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30.07.18, 14:00

Gold, Silber Öl: Märkte vor ereignisreicher Woche

Energie: Die Ölpreise starten unverändert in die neue Handelswoche. Brent notiert bei gut 74 USD je Barrel, WTI bei 69 USD. Die ersten spekulativen Finanzanleger wagen sich nach dem Ausverkauf vor drei Wochen wieder in den Markt zurück. Laut Positionierungsdaten vom Freitag sind die spekulativen Netto-Long-Positionen bei Brent in der Woche zum 24. Juli um 13,4 Tsd. Kontrakte gestiegen. Bei WTI kam es hingegen nochmals zu einem leichten Abbau um gut 7 Tsd. Kontrakte. Allerdings war der Abbau von Netto-Long-Positionen bei WTI in den Wochen zuvor auch deutlich geringer. Diese liegen noch immer deutlich über dem Niveau von Anfang Juni, während sie bei Brent weiter erheblich darunter liegen. Da die Ölpreise seit dem Stichtag gestiegen sind, dürften weitere Netto-Long-Positionen aufgebaut worden sein.
Russlands Energieminister Nowak hat Berichten widersprochen, dass der Anstieg der Ölproduktion im Juni und Juli auch durch einen Rückgriff auf Lagerbestände erfolgt ist. Industriequellen zufolge würde Russland in den Pipelines der Betreibergesellschaft Transneft über freie Kapazitäten und zudem auf den Ölfeldern über Öltanks verfügen. Russland hat seine Ölproduktion im Juni und in der ersten Julihälfte deutlich gesteigert. Mitte Juli lag sie bei 11,215 Mio. Barrel pro Tag und damit 245 Tsd. Barrel pro Tag über dem Niveau von Mai. Dieser Anstieg sei Nowak zufolge allein durch eine Steigerung der Produktion erfolgt. Das bedeutet aber auch, dass Russland nahe am Förderlimit produziert und freie Förderkapazitäten kaum noch vorhanden sind.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9J1Y Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 8
CE9J22 Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8
CE7XGS Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -8
CV55QJ Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: Die US-Wirtschaft ist im zweiten Quartal um 4,1% gewachsen. Hierzu haben aber auch Sondereffekte beigetragen, zudem gehen unsere Volkswirte nicht davon aus, dass sich diese Wachstumsrate in den nächsten Quartalen fortschreiben lässt. Dennoch spricht die steigende Kapazitätsauslastung für weitere graduelle Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed. Dessen ungeachtet stieg der Goldpreis am Freitagnachmittag zwischenzeitlich um 10 USD. Zum Preisanstieg hat wohl der Abverkauf von Technologieaktien in den USA beigetragen. Die Gewinne wurden aber nicht gehalten und Gold fällt zum Wochenauftakt bereits wieder unter 1.220 USD je Feinunze zurück. Die Marktteilnehmer dürften ihren Fokus diese Woche auf die Fed-Sitzung legen, auch wenn wir diesmal keine Zinserhöhung erwarten. Den nächsten Zinsschritt dürfte es bei der darauffolgenden Sitzung im September geben. Von Interesse könnten auch die Zentralbanksitzungen der Bank von Japan (morgen) und der Bank von England (Donnerstag) sein. Darüber hinaus wird der US-Arbeitsmarktbericht am Freitag von Relevanz für den Goldpreis sein. Die spekulativen Finanzinvestoren sind den Edelmetallen gegenüber unterdessen immer pessimistischer eingestellt. Laut CFTC-Statistik haben sie in der Woche zum 24. Juli ihre Netto-Short-Positionen bei Gold auf ein neues Rekordhoch von 36,4 Tsd. Kontrakten ausgeweitet. Auch bei Silber sind die Netto-Short-Positionen gestiegen. Die spekulativen Finanzinvestoren tragen damit weiter stark zum Preisrückgang der Edelmetalle bei.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2X Faktor Long Gold-Future Faktor: 6
CD5B34 Faktor Short Gold-Future Faktor: -6

Industriemetalle: Die Metalle starten schwach in die neue Handelswoche. Sie werden unter anderem von fallenden asiatischen Aktienmärkten belastet. Daneben sind die spekulativen Finanzinvestoren weiter sehr pessimistisch eingestellt. Laut CFTC-Statistik wurden an der Comex in New York in der Woche zum 24. Juli die Netto-Short-Positionen bei Kupfer nochmals auf jetzt 27,1 Tsd. Kontrakte ausgeweitet. Eine Rolle beim Preisrückgang zum Wochenauftakt dürften auch die morgen und übermorgen zur Veröffentlichung anstehenden Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe in China und den USA spielen. Die Marktteilnehmer erwarten, dass diese im Juli in beiden Ländern gefallen sind – wohl auch wegen des Handelsstreits –, wobei das Niveau des ISM-Index in den USA noch relativ hoch ist. Die Verliererliste der Metalle wird von Zink angeführt, das auf gut 2.500 USD je Tonne fällt, gefolgt von Kupfer, das knapp 6.200 USD je Tonne kostet. Dem globalen Kupfermarkt droht jetzt aber offenbar doch neues Ungemach, denn die Gewerkschaft der „Escondida“-Mine in Chile hat das letzte Tarifangebot des Minenbetreibers abgelehnt und zum Streik aufgerufen. Darüber stimmen die Arbeiter nun bis Mittwoch ab. Sollten die Arbeiter für einen Streik stimmen, gäbe es zunächst Schlichtungsgespräche, die von der Regierung geleitet würden. Zum Streik könnte es dann ab Mitte August kommen. Im letzten Jahr wurde in der Mine 44 Tage lang gestreikt, was zu großen Verwerfungen am Kupfermarkt führte.

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