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08.08.18, 14:00

Chinesische Zentralbank kauft nach wie vor kein Gold – das sollten Goldanleger wissen!

Energie: Der Brentölpreis stieg gestern auf knapp 75 USD je Barrel und WTI auf fast 70 USD, nachdem US-Präsident Trump die anderen Länder vor Geschäften mit dem Iran warnte. Wer dies tue, mache keine Geschäfte mit den USA, so Trump. Schwächere chinesische Importzahlen setzen die Preise am Morgen wieder unter Druck. China hat im Juli laut Zollbehörde 8,48 Mio. Barrel Rohöl pro Tag importiert und damit nur unwesentlich mehr als im Vormonat, der ein 6-Monatstief darstellte. In den ersten sieben Monaten belaufen sich die tagesdurchschnittlichen Einfuhren auf 8,98 Mio. Barrel, was die schwachen Rohölimporte im Juli unterstreicht. Bremsend wirkte vor allem die verhaltene Nachfrage der kleineren unabhängigen Raffinerien. Diese haben mit verschlechterten Margen aufgrund steuerlicher Eingriffe der Regierung und höherer Ölpreise zu kämpfen. Ein Betreiber musste Ende Juli Konkurs anmelden und seine Rohölverarbeitungsanlagen wurden daraufhin auf unbestimmte Zeit geschlossen. Da die großen staatlichen Raffinerien weiterhin höchst profitabel arbeiten und hier neue Kapazitäten entstehen, ist nicht mit einer dauerhaften Schwäche bei den Ölimporten zu rechnen. Die staatlichen Raffinerien verfügen auch über Exportquoten, die sie auch reichlich nutzen. Im Juli lagen die Netto-Exporte von Ölprodukten bei 1,9 Mio. Tonnen. Die US-Energiebehörde hat ihre Prognose für die US-Rohölproduktion in diesem Jahr überraschend um gut 100 Tsd. Barrel pro Tag gesenkt. Dies betrifft vor allem den Zeitraum ab Mai. Dadurch rutscht die Produktionsprognose für 2019 trotz eines nahezu unveränderten Anstiegs gegenüber dem Vorjahr um fast denselben Betrag nach unten.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9J1Y Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 8
CE9J22 Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8
CE7XGS Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -8
CV55QJ Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: Der etwas schwächere US-Dollar gibt dem Goldpreis nach wie vor Unterstützung, ohne aber dass sich Gold deutlicher von der 1.200 USD-Marke absetzen könnte. So wie die Industriemetalle auf neue Meldungen im Handelsstreit zwischen den USA und China nicht negativ reagieren (siehe Industriemetalle auf Seite 2), so kalt lassen diese heute Morgen auch den Goldpreis. In Indien scheint sich die Goldnachfrage wieder etwas zu beleben. Vorläufigen Daten des Finanzministeriums zufolge sind die Goldimporte im Juli auf 65,6 Tonnen gestiegen. Sie lagen damit 20% über Vorjahr. Zieht man ebendiesen Vorjahresvergleich heran, sind die indischen Goldimporte somit zum ersten Mal in diesem Jahr gestiegen. Am 1. Juli 2017 wurde in Indien die neue Mehrwertsteuer eingeführt, die anschließend zunächst zu Kaufzurückhaltung bei den Indern führte. Der World Gold Council hatte letzte Woche seine Einschätzung beibehalten, wonach Indien in diesem Jahr 700-800 Tonnen Gold importieren dürfte. Die Einfuhren sollen aber am unteren Ende dieser Spanne und damit wohl auch unter dem Vorjahresniveau (763 Tonnen) liegen. Die chinesische Zentralbank (PBoC) hat laut eigenen Angaben auch im Juli kein Gold gekauft. Die Goldbestände der PBoC wurden im Oktober 2016 das letzte Mal aufgestockt, wie Daten auf der PBoC-Internetseite und des Internationalen Währungsfonds zeigen. Zuletzt wurde im Markt spekuliert, dass die PBoC ihre Währungsreserven genutzt hat, um die chinesische Währung zu stabilisieren. Die Reserven sind jedoch im Juli leicht gestiegen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2X Faktor Long Gold-Future Faktor: 6
CD5B34 Faktor Short Gold-Future Faktor: -6

Industriemetalle: Die Metallpreise setzen ihre gestern begonnene Erholungsbewegung heute Morgen fort, obwohl die USA ab dem 23. August weitere Zölle auf die Importe chinesischer Güter einführen werden. Die gestern vom Büro des US-Handelsbeauftragten angekündigten Zölle von 16 Mrd. USD auf 279 chinesische Produkte sind Teil eines 50 Mrd. USD-Paketes, das schon im Juni von US-Präsident Trump bewilligt und wovon 34 Mrd. USD bereits am 6. Juli eingeführt wurden. China wird wie bei der ersten Tranche auch diesmal im gleichen Umfang Importzölle auf US-Produkte verhängen. Da diese Maßnahmen bekannt waren, reagieren die Marktteilnehmer sehr gelassen auf die Meldungen.
China hat im Juli seine Aluminiumexporte weiter gesteigert und so von den zuvor noch hohen Preisen am Weltmarkt im Zuge der US-Sanktionen gegen den größten russischen Aluminiumproduzenten profitiert. China hatte in den letzten Monaten große Mengen Aluminium produziert. Gemäß Daten der chinesischen Zollbehörde erreichten die Ausfuhren mit 519 Tsd. Tonnen das zweithöchste Niveau aller Zeiten und lagen 18% über Vorjahr. Mittlerweile ist der Aluminiumpreis an der LME aber deutlich gefallen, so dass sich die Exportdynamik in den nächsten Monaten unseres Erachtens etwas abkühlen dürfte. Die Stahlexporte waren mit 5,89 Mio. Tonnen schon im Juli niedriger, was wohl auf die gestiegenen Stahlpreise in China selbst zurückzuführen ist.

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