spekulativen Finanzinvestoren bleiben damit die wesentliche Belastungskomponente für den Goldpreis. Sie haben allein in der letzten Berichtswoche 53,5 Tonnen Gold über den Futures-Markt verkauft. Seit Ende Juni summieren sich die Verkäufe mittlerweile auf knapp 260 Tonnen. Dies entspricht der weltweiten Goldminenproduktion von fast einem Monat.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2X Faktor Long Gold-Future Faktor: 6
CD5B34 Faktor Short Gold-Future Faktor: -6

Industriemetalle: Die Metallpreise starten zumeist leicht erholt in die neue Handelswoche. Dabei spielt offenbar eine Rolle, dass der Chinesische Yuan seine Abwertung gestoppt hat und seit drei Tagen wieder aufwertet. Der Yuan erhält dadurch Auftrieb, dass am Mittwoch die Handelsgespräche zwischen den USA und China, die seit Juni ausgesetzt waren, wieder aufgenommen werden. Zudem hat die chinesische Zentralbank den Yuan gestützt. Kupfer nähert sich zum Wochenauftakt wieder der Marke von 6.000 USD je Tonne, Nickel handelt bei rund 13.500 USD und Blei kostet 2.000 USD. Wie wir bereits mehrfach ausgeführt haben, sind die Preise unseres Erachtens deutlich zu niedrig. Viele der Metallmärkte sind bestenfalls ausgeglichen oder sogar teilweise deutlich im Angebotsdefizit. Dies dürften die jeweiligen Branchenverbände diese Woche bestätigen, die allesamt neue Angebots- und Nachfragedaten veröffentlichen. Aus fundamentaler Sicht sind unserer Meinung nach deutlich höhere Metallpreise gerechtfertigt. Hierzu müsste sich aber die Stimmung der Marktteilnehmer spürbar verbessern. An der Comex in New York hielten die spekulativen Finanzanleger laut CFTC-Statistik in der Woche zum 14. August mit knapp 31 Tsd. Kontrakten weiterhin sehr hohe Netto-Short-Positionen. Der Preisabsturz von letztem Mittwoch und die anschließende Erholung sind in der Statistik noch nicht erfasst. Möglicherweise geben die LME-Daten, die morgen veröffentlicht werden, hierzu mehr Aufschluss.

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