Am deutschen Aktienmarkt zeigten sich die Anleger am Dienstag in Kauflaune. Angetrieben wurden die Kurse von positiven asiatischen Vorgaben, nachdem China Pläne für neue Infrastrukturprogramme vorgelegt hatte. Daneben stützten auch starke Geschäftszahlen von Peugeot (+14,88%), die auf die anderen europäischen Branchenaktien ausstrahlten. Schließlich fiel auch der Markit-Einkaufsmanagerindex für Deutschland besser als von Analysten erwartet aus. Er stieg im Juli dank der gut laufenden Industrie von zuvor 54,8 auf 55,2 Punkte, den höchsten Stand seit Februar. In dieser Gemengelage schloss der DAX 1,12 Prozent höher bei 12.689 Punkten. MDAX und TecDAX zogen um 0,78 respektive 0,67 Prozent an. Unter den 110 größten Werten gab es 86 Gewinner (79%) und 23 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen betrug 74 Prozent. Im DAX lag das Volumen bei 92,9 Millionen Aktien (Vortag: 67,2) im Wert von 3,54 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,23). Stärkste Sektoren waren Rohstoffe (+2,53%), Automobile (+2,29%) und Bau (+2,24%). Einzige Verlierer waren die zuletzt gut gelaufenen defensiven Sektoren Versorger (-1,07%) und Telekommunikation (-0,58%). An der DAX-Spitze gewann die Aktie der Commerzbank 3,44 Prozent hinzu. Volkswagen und HeidelbergCement rückten um 2,81 und 2,65 Prozent vor. E.ON und RWE bildeten die Schlusslichter mit Abschlägen von 1,37 beziehungsweise 1,12 Prozent. Deutsche Telekom verlor 0,65 Prozent.
An der Wall Street konnten die Indizes – bei allerdings auffällig schwacher Marktbreite – ebenfalls zulegen. Der Dow Jones Industrial notierte zur Schlussglocke 0,78 Prozent fester bei 25.242 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 stieg um 0,46 Prozent auf 7.406 Zähler. 52 Prozent der Werte an der NYSE endeten im Minus und lediglich 44 Prozent im Plus. Das Aufwärtsvolumen lag bei 54 Prozent. 96 neuen 52-Wochen-Hochs standen 40 neue Tiefs gegenüber. Stärkste Sektoren waren Rohstoffe und Energie. Einzige Verlierersektoren waren Consumer Discretionary und Immobilien.
Am Devisenmarkt notierte der Dollar-Index nach einem lustlosen Geschäft zum Ende des New Yorker Handels 0,05 Prozent tiefer bei 94,61 Punkten. Der Euro verzeichnete gegenüber fast allen anderen Hauptwährungen Abschläge. EUR/USD fiel um 0,08 Prozent auf 1,1682 USD. Mit Blick auf die anderen Majors waren der Austral-Dollar sowie das Pfund Sterling gesucht, während der Franken der größte Verlierer war. Abseits der Hauptwährungen richtete sich der Fokus der Devisenhändler auf die türkische Lira. Sie brach gegenüber dem Dollar und dem Euro um über 3 Prozent ein. Die türkische Zentralbank hatte überraschend trotz einer galoppierenden Inflation den Leitzins (aktuell: 17,75%) nicht angehoben.
Der S&P GSCI Rohstoffindex notierte 0,54 Prozent höher bei 460,36 Punkten. Brent-Öl stieg um 0,36 Prozent auf 73,32 USD. US-Erdgas gewann 1,00 Prozent hinzu auf 2,72 USD. Comex-Kupfer sprang beflügelt von der Aussicht auf eine stärkere Nachfrage nach dem Industriemetall seitens des Hauptverbrauchers China um 2,04 Prozent auf 2,80 USD. Gold handelte 0,12 Prozent schwächer bei 1.224 USD (1.048 EUR). Silber, Platin und Palladium kletterten zwischen 0,42 und 0,68 Prozent.
Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite um zwei Basispunkte auf 0,22 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete nach zwischenzeitlicher Markierung eines Monatshochs (0,42) einen Basispunkt tiefer bei 0,40 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,18 Prozent höher bei 162,27 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes gab um einen Basispunkt auf 2,95 Prozent nach.
Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh uneinheitlich. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 0,21 Prozent auf 167,26 Punkte. Besonders freundlich präsentierte sich der Hang Seng Index (+0,75%).
Heute stehen von der Makroseite der ifo-Geschäftsklimaindex sowie die Neubauverkäufe in den USA im Fokus. Am Abend könnten sich Impulse vom Treffen zwischen EU-Kommissionspräsident Juncker und US-Präsident Trump ergeben. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von Deutsche Bank, Linde, Deutsche Börse, Telecom Italia, Siltronic, DWS Group, Banco Santander, STMicroelectronics, Telefonica Deutschland Holding, Vodafone Group, Iberdrola, Fiat Chrysler, Coca-Cola, General Motors, UPS, Glaxosmithkline und Boeing. Nach US-Börsenschluss folgen Qualcomm, Facebook, Mondelez, Visa, AMD und Ford Motor. Bereits gestern nach US-Börsenschluss gab es Zahlen von AT&T (nachbörslich -1,2%) und Texas Instruments (nachbörslich -0,6%). Die Aktie der Baader Bank dürfte heute deutlich unter Druck geraten. Die Investmentbank hatte gestern Abend enttäuschende Halbjahreszahlen vorgelegt.
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