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14.08.18, 14:00

Gold fällt unter 1.200 US-Dollar – das sind die fundamentalen Gründe!

Energie: Die Ölpreise gerieten gestern Abend kurzzeitig unter Druck. Brent fiel auf ein 4-Monatstief von 71 USD je Barrel. Die Preise erholten sich aber schnell. Heute handelt Brent gut 2 USD höher. Die OPEC hat ihre Prognose für das Wachstum der globalen Ölnachfrage leicht nach unten und die für den Anstieg des Nicht-OPEC-Angebots leicht nach oben revidiert. In der Folge sinkt der Bedarf an OPEC-Öl im nächsten Jahr auf gut 32 Mio. Barrel pro Tag. Verglichen mit der aktuellen OPEC-Produktion von 32,32 Mio. Barrel pro Tag ergibt sich daraus ein leichtes Überangebot. Die Internationale Energieagentur IEA erhöhte ihre Bedarfsschätzung für OPEC-Öl 2019 am Freitag auf 31,9 Mio. Barrel pro Tag und wies für Juli ebenfalls eine etwas höhere OPEC-Produktion von 32,18 Mio. Barrel pro Tag aus. Der Puffer für Angebotsausfälle wie ein Rückgang der iranischen Ölexporte ist damit nur gering. Sowohl OPEC als auch IEA berichten dabei von einer im Juli gesunkenen Ölproduktion in Saudi-Arabien. Die Umsetzung der Produktionskürzungen lag im Juli auf die OPEC bezogen bei 121%. Die US-Schieferölproduktion soll im September laut US-Energiebehörde EIA „nur noch“ um 93 Tsd. auf 7,52 Mio. Barrel pro Tag steigen. Das wäre der geringste Anstieg seit dem Rückgang im Januar. Zudem wurden die Anstiege in den Vormonaten um insgesamt 40 Tsd. Barrel pro Tag nach unten revidiert. Gut ein Drittel des erwarteten Anstiegs geht auf das Permian Basin in Texas, wo zudem fast die Hälfte der gesamten Produktion anfällt. Das dort geförderte Schieferöl kann aber weiterhin nur eingeschränkt an die US-Golfküste gelangen. Daraus resultiert ein kräftiger Preisabschlag von WTI Midland gegenüber WTI Cushing von 15 USD je Barrel.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9J1Y Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 8
CE9J22 Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8
CE7XGS Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -8
CV55QJ Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: Gold ist gestern erstmals seit fast 1½ Jahren wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 1.200 USD je Feinunze gefallen. Es handelt auch heute Morgen noch unter diesem Niveau. Wir führen den Preisrückgang im Wesentlichen auf den festen US-Dollar zurück. Noch hat es keine technisch bedingten Anschlussverkäufe gegeben. Sollten diese aber noch einsetzen, würde der Goldpreis wohl weiter fallen. In der Vergangenheit gab es unter 1.200 USD aber verstärktes Kaufinteresse, insbesondere in Asien. Dies könnte ein weiteres Abrutschen des Preises verhindern. Die ETF-Investoren haben sich gestern allerdings noch von Beständen getrennt. Gold in Euro gerechnet ist gestern ebenfalls stark gefallen und hat seine Gewinne von Donnerstag und Freitag letzter Woche fast vollständig wieder abgegeben. Im Fahrwasser von Gold standen auch die anderen Edelmetalle unter Druck. Sie haben dabei alle zumindest vorübergehend „runde“ Marken unterschritten – Silber ist unter 15 USD gefallen, Platin unter 800 USD und Palladium unter 900 USD. Platin war dabei mit einem Minus von fast 3% der größte Verlierer. Hier dürfte der zeitweise deutlich abwertende Südafrikanische Rand in Folge der Türkei-Krise eine Rolle gespielt haben. Denn viele Währungen von Schwellenländern wurden vom Absturz der Türkischen Lira angesteckt. Und Südafrika ist der weltweit größte Platinproduzent. Bei Palladium hat das Unterschreiten der 900 USD-Marke zu Kaufinteresse geführt, wie man an Zuflüssen von gut 15 Tsd. Unzen in die ETFs sehen kann.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2X Faktor Long Gold-Future Faktor: 6
CD5B34 Faktor Short Gold-Future Faktor: -6

Industriemetalle: Die heute Morgen veröffentlichten Konjunkturdaten aus China haben auf ganzer Linie enttäuscht: Die Industrieproduktion ist im Juli nur um 6,0% gegenüber dem Vorjahr gewachsen, die Anlageinvestitionen verzeichneten mit +5,5% sogar die geringste Wachstumsrate seit dem Beginn der Datenreihe vor fast 20 Jahren. Schon im Juni war ein deutliches Nachlassen der Dynamik erkennbar. Hauptbelastungsfaktoren sind die Entschuldungskampagne der Regierung und der Handelsstreit mit den USA. Die Metallpreise reagieren heute Morgen entsprechend negativ auf die Daten aus China. Sie setzen damit ihren Rückgang von gestern fort, der durch eine hohe Risikoversion im Zuge der Türkei-Krise bedingt war. Kupfer zum Beispiel fällt auf 6.100 USD je Tonne. In der „Escondida“-Kupfermine in Chile wird noch nicht gestreikt. In intensiven Gesprächen haben sich beide Seiten offenbar angenähert, so dass die Schlichtungsfrist zunächst um einen Tag verlängert wurde.
Die chinesischen Stahlhersteller haben die in den letzten Monaten wieder deutlich gestiegenen lokalen Stahlpreise genutzt und im Juli eine rekordhohe Menge Stahl produziert. Gemäß Daten des Nationalen Statistikbüros (NBS) ist die Stahlproduktion im Vergleich zum Vorjahr um 7,2% auf 81,24 Mio. Tonnen gestiegen. Die chinesische Aluminiumproduktion hat NBS-Daten zufolge fast das Rekordhoch von vor gut einem Jahr erreicht. Mit 2,93 Mio. Tonnen lag sie 12% über dem Vorjahresniveau.

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