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27.07.18, 11:49

Tofu in der Kommissions-Kantine

GBP: Die Freude darüber, dass die Brexit-Verhandlungen auf britischer Seite nun nicht mehr von einem Brexit-Extremisten geleitet werden, ist berechtigt. Doch die jüngsten Kommentare von EU-Unterhändler Michel Barnier sorgten schnell dafür, dass am Devisenmarkt übertriebene Euphorie gedämpft wurde. Er wies auf all die Phantasiegebäude im britischen Brexit-Paper hin, wie die selbst konzeptionell nicht existenten technischen Lösungen zur Zollabfertigung, von denen im britischen Weißbuch geträumt wird.

Barnier dürfte in Großbritannien mehr und mehr als harter Hund erscheinen, der jeden Kompromissvorschlag der Briten schlechtredet. Darin sehe ich die größte Gefahr für die Endphase der Brexit-Verhandlungen – und damit für das Pfund. Die scheinbar harte europäische Haltung mag von britischer Seite als Verhandlungsstrategie Brüssels interpretiert werden. So nach dem Motto: „Fünf vor zwölf wird Barnier schon nachgeben.“ Doch dürfte diese Interpretation weitgehend falsch sein. Europas „rote Linien“ sind Ausdruck grundlegender Prinzipien der Union. Die kann Europa nicht für ein Handelsabkommen mit einem – zugegebenermaßen wichtigen – Partnerland aufgeben.

Allzu sehr dürfte das Pfund freilich nicht leiden. Eine Zinserhöhung der Bank of England nächste Woche ist mittlerweile die Konsensmeinung im Markt. Und damit wird der grundlegende Unterschied zwischen BoE-Zinspolitik und EZB-Zinspolitik verstärkt und deutlicher. Dass all die jetzigen BoE-Zinsschritte bedingt auf ein günstiges Ergebnis des Brexit-Prozesses sind, hat der Markt ja schon immer ignoriert. Ich erwarte nicht, dass er jetzt schlauer wird.

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