Der deutsche Aktienmarkt stand zum Wochenausklang aufgrund der sich in einer drastischen Talfahrt der Lira zeigenden Zuspitzung der Türkei-Krise unter deutlichem Abgabedruck. Die türkische Währung brach gegenüber dem US-Dollar um weitere 15 Prozent auf ein Rekordtief ein. Seit Jahresbeginn hat sie somit bereits rund 69 Prozent an Wert verloren. Anleger machten sich insbesondere Sorgen um das Türkei-Exposure europäischer Banken. Vor allem spanische, französische und italienische Banken sollen stark in dem Land engagiert sein. Der DAX schloss 1,98 Prozent tiefer bei 12.424 Punkten. Auf Wochensicht büßte das Aktienbarometer damit 1,52 Prozent ein. MDAX und TecDAX verloren am Berichtstag 1,15 und 0,83 Prozent. Unter den 110 größten Werten gab es 17 Gewinner (15%) und 93 Verlierer. Das Abwärtsvolumen betrug 96 Prozent. Das Volumen im DAX lag bei 124,4 Millionen Aktien (Vortag: 73,9) im Wert von 4,50 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,48). Alle Sektorenindizes endeten im negativen Terrain. Die größten Abschläge waren bei Banken (-3,45%), Technologietiteln (-3,25%) und Telekommunikationswerten (-2,41%) zu beobachten. Kein einziger der 30 DAX-Werte konnte Zugewinne verzeichnen. Am deutlichsten fiel das Minus bei der Deutschen Bank aus, die um 4,05 Prozent nachgab. Commerzbank und Daimler verloren 3,50 und 3,11 Prozent. Im TecDAX haussierte Bechtle nach der Anhebung der Jahresziele um 4,93 Prozent. Im MDAX stand die Aktie von K+S im Fokus mit einem Kurseinbruch um 7,20 Prozent. Der Düngemittel- und Salzproduzent hatte gewarnt, dass die optimistischen Prognosen der Analysten nicht zu erreichen sein werden.
An der Wall Street bewegten sich die Indizes ebenfalls südwärts. Der Dow Jones Industrial verlor 0,76 Prozent und schloss bei 25.313 Punkten. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 0,78 Prozent nach unten auf 7.408 Zähler. 64 Prozent der Werte an der NYSE wiesen zur Schlussglocke rote Vorzeichen auf. Das Abwärtsvolumen lag bei 69 Prozent. 70 neuen 52-Wochen-Hochs standen 88 neue Tiefs gegenüber. Mit Blick auf die Sektorenperformance konnten lediglich Energiewerte zulegen. Am deutlichsten abwärts tendierten Rohstoffwerte und Finanztitel.
Die asiatischen Aktienmärkte orientierten sich heute früh unter dem Eindruck des weiter anhaltenden Kurseinbruchs der türkischen Lira auf breiter Front abwärts. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um 1,71 Prozent auf 162,63 Punkte.
Heute stehen keine marktbewegenden Konjunkturdaten auf der Agenda. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von United Internet, 1&1 Drillisch, Salzgitter, Talanx, Scout24, Hellofresh, PBB Deutsche Pfandbriefbank, Wüstenrot & Württembergische und Cancom.
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