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23.07.18, 14:00

Spekulative Finanzinvestoren bei Gold extrem pessimistisch – das sollten Sie wissen!

Energie: Brent handelt zum Wochenauftakt wenig verändert bei 73 USD je Barrel, WTI nach dem Kontraktwechsel bei 68 USD. Die Ölpreise reagieren damit erstaunlich gelassen auf die verbale Eskalation zwischen dem iranischen Präsidenten Ruhani und US-Präsident Trump am Wochenende. Ruhani hatte die USA „vor der Mutter aller Kriege“ gewarnt, gleichzeitig aber auch die Bereitschaft des Iran zu einem Friedensabkommen mit den USA signalisiert. Trump antwortete daraufhin wie üblich via Twitter mit martialischen Worten: „Drohen Sie den USA niemals wieder oder Sie werden Konsequenzen erleiden, wie nur wenige im Laufe der Geschichte…“ Auch die Warnung des geistlichen Führers des Iran, Ajatollah Khamenei, die Ölexporte aus der Golfregion zu blockieren, verhallten ungehört. Denn es gibt derzeit neutralisierend wirkende Faktoren. Zu nennen sind die Sorge vor einer Eskalation des globalen Handelskonflikts mit möglichen negativen Auswirkungen auf die Ölnachfrage und die steigende Ölproduktion in Saudi-Arabien, Libyen und Russland.
Der Einbruch der Ölpreise um mehr als 8% in der Woche zum 17. Juli ging mit einem massiven Rückzug der spekulativen Finanzanleger einher. Die Netto-Long-Positionen bei Brent fielen in der Berichtswoche um knapp 85 Tsd. Kontrakte, bei WTI um 39 Tsd. Kontrakte. Die Netto-Long-Positionen bei Brent liegen auf einem 12-Monatstief und wieder in der Nähe des langjährigen Durchschnitts. Damit hat sich die spekulative Übertreibung der letzten Monate zumindest im Falle von Brent weitgehend abgebaut.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9J1Y Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 8
CE9J22 Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8
CE7XGS Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -8
CV55QJ Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: US-Präsident Donald Trump hat nach seiner Kritik an der US-Notenbank Fed (siehe TagesInfo Rohstoffe vom Freitag) nachgelegt. Per Twitter warf er der EU und China vor, ihre Währungen zu manipulieren, um einen unfairen Wettbewerbsvorteil zu erzielen. Dies hat zu einer weiteren Abwertung des US-Dollar geführt, was wiederum den Goldpreis stützte. Gold verteuert sich daher zum Wochenauftakt auf 1.230 USD je Feinunze. Wegen der Währungsentwicklung zieht Gold in Euro gerechnet nur unterproportional mit. Es notiert bei 1.050 EUR. Der Preisrückgang von Gold auf ein Jahrestief in der letzten Woche wurde durch die spekulativen Finanzinvestoren verstärkt. Diese haben laut CFTC-Statistik ihre Netto-Short-Positionen in der Woche zum 17. Juli massiv auf 26,4 Tsd. Kontrakte ausgeweitet. Sie befinden sich damit nahe dem Rekordhoch von Ende 2015. Die spekulativen Marktteilnehmer handeln häufig sehr zyklisch. Eine solch extreme Positionierung war in der Vergangenheit oftmals ein Indikator für eine baldige starke Gegenbewegung. Auf die sehr negative Marktpositionierung Ende 2015 folgte im ersten Halbjahr 2016 ein Anstieg des Goldpreises um etwa 300 USD. Auch bei den anderen Edelmetallen zeigen sich die spekulativen Finanzanleger sehr pessimistisch. Im Falle von Silber ist die Positionierung mittlerweile wieder netto-short, im Falle von Platin liegen die Netto-Short-Positionen sogar auf einem Rekordniveau. Bei Palladium bestehen die niedrigsten Netto-Long-Positionen seit sechs Jahren.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2X Faktor Long Gold-Future Faktor: 6
CD5B34 Faktor Short Gold-Future Faktor: -6

Industriemetalle: Die Metallpreise setzen ihre am Freitag begonnene moderate Erholungsbewegung heute Morgen fort. Kupfer verteuert sich auf 6.150 USD je Tonne, Zink steigt auf 2.600 USD und Aluminium kostet knapp 2.050 USD. Zur Preiserholung trägt der schwächere US-Dollar bei (siehe Edelmetalle auf Seite 1). Daneben fassen die Marktteilnehmer offenbar das Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs der G20-Staaten in Argentinien vom letzten Wochenende positiv auf. Dort war der Handelsstreit zwischen den USA und dem Rest der Welt ein zentrales Thema. Konkrete Ergebnisse gab es zwar nicht, die USA haben aber immerhin Gesprächsbereitschaft signalisiert. Am Mittwoch sind EU-Kommissionspräsident Juncker und die EU-Handelskommissarin Malmström zu Gesprächen in Washington.
Die weltweite Aluminiumproduktion ist gemäß Daten des International Aluminium Institute (IAI) im Juni im Vergleich zum Vorjahr um knapp 3% auf 5,32 Mio. Tonnen gefallen. Auf Tagesbasis (177,4 Tsd. Tonnen) war dies aber der höchste Wert seit einem Jahr. Der Produktionsrückgang ist auf China zurückzuführen, wo laut IAI im Jahresvergleich gut 6% weniger Aluminium hergestellt wurde. Außerhalb Chinas ist die Aluminiumproduktion dagegen gestiegen. Im ersten Halbjahr lag die globale Aluminiumproduktion leicht unter Vorjahr, ebenfalls wegen China. Dort musste die Produktion in den ersten Monaten des Jahres aus Umweltgründen gedrosselt

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