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26.07.18, 10:03

Facebook stürzt nachbörslich ab

Der deutsche Aktienmarkt legte zur Wochenmitte nach den kräftigen Vortagesgewinnen den Rückwärtsgang ein. Belastend wirkten schlechte Nachrichten aus der Autoindustrie sowie die Zurückhaltung im Vorfeld des Spitzentreffens zwischen dem EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker und dem US-Präsidenten Donald Trump. Ein etwas schwächer als erwartet gefallener ifo-Geschäftsklimaindex lockte keine Käufer an. Der DAX schloss 0,86 Prozent tiefer bei 12.579 Punkten. Für den MDAX der mittelgroßen Werte ging es um 0,17 Prozent abwärts auf 26.687 Punkte. Der TecDAX konnte hingegen angetrieben von einem Kurssprung bei der Aktie von Telefonica Deutschland um 0,35 Prozent auf 2.916 Zähler ansteigen. Unter den 110 größten Werten (HDAX) gab es 39 Gewinner (36%) und 68 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 68 Prozent. Das Volumen im DAX betrug 83,3 Millionen Aktien (Vortag: 92,9) im Wert von 3,40 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,28). Stärkste Sektoren waren Telekommunikation (+0,74%), Einzelhandel (+0,74%) und Immobilien (+0,52%). Am deutlichsten verloren Technologie (-2,82%), Automobile (-2,07%) und Versicherungen (-1,34%). Linde belegte mit einem Plus von 1,20 Prozent nach dem Geschäftsausweis die DAX-Spitze. Vonovia und Deutsche Post gewannen nachrichtenlos 0,94 und 0,59 Prozent hinzu. Infineon bildete mit einem Abschlag von 3,47 Prozent das Schlusslicht im Leitindex. Der Titel litt unter einer schlechten Branchenstimmung. Volkswagen, Daimler und BMW wiesen Verluste zwischen 2,04 und 2,72 Prozent auf. Hier belasteten gesenkte Prognosen von Fiat Chrysler und General Motors sowie Presseberichte, wonach die USA Strafzölle in Höhe von 25 Prozent auf europäische Autohersteller vorbereite.

An der Wall Street verbesserte sich der Dow Jones Industrial um 0,68 Prozent auf 25.414 Punkte. Der technologielastige Nasdaq 100 legte 1,38 Prozent auf 7.509 Zähler zu. 60 Prozent der Werte an der NYSE endeten im grünen Bereich. Das Aufwärtsvolumen betrug 62 Prozent. Es gab 91 neue 52-Wochen-Hochs und 57 neue Tiefs. Alle Sektorenindizes konnten hinzugewinnen. Am kräftigsten stiegen Industrie und Healthcare.

Am Devisenmarkt gab der US-Dollar gegenüber allen anderen Hauptwährungen nach. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des New Yorker Handels 0,40 Prozent tiefer bei 94,22 Punkten. EUR/USD stieg um 0,34 Prozent auf 1,1724 USD. Mit Blick auf die anderen Majors ragten die Rohstoffwährungen Kanada-Dollar und Austral-Dollar mit Kursgewinnen hervor. Deutliche Schwäche zeigten auf der anderen Seite die klassischen sicheren Häfen Yen und Franken.

Der S&P GSCI Rohstoffindex stieg um 1,02 Prozent auf 465,30 Punkte. Brent-Öl verteuerte sich um 0,80 Prozent auf 74,03 USD. Die US-Sorte WTI legte 1,20 Prozent zu auf 69,34 USD. Die US-Energiebehörde EIA hatte von einem Rückgang der US-Rohölbestände um 6,1 Millionen Barrel auf 404,9 Millionen Barrel berichtet. Dies ist der niedrigste Stand seit Februar 2015. Experten hatten im Schnitt mit einem Minus von lediglich 2,3 Millionen Barrel gerechnet. Der Preis für US-Erdgas sprang um 1,32 Prozent auf 2,76 USD. Comex-Kupfer gewann 1,30 Prozent hinzu auf 2,85 USD. Gold handelte 0,56 Prozent fester bei 1.232 USD (1.050 EUR). Silber, Platin und Palladium stiegen zwischen 0,71 und 2,53 Prozent.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite um drei Basispunkte auf 0,19 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen verharrte nach einem richtungslosen Handel bei 0,40 Prozent. Der Euro-Bund-Future notierte zum Schluss 0,15 Prozent tiefer bei 162,02 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes gab um einen Basispunkt auf 2,94 Prozent nach.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh uneinheitlich. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 0,32 Prozent auf 168,40 Punkte. Auffällig fest tendierte der koreanische Kospi. Deutliche Schwäche zeigten der Shanghai Composite und der Hang Seng Index.

Heute richtet sich der Fokus auf das Ergebnis der EZB-Sitzung und vor allem die anschließende Pressekonferenz. Die Marktteilnehmer erhoffen sich Klarheit von EZB-Präsident Mario Draghi, wann in der zweiten Jahreshälfte 2019 mit einer ersten Leitzinsanhebung zu rechnen ist. Von der Makroseite ist vor allem der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter in den USA relevant. Unternehmensseitig haben die Anleger eine Flut an Quartalszahlen zu verdauen. Unter anderem berichten Covestro, Airbus, Nestle, Daimler, Aixtron, Total, Royal Dutch Shell und McDonald’s über den Geschäftsverlauf. Nach US-Börsenschluss stehen die Zahlenwerke von Amazon.com und Intel im Zentrum des Interesses. Bereits gestern nach US-Börsenschluss enttäuschte Facebook mit seinem Quartalsausweis massiv beim Umsatz und den Nutzerzahlen. Die Aktie stürzte im nachbörslichen Handel um zuletzt rund 20,2 Prozent auf 173,50 USD ab. Der Nasdaq-Future notierte rund 0,9 Prozent tiefer. Der deutsche Aktienmarkt dürfte hingegen nach einer unerwarteten deutlichen Annäherung im Handelsstreit zwischen den USA und der EU freundlich in den Tag starten. Vor allem Autowerte dürften profitieren.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CV7UF8 Long Facebook Inc Faktor: 5
CE7YYZ Short Facebook Inc Faktor: -5
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