Der deutsche Aktienmarkt konnte am Dienstag nach einem über weite Strecken orientierungslosen Geschäft dank einer späten Rally den vierten Tag in Folge Zugewinne verbuchen. Stützend wirkten ein schwächerer Euro sowie die Herausnahme charttechnisch relevanter Marken. Der DAX schloss 0,80 Prozent fester auf einem 4-Wochen-Hoch bei 12.662 Punkten. MDAX und TecDAX verzeichneten Anstiege von 0,75 und 0,34 Prozent. Unter den 110 größten Werten (HDAX) gab es 74 Gewinner (69%) und 33 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen betrug 58 Prozent. Im DAX wurden 94,8 Millionen Aktien (Vortag: 100,1) im Wert von 3,38 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,21) umgesetzt. Stärkste Sektoren waren Rohstoffe (+2,99%), Versicherungen (+1,61%) und Chemie (+1,37%). Die größten Verluste sahen Banken (-0,53%), Konsumwerte (-0,40%) und Medienwerte (-0,20%). Im Fokus der Anleger stand die mit weitem Abstand an der DAX-Spitze thronende Aktie von ThyssenKrupp mit einem Kurssprung um 9,12 Prozent. Sie wurde von der gestiegenen Wahrscheinlichkeit für eine umfassende Restrukturierung des Unternehmens beflügelt, nachdem der Chef des Aufsichtsrats Ulrich Lehner seinen Rücktritt bekannt gegeben hatte. Covestro und Allianz verbesserten sich dahinter um 3,09 und 2,28 Prozent. Die rote Laterne im Leitindex hielt adidas nach einer negativen Analysteneinschätzung mit minus 1,58 Prozent. Deutsche Bank und Lufthansa verloren 1,35 respektive 0,53 Prozent.
An der Wall Street lieferte der Auftritt von Fed-Präsident Jerome Powell im Rahmen der halbjährlichen Anhörung vor dem Bankenausschuss des Senats keine Impulse. Powell bestätigte den geldpolitischen Pfad schrittweiser Zinsanhebungen und betonte die positive Lage der US-Wirtschaft. Der Dow Jones Industrial rückte um 0,22 Prozent vor. Der Nasdaq 100 endete trotz einer sehr schwachen Eröffnung 0,62 Prozent fester auf einem Rekordhoch von 7.404 Zählern. 55 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im Plus. Das Aufwärtsvolumen lag bei 58 Prozent. 67 neuen 52-Wochen-Hochs standen 26 neue Tiefs gegenüber. Bei den Sektoren lagen Rohstoffwerte und Hersteller nicht-zyklischer Konsumgüter (Consumer Staples) vorne. Am deutlichsten verloren Immobilienwerte und Energietitel.
Am Devisenmarkt wertete der US-Dollar nach einem volatilen Geschäft gegenüber allen anderen Hauptwährungen auf. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des New Yorker Handels 0,48 Prozent fester bei 94,96 Punkten. EUR/USD gab um 0,42 Prozent auf 1,1661 USD nach. Bei den anderen Hauptwährungen fielen das Pfund Sterling sowie der Yen durch Schwäche auf.
Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise gewann 0,19 Prozent auf 451,58 Punkte hinzu. Brent-Öl verteuerte sich um 0,19 Prozent auf 71,98 USD. Der Preis für US-Erdgas gab um 0,69 Prozent auf 2,74 USD nach. Comex-Kupfer verlor 0,52 Prozent auf 2,75 USD. Gold fiel belastet vom festen Dollar um 0,97 Prozent auf ein Jahrestief bei 1.228 USD (1.053 EUR) Das Edelmetall verletzte damit eine charttechnisch bedeutende Unterstützungszone. Silber, Platin und Palladium büßten zwischen 0,65 und 1,37 Prozent ein.
Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf 0,18 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete zwei Basispunkte tiefer bei 0,35 Prozent. Der Euro-Bund-Future verabschiedete sich 0,04 Prozent fester bei 162,77 Punkten aus dem Handel. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes stieg um einen Basispunkt auf 2,86 Prozent.
Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh dank der positiven Vorgaben von der Wall Street auf breiter Front freundlich. Der MSCI Asia Pacific Index stieg nach zwischenzeitlich deutlicheren Zugewinnen zuletzt noch um 0,02 Prozent auf 165,05 Punkte. Besonders stark zeigte sich der Nikkei 225 (+0,55%). Er stieg den dritten Tag in Folge und profitierte vom schwachen Yen.
Von der Makroseite richtet sich der Blick heute vor allem auf die Verbraucherpreisdaten für die Eurozone sowie die Daten zu den Baubeginnen und Baugenehmigungen in den USA. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von der Software AG, ASML Holding, Novartis, Ericsson, Easyjet und Morgan Stanley. Nach US-Börsenschluss legen American Express, IBM, Alcoa und Ebay ihre Zahlenwerke vor.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CA06Z9 | Long | Thyssen Krupp AG | Faktor: 5 |
| CE8SJ2 | Short | Thyssen Krupp AG | Faktor:-5 |
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