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07.08.18, 13:37

Anhaltender Gegenwind für Gold, Ölmarkt reagiert verhalten auf erste Iran-Sanktionen

Energie: Heute sind die ersten US-Sanktionen gegen den Iran in Kraft getreten. Diese betreffen u.a. den Kauf von US-Dollar und den Handel mit Gold und Metallen. Indirekt könnten sie damit auch den Ölhandel beeinträchtigen. Einige Unternehmen haben außerdem bereits angekündigt, ab August kein Öl mehr aus dem Iran zu kaufen. Die iranischen Ölexporte dürften also schon jetzt schrittweise zurückgehen. Die Sanktionen gegen den Ölsektor werden Anfang November wieder wirksam. Die USA haben ihr Bestreben bekräftigt, soviele Länder wie möglich vom Kauf iranischen Öls abzuhalten. Wie stark der Rückgang der iranischen Öllieferungen letztlich sein wird, lässt sich im Moment noch nicht sagen. Die Einschnitte bei den letzten Sanktionen bis Anfang 2016 von ca. 1 Mio. Barrel pro Tag dürften eine Untergrenze darstellen, da die USA damals keinen vollständigen Einfuhrstopp verlangt hatten und vielen Abnehmern Ausnahmen erteilten. Einzig China und die Türkei dürften sich dem Ansinnen der USA vermutlich verweigern. China könnte sogar mehr Rohöl aus dem Iran importieren und damit die wegen des Handelsstreits wegfallenden Rohöleinfuhren aus den USA ausgleichen. Dennoch dürfte unter dem Strich ein deutlicheres Minus bei den Öllieferungen aus dem Iran stehen. Die Ölpreise reflektieren dies noch nicht und notieren in etwa auf dem Niveau, bevor Trump das Atomabkommen im Mai aufkündigte. Denn Saudi-Arabien und Russland haben ihre Produktion im Juni und Juli deutlich ausgeweitet und somit zu einer temporären Überversorgung beigetragen. Dass derzeit keine Knappheit besteht, zeigt auch die Brent-Terminkurve, die sich seit Mitte Juli in Contango befindet.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9J1Y Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 8
CE9J22 Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8
CE7XGS Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -8
CV55QJ Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: Ein etwas schwächerer US-Dollar verhindert heute Morgen, dass Gold seine Gewinne von Ende letzter Woche weiter abgibt und sich wieder der Marke von 1.200 USD je Feinunze nähert. Viel Platz bis dorthin ist aber nicht. Wir halten einen Test dieser psychologisch wichtigen Marke nach wie vor für wahrscheinlich. Denn der Gegenwind für den Goldpreis lässt noch nicht wirklich nach. Gestern gab es bei den von Bloomberg erfassten Gold-ETFs mit über 7 Tonnen einen weiteren spürbaren Abfluss. Seit Monatsbeginn wurden die Bestände damit schon um fast 16 Tonnen abgebaut. Zunächst wenig Auswirkungen auf den Goldpreis hat die Wiedereinführung der US-Sanktionen gegen den Iran (siehe Energie oben). Durch die Sanktionen soll der Iran auch vom Goldhandel abgeschnitten werden. Gemäß Daten des World Gold Council hat der Iran im ersten Halbjahr 2018 knapp 42 Tonnen Gold nachgefragt. Im letzten Jahr waren es demnach 64,5 Tonnen.
Nach monatelangen Abflüssen gibt es im August bei den von Bloomberg erfassten Palladium-ETFs wieder ein paar Zuflüsse. Diese sind mit knapp 26 Tsd. Unzen bislang zwar noch ein Tropfen auf den heißen Stein, wenn man die Abflüsse von 356 Tsd. Unzen seit Jahresbeginn gegenüberstellt, und es muss sich noch herausstellen, ob diese nachhaltig sind. Aber sie zeigen doch, dass zumindest ansatzweise bei Preisen um die 900 USD je Feinunze Kaufinteresse im Markt ist.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2X Faktor Long Gold-Future Faktor: 6
CD5B34 Faktor Short Gold-Future Faktor: -6

Industriemetalle: Kupfer zeigt sich heute Morgen leicht erholt, nachdem Sorgen über den eskalierenden Handelsstreit gestern zu einem Preisrückgang führten. In der weltweit größten Kupfermine, „Escondida“ in Chile, starten heute von der Regierung geleitete Schlichtungsgespräche im Tarifstreit zwischen dem Minenbetreiber und der Gewerkschaft. Diese dauern fünf Tage und können um weitere fünf Tage verlängert werden, sofern beide Seiten dem zustimmen. Dies ist die letzte Möglichkeit, einen Streik doch noch abzuwenden. Laut Angaben der staatlichen chilenischen Kupferkommission, Cochilco, ist die Kupferproduktion in der „Escondida“-Mine im Juni im Vergleich zum Vormonat um 11% auf knapp 102 Tsd. Tonnen gefallen. Die Kommission nennt keine Gründe für den Rückgang. Daten des Nationalen Statistikinstituts zufolge ist die Kupferproduktion in Chile insgesamt im Juni im Vergleich zum Mai um 3,9% auf 479 Tsd. Tonnen zurückgegangen. Dies war aber 6% mehr als im Vorjahr. Sie ist damit zwölf Monate in Folge gestiegen, wenn man den Vorjahresvergleich heranzieht. Im ersten Halbjahr hat Chile 12% mehr Kupfer produziert (2,86 Mio. Tonnen), wobei die Vergleichsbasis durch den letztjährigen Streik in der „Escondida“-Mine nach unten verzerrt ist. Mit einem Anteil von gut 27% war Chile gemäß Daten des World Bureau of Metal Statistics im letzten Jahr der mit Abstand größte Kupferminenproduzent. Produktionsausfälle dort können entsprechend große Auswirkungen auf den Weltmarkt haben.

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