Der deutsche Aktienmarkt konnte zum Wochenschluss nach einem impulsarmen und volumenschwachen Geschäft einen Teil der Vortagesverluste wettmachen. Der DAX rückte um 0,55 Prozent auf 12.616 Punkte vor. Auf Wochensicht reduzierte sich das Minus damit auf 1,90 Prozent. MDAX und TecDAX stiegen am Berichtstag um 0,53 und 1,37 Prozent. Unter den 110 in den drei Indizes enthaltenen Werten gab es 81 Gewinner (75%) und 27 Verlierer (25%). Das Aufwärtsvolumen betrug 75 Prozent. Im DAX wechselten 81,8 Millionen Aktien (Vortag: 106,5) im Wert von 3,30 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,76) den Besitzer. Bei der Sektorenperformance hatten Konsumwerte (+1,77%) die Nase vorne vor Telekommunikationswerten (+1,62%) und Werten aus dem Pharma & Healthcare-Sektor (+1,20%). Am stärksten verloren Industrietitel (-0,37%), Transportwerte (-0,30%) und Bauwerte (-0,23%). Ohne Nachrichten belegte die adidas-Aktie mit einem Aufschlag von 2,51 Prozent die DAX-Spitze. Vonovia und Henkel folgten mit Zugewinnen von 2,07 und 2,00 Prozent. Nach dem Quartalsbericht notierte Allianz 0,95 Prozent fester. Das Schlusslicht im Leitindex bildete die Aktie von ThyssenKrupp mit einem Minus von 2,45 Prozent. Hier wirkte die jüngste Gewinnwarnung nach. Siemens büßte 1,80 Prozent ein. Lufthansa gab um 1,10 Prozent nach. Im TecDAX zog S&T mit einem Kurssprung um 7,51 Prozent die Aufmerksamkeit auf sich. Das Unternehmen hatte seinen Gewinn im ersten Halbjahr beinahe verdoppeln können.
An der Wall Street gingen von den US-Arbeitsmarktdaten kaum Impulse aus. Mit 157.000 neugeschaffenen Stellen im Juli wurde die Konsensschätzung (190.000) zwar verfehlt. Doch wurde die Zahl für die beiden Vormonate um zusammen 59.000 nach oben revidiert. Die separat erhobene Arbeitslosenquote gab von 4,0 auf 3,9 Prozent nach. Die Stundenlöhne stiegen um 0,26 Prozent und damit etwas stärker als von Experten im Schnitt erwartet. Der Dow Jones Industrial schloss 0,53 Prozent höher bei 25.463 Punkten. Der von Technologiewerten geprägte Nasdaq 100 verbesserte sich um 0,31 Prozent auf 7.395 Zähler. 57 Prozent der Werte an der NYSE konnten zulegen. Das Aufwärtsvolumen betrug 64 Prozent. 113 neuen 52-Wochen-Hochs standen 31 neue Tiefs gegenüber. Stärkste Sektoren waren Immobilien und Hersteller nicht-zyklischer Konsumgüter (Consumer Staples). Lediglich der Energiesektor verbuchte Abgaben.
Am Devisenmarkt endete der Dollar-Index nach dem US-Arbeitsmarktbericht unverändert bei 95,16 Punkten. Der Euro verzeichnete gegenüber allen anderen Hauptwährungen Kursabschläge. EUR/USD fiel um 0,16 Prozent auf 1,1566 USD. Mit Blick auf die anderen Majors fiel der Austral-Dollar durch Stärke auf, während das Pfund Sterling Schwäche zeigte. Der chinesische Yuan zeigte ausgehend von einem 15-Monats-Tief gegenüber dem US-Dollar eine kräftige Erholung, nachdem die PBoC das Shorten der Landeswährung verteuerte.
Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise schloss nahezu unverändert bei 462,14 Punkten. Brent-Öl notierte 0,03 Prozent tiefer bei 73,43 USD. Die US-Sorte WTI verbilligte sich um 0,68 Prozent auf 68,49 USD. Laut Baker Hughes ging die Zahl aktiver US-Ölbohrungen auf Wochensicht um zwei auf 859 zurück. Der Preis für US-Erdgas stieg um 1,31 Prozent auf ein 3-Wochen-Hoch bei 2,85 USD. Comex-Kupfer legte um 0,95 Prozent auf 2,76 USD zu. Gold kletterte nach zwischenzeitlicher Markierung eines 13-Monats-Tiefs bei 1.205 USD am Ende um 0,30 Prozent auf 1.214 USD (1.049 EUR). Silber und Platin verteuerten sich um 0,50 respektive 1,05 Prozent. Palladium verlor gegen den Trend 0,83 Prozent.
Am Rentenmarkt zogen die Kurse der Staatsanleihen deutlich an, was die Renditen entsprechend unter Druck brachte. Händler verwiesen zur Begründung auf die vom italienischen Anleihemarkt ausgehende Unsicherheit, die von der Vorbereitung des Haushalts durch die italienische Regierung herrührt. Die Umlaufrendite gab um fünf Basispunkte auf 0,23 Prozent nach. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen fiel um ebenfalls fünf Basispunkte auf 0,41 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,40 Prozent fester bei 162,05 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes endete drei Basispunkte tiefer bei 2,95 Prozent.
Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh trotz des wieder in den nachrichtlichen Vordergrund gerückten Handelskonflikts überwiegend von der freundlichen Seite. Der MSCI Asia Pacific Index stieg nach zwischenzeitlich größeren Aufschlägen zuletzt um 0,08 Prozent auf 165,38 Punkte.
Heute stehen von der Makroseite der Auftragseingang in der deutschen Industrie sowie der sentix-Konjunkturindex im Fokus. Unternehmensseitig richtet sich der Blick auf Geschäftszahlen von HSBC, Kuka, Hypoport, Stabilus, Xing, QSC, Alstria Office Reit-AG und Patrizia Immobilien.
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