Der deutsche Aktienmarkt setzte seinen Kursaufschwung zum Wochenausklang fort. Der DAX kletterte den zweiten Tag in Folge um diesmal 0,39 Prozent auf ein 5-Wochen-Hoch bei 12.860 Punkten. Auf Wochensicht gewann er 2,38 Prozent hinzu. MDAX und TecDAX rückten am Berichtstag um 0,12 beziehungsweise 0,69 Prozent vor. Unter den 110 in den drei Indizes enthaltenen Werten gab es 70 Gewinner (65%) und 37 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen betrug 80 Prozent. Das Volumen im DAX lag bei 98,6 Millionen Aktien (Vortag: 109,2) im Wert von 3,75 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,46). Bei der Sektorenperformance lagen Telekommunikationswerte (+1,98%) vor Medienwerten (+1,17%) und Versorgern (+1,12%). Größte Verlierer waren Chemie (-0,73%), Automobile (-0,32%) und Immobilien (-0,26%). Linde belegte nachrichtenlos den Spitzenplatz im DAX mit einem Aufschlag von 2,64 Prozent. Lufthansa gewann dahinter 2,09 Prozent hinzu. Deutsche Telekom rückte beflügelt von einem positiven Analystenkommentar seitens der Citigroup um 2,01 Prozent vor. Als Schlusslicht im Leitindex verlor BASF nach der Vorlage enttäuschender Quartalszahlen 2,69 Prozent. Deutsche Börse und BMW gaben um 1,74 respektive 0,57 Prozent nach. Im TecDAX haussierte Nemetschek um 9,94 Prozent. Nach den bereits am Vortag präsentierten starken Zahlen für das zweite Quartal lieferte eine positive Einschätzung von Hauck & Aufhäuser den Treibsatz für die bullishe Auflösung einer mehrtägigen Konsolidierung und den Sprung auf ein Allzeithoch. Im MDAX ging es für Axel Springer nach Zahlen um 2,66 Prozent nach oben. Kion büßte belastet von einem negativen Analystenkommentar 6,35 Prozent ein.
An der Wall Street vermochte auch der kräftigste Anstieg des US-Bruttoinlandsprodukts (BIP) seit vier Jahren keine Käufer anzulocken. Das Plus von 4,1 Prozent im zweiten Quartal lag unter der Konsensschätzung von 4,4 Prozent. Der Dow Jones Industrial verlor zur Schlussglocke 0,29 Prozent. Der marktbreite S&P 500 notierte 0,65 Prozent tiefer bei 2.819 Punkten. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 1,40 Prozent abwärts auf 7.297 Zähler. An der NYSE zeigten 66 Prozent der Werte Kursverluste. Das Abwärtsvolumen lag bei 60 Prozent. Es gab 70 neue 52-Wochen-Hochs und 39 neue Tiefs. Einzige Sektoren mit leichten Aufschlägen waren Finanzwerte, Consumer Staples und Industrie. Schwächste Sektoren waren Communication Services und Technologie. Hier belasteten enttäuschende Quartalszahlen von Twitter und Intel.
Am Devisenmarkt gab der US-Dollar nach den BIP-Daten zu den meisten anderen Hauptwährungen nach. Der Dollar-Index endete 0,09 Prozent tiefer bei 94,66 Punkten. EUR/USD kletterte um 0,09 Prozent auf 1,1652 USD. Gesucht war bei den anderen Majors der Austral-Dollar. Am schwächsten tendierte das Pfund Sterling.
Der S&P GSCI Rohstoffindex schloss 0,50 Prozent tiefer bei 464,65 Punkten. Brent-Öl gab um 0,34 Prozent auf 74,29 USD nach. Die US-Sorte WTI verbilligte sich um 1,32 Prozent auf 68,69 USD. Baker Hughes hatte am Abend einen Anstieg der Zahl aktiver Ölbohrungen in den USA um drei auf 861 gemeldet, was die Ölpreise belastete. Der Preis für US-Erdgas legte um 0,72 Prozent auf ein 2-Wochen-Hoch bei 2,78 USD zu. Comex-Kupfer endete 0,57 Prozent schwächer bei 2,80 USD. Gold handelte mit einem Abschlag von 0,22 Prozent auf 1.223 USD (1.050 EUR). Silber notierte praktisch unverändert bei 15,49 USD. Platin und Palladium gaben um 0,48 beziehungsweise 1,62 Prozent nach.
Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei 0,22 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete einen Basispunkt tiefer bei 0,40 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,09 Prozent fester bei 162,13 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes gab um zwei Basispunkte auf 2,96 Prozent nach. Das hinter den Erwartungen zurückgebliebene US-Wirtschaftswachstum hatte die Nachfrage nach US-Anleihen gestärkt und die Renditen entsprechend gedrückt.
Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh auf breiter Front schwächer. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um 0,47 Prozent auf 167,99 Punkte. Besonders unter Druck stand der Hang Seng Index (-0,76%). Er wurde vor allem vom Schwergewicht Tencent nach unten gezogen.
Heute stehen von der Makroseite die Daten zur Wirtschaftsstimmung in der Eurozone sowie die deutschen Verbraucherpreise im Fokus. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von Siemens Healthineers, Air Liquide, Gea Group, Dic Asset, bet-at-home und Caterpillar.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CA1WSB | Call | Nasdaq-100 Index(R) | Hebel: 9,6 |
| CA4PJT | Put | Nasdaq-100 Index(R) | Hebel: 9,7 |
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