Am deutschen Aktienmarkt überwogen zum Wochenausklang den zweiten Tag in Folge die negativen Vorzeichen. Belastend wirkte der nach Aussagen des US-Präsidenten Donald Trump wieder ins Scheinwerferlicht gerückte Handelskonflikt. Trump drohte in einem Interview erneut an, alle Waren aus China mit Strafzöllen zu belegen. Daneben sorgte auch ein steigender Euro für gedämpfte Stimmung bei exportorientierten Werten. Der DAX schloss 0,98 Prozent tiefer bei 12.561 Punkten. Auf Wochensicht schmolz das Plus damit auf 0,17 Prozent zusammen. Der MDAX der mittelgroßen Werte verlor am Berichtstag 0,59 Prozent auf 26.573 Punkte. Gegen den Trend stemmen konnte sich der Technologieindex TecDAX mit einem Zugewinn von 0,33 Prozent auf 2.879 Zähler. Im HDAX der 110 größten Werte gab es 32 Gewinner (29%) und 77 Verlierer. Das Abwärtsvolumen dominierte mit 78 Prozent. Im DAX wurden 109,8 Millionen Aktien (Vortag: 77,8) im Wert von 4,79 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,17) umgesetzt. Einzige Sektoren im Plus waren Rohstoffe (+0,35%) und Versorger (+0,01%). Am deutlichsten verloren Automobile (-2,13%), Versicherungen (-1,37%) und Industrie (-1,15%). RWE belegte mit einem Aufschlag von 1,32 Prozent dank einer positiven Analystenaussage die DAX-Spitze. Beiersdorf und Commerzbank verbesserten sich dahinter um 0,67 und 0,44 Prozent. Die rote DAX-Laterne hielt ThyssenKrupp mit einem Minus von 3,06 Prozent. Daimler und Volkswagen verloren 2,35 respektive 2,25 Prozent.
An der Wall Street endete der Dow Jones Index nach einem impulslosen Handel 0,02 Prozent tiefer bei 25.058 Punkten. Der Nasdaq 100 notierte ebenfalls 0,02 Prozent tiefer bei 7.350 Zählern. 51 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im negativen Terrain. Das Abwärtsvolumen betrug 55 Prozent. Es gab 90 neue 52-Wochen-Hochs und 32 neue Tiefs. Stärkste Sektoren waren Consumer Staples und Finanzwerte. Die größten Abschläge waren bei Immobilienwerten und Versorgern zu beobachten.
Am Devisenmarkt stand der US-Dollar deutlich unter Druck. Auslöser war US-Präsident Donald Trump mit Vorwürfen der Währungsmanipulation in Richtung China und Eurozone. Zudem äußerte sich Trump kritisch hinsichtlich der Fed angesichts des geldpolitischen Straffungskurses. Der Dollar-Index sackte um 0,71 Prozent auf 94,47 Punkte ab. EUR/USD stieg um 0,67 Prozent auf 1,1719 USD.
Der S&P GSCI Rohstoffindex stieg gestützt vom schwachen Dollar um 0,53 Prozent auf 457,58 Punkte. Brent-Öl verteuerte sich um 0,68 Prozent auf 73,07 USD. Die Zahl aktiver US-Ölbohrungen gab auf Wochensicht laut Baker Hughes um fünf nach. Dies war der stärkste Rückgang seit März. Der Preis für US-Erdgas fiel um 0,29 Prozent auf 2,73 USD. Comex-Kupfer sprang um 2,24 Prozent auf 2,76 USD. Gold handelte 0,58 Prozent fester bei 1.231 USD (1.051 EUR). Silber, Platin und Palladium zogen zwischen 0,95 und 2,88 Prozent an.
Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf 0,16 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen kletterte um vier Basispunkte auf ein 4-Wochen-Hoch bei 0,37 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,42 Prozent tiefer bei 162,46 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes stieg um fünf Basispunkte auf ein 3-Wochen-Hoch bei 2,89 Prozent.
Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh überwiegend schwächer. Der MSCI Asia Pacific Index notierte zuletzt 0,13 Prozent fester bei 166,12 Punkten. Besonders unter Druck stand der japanische Nikkei 225 aufgrund eines festen Yen. Gegen den Trend freundlich tendierten der Shanghai Composite und der Hang Seng Index.
Heute stehen von der Makroseite die Daten zum Verkauf bestehender Häuser in den USA sowie das Verbrauchervertrauen in der Eurozone im Fokus. Unternehmensseitig gibt es Quartalszahlen unter anderem von Philips Electronics, Ryanair, Michelin und AMS. Nach US-Börsenschluss richtet sich der Blick auf das Zahlenwerk der Google-Mutter Alphabet.
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