Der deutsche Aktienmarkt litt zum Wochenstart unter dem weiter schwelenden Handelskonflikt und einem deutlich stärker als erwarteten Rückgang des Auftragseingangs in der deutschen Industrie. Der Dax endete nach einem orientierungslosen Handel 0,13 Prozent schwächer bei 12.598 Punkten. MDAX und TecDAX rückten hingegen um 0,05 und 0,47 Prozent vor. Im HDAX der 110 größten Werte überwogen die grünen Vorzeichen. Dort gab es 64 Gewinner (59%) und 45 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen dominierte mit 73 Prozent. Im DAX wechselten lediglich 67,6 Millionen Aktien (Vortag: 81,8) im Wert von 3,04 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,61) den Besitzer. Stärkste Sektoren waren Bau (+1,49%), Automobile (+0,65%) und Medien (+0,35%). Am deutlichsten verloren die Sektoren Chemie (-1,41%), Rohstoffe (-0,85%) und Einzelhandel (-0,35%). Die DAX-Spitze belegte ohne fundamentale Nachrichten HeidelbergCement mit einem Plus von 1,86 Prozent. BMW und Continental verbesserten sich dahinter um 1,42 und 1,19 Prozent. Die rote Laterne hielt mit weitem Abstand die im nachrichtlichen Fokus stehende Linde-Aktie mit einem Kursrutsch um 7,46 Prozent. Das Papier des Gaseherstellers litt unter der Meldung, dass bei der geplanten Fusion mit dem Konkurrenten Praxair neue Auflagen von der US-Kartellrechtsbehörde FTC drohen. Aufgrund der selbstauferlegten Frist wird hierdurch das Gelingen des Fusionsvorhabens deutlich unwahrscheinlicher. ThyssenKrupp und adidas verloren als zweit- und drittschwächste Werte im Leitindex 0,91 und 0,73 Prozent.
An der Wall Street notierte der Dow zur Schlussglocke 0,15 Prozent fester bei 25.502 Punkten. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 0,58 Prozent aufwärts auf 7.439 Zähler. 57 Prozent der Werte an der NYSE verzeichneten grüne Vorzeichen. Das Aufwärtsvolumen lag bei 55 Prozent. 101 neuen 52-Wochen-Hochs standen 36 neue Tiefs gegenüber. Alle Sektoren bis auf Immobilien und Rohstoffe konnten zulegen. Die größten Zugewinne sahen Communication Services und Consumer Discretionary.
Am Devisenmarkt wertete der US-Dollar gegenüber allen anderen Hauptwährungen auf. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des New Yorker Handels 0,25 Prozent fester bei 95,40 Punkten. EUR/USD gab um 0,12 Prozent auf 1,1552 USD nach. Das britische Pfund fiel durch Kursschwäche auf. Die Inselwährung litt unter dem immer wahrscheinlicher werdenden harten „Brexit“. Am Wochenende hatte der britische Handelsminister die Wahrscheinlichkeit für ein Ausscheiden seines Landes aus der EU ohne ein Abkommen auf 60 Prozent taxiert. GBP/USD sackte in Reaktion hierauf bis auf ein 11-Monats-Tief ab. Die türkische Lira setzte aufgrund der politischen Spannungen zwischen den USA und der Türkei ihren Kurssturz fort und verzeichnete neue Rekordtiefs gegenüber dem Greenback und der Gemeinschaftswährung.
Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise stieg um 0,51 Prozent auf 464,49 Punkte. Brent-Öl verteuerte sich um 0,60 Prozent auf 73,65 USD. US-Erdgas notierte 0,18 Prozent höher bei 2,86 USD. Comex-Kupfer verbilligte sich um 1,45 Prozent auf 2,72 USD. Auch die Edelmetalle standen unter Druck. Gold büßte 0,58 Prozent auf 1.207 USD (1.045 EUR) ein. Silber, Platin und Palladium verloren zwischen 0,86 und 1,51 Prozent.
Am Rentenmarkt notierte die Umlaufrendite einen Basispunkt tiefer bei 0,22 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen gab um zwei Basispunkte auf 0,39 Prozent nach. Der Euro-Bund-Future stieg den dritten Tag in Folge um diesmal 0,12 Prozent auf 162,25 Punkte. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes notierte einen Basispunkt tiefer bei 2,94 Punkten.
Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh ganz überwiegend freundlich. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 0,49 Prozent auf 165,81 Punkte. Besonders deutliche Aufschläge zeigte der Shanghai Composite. Gegen den Trend notierte der australische ASX 200 im Minus.
Heute stehen von der Makroseite die Daten zur deutschen Industrieproduktion und zu den Exporten im Juni im Zentrum des Interesses. Geschäftszahlen liefern unter anderem Commerzbank, Deutsche Post, Beiersdorf, Schaeffler, Uniper, Grammer, Unicredit, Medigene, SGL Carbon, Heidelberger Druckmaschinen, Elringklinger, Zalando, Wacker Neuson, secunet Security Networks, Deutsche Beteiligungs AG, Pirelli und Walt Disney (nach US-Börsenschluss).
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