Der deutsche Aktienmarkt wurde zum Wochenauftakt weiter von der Türkei-Krise belastet. Der DAX litt unter einem Kursrutsch des Schwergewichts Bayer und schloss 0,52 Prozent tiefer bei 12.359 Punkten. MDAX und TecDAX konnten sich hingegen nach zwischenzeitlichen Abschlägen in das positive Terrain vorarbeiten und endeten mit Aufschlägen von 0,10 und 0,51 Prozent. Im HDAX der 110 größten Werte gab es 62 Gewinner (58%) und 45 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 53 Prozent. Im DAX wechselten 95,6 Millionen Aktien (Vortag: 124,4) im Wert von 4,03 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,56) den Besitzer. Bei der Sektorenperformance lagen Softwaretitel (+1,28%) vorne, gefolgt von Immobilienaktien (+0,85%) und Medienwerten (+0,72%). Am deutlichsten abwärts ging es mit dem Pharma & Healthcare-Sektor (-4,70%), den Banken (-1,77%) und den Einzelhandelswerten (-0,93%). Die Aktie der Deutschen Börse belegte mit einem Plus von 1,60 Prozent nachrichtenlos die DAX-Spitze. SAP und adidas rückten dahinter um 1,46 und 1,31 Prozent vor. Für die Bayer-Aktie ging es um satte 10,31 Prozent nach unten auf ein 2-Jahres-Tief, was den DAX 106 Punkte kostete. Zwischenzeitlich hatte das Papier sogar ein 5-Jahres-Tief bei 80,37 EUR markiert und damit knapp 14 Prozent an Wert verloren. Die US-Tochter Monsanto war aufgrund verschwiegener Krebsrisiken bei der Verwendung ihrer glyphosathaltigen Unkrautvernichter in einem Einzelfall von einem US-Gericht zu einem Schadensersatz in dreistelliger Millionenhöhe verurteilt worden. Eine Vielzahl ähnlicher Klagen ist noch anhängig. Deutsche Bank und Commerzbank büßten mit Blick auf die Türkei-Krise 2,03 und 1,98 Prozent ein.
An der Wall Street notierte der Dow Jones Industrial zur Schlussglocke 0,49 Prozent tiefer bei 25.188 Punkten. Der von Technologiewerten geprägte Nasdaq 100 verlor lediglich 0,09 Prozent auf 7.401 Zähler. 63 Prozent der Werte verzeichneten Kursabschläge. Das Abwärtsvolumen betrug 77 Prozent. 42 neuen 52-Wochen-Hochs standen 117 neue Tiefs gegenüber. Stärkste Sektoren waren Versorger und Healthcare. Die kräftigsten Abschläge waren bei Energie- und Rohstoffwerten zu beobachten.
Die asiatischen Aktienmärkte boten heute früh ein uneinheitliches Bild. Der MSCI Asia Pacific Index kletterte um 0,37 Prozent auf 163,01 Punkte. Konjunkturdaten aus China kamen schwächer als erwartet herein. Die Industrieproduktion in der zweitgrößten Volkswirtschaft wuchs im Juli um 6,0 Prozent (Konsens: 6,3). Die Einzelhandelsumsätze stiegen um 8,8 Prozent (Konsens: 9,1).
Heute stehen von der Makroseite die Daten zum deutschen Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal sowie der ZEW-Index der Konjunkturerwartungen für August im Fokus. Geschäftszahlen stehen an unter anderem bei RWE, K+S, Ceconomy, Aareal Bank, Nordex, Symrise, Bilfinger, VTG, Hamburger Hafen und Logistik, Tele Columbus, Deutsche Euroshop und Home Depot.
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