Der deutsche Aktienmarkt konnte sich am Donnerstag teilweise von den deutlichen Vortagesverlusten erholen. Für etwas Beruhigung sorgte das Bekenntnis des US-Präsidenten Donald Trump zum Verteidigungsbündnis Nato auf dem Gipfel in Brüssel. Der DAX schloss 0,61 Prozent fester bei 12.493 Punkten. MDAX und TecDAX verbesserten sich um 0,67 respektive 1,17 Prozent. Unter den 110 größten Werten gab es 80 Gewinner (74%) und 28 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen betrug 56 Prozent. Im DAX lag das Volumen bei 74,6 Millionen Aktien (Vortag: 87,0) im Wert von 2,80 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,61). Stärkste Sektoren waren Software (+1,50%), Industrie (+1,13%) und Konsum (+1,08%). Am kräftigsten verloren Banken (-0,42%), Einzelhandel (-0,23%) und Immobilienwerte (-0,10%). Den Spitzenplatz im DAX belegte Fresenius Medical Care mit einem Aufschlag von 2,08 Prozent. Der Wert profitierte von der Aussicht auf höhere Erstattungsbeiträge für Dialysebehandlungen in den USA. Fresenius SE und Linde rückte an zweiter und dritter Stelle im Indextableau um 1,89 und 1,76 Prozent vor. Am anderen Indexende verloren Commerzbank, Deutsche Post und Deutsche Bank ohne Nachrichten zwischen 0,14 und 1,24 Prozent. Im MDAX haussierte Gerresheimer nach der Vorlage von Zahlen um 7,62 Prozent. Rheinmetall verbesserte sich mit der Spekulation auf künftig höhere Rüstungsausgaben um 5,23 Prozent.
An der Wall Street konnte der Dow Jones Industrial um 0,90 Prozent auf 24.925 Punkte zulegen. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 1,68 Prozent nach oben auf ein neues Rekordhoch bei 7.366 Zählern. 59 Prozent der Werte an der NYSE wiesen zur Schlussglocke Zugewinne auf. Das Aufwärtsvolumen betrug 61 Prozent. Es gab 94 neue 52-Wochen-Hochs und 40 neue Tiefs. Alle Sektoren bis auf Consumer Staples konnten sich verbessern. Am deutlichsten fiel das Plus bei Technologiewerten und Communication Services aus.
Am Devisenmarkt stieg der Dollar-Index den vierten Tag in Folge um diesmal 0,12 Prozent auf 94,83 Punkte. EUR/USD notierte 0,04 Prozent tiefer bei 1,1668 USD. Mit Blick auf die anderen Hauptwährungen verzeichneten die Rohstoffdevisen Austral-Dollar und Kanada-Dollar Zugewinne, während Franken und Yen deutlich unter Druck standen. Abseits der großen Währungen zog die türkische Lira mit neuen Allzeittiefs gegenüber Dollar und Euro die Aufmerksamkeit auf sich.
Der S&P GSCI Rohstoffindex schloss 0,29 Prozent auf 460,71 Punkte. Brent-Öl stieg nach dem dramatischen Ausverkauf des Vortages um 1,16 Prozent auf 74,25 USD. Der Preis für US-Erdgas sank nach den Lagerbestandsdaten um 1,17 Prozent auf 2,80 USD. Comex-Kupfer verteuerte sich in einer technischen Erholung vom Jahrestief um 1,22 Prozent auf 2,78 USD. Gold handelte 0,19 Prozent fester bei 1.247 USD (1.068 EUR). Silber, Platin und Palladium legten zwischen 0,92 und 1,14 Prozent zu.
Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf 0,18 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen verharrte bei 0,30 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,02 Prozent höher bei 162,68 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes endete wie am Vortag bei 2,85 Prozent.
Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh ganz überwiegend von der freundlichen Seite. Stützend wirkten die positiven Vorgaben von der Wall Street sowie das Ausbleiben neuer Signale in Richtung einer Eskalation des Handelskonflikts. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 0,76 Prozent auf 165,61 Punkte. Besonders kräftig fiel das Plus beim Nikkei 225 (+1,96%) aus. Hier beflügelte der schwache Yen. Konjunkturseitig berichtete China Exportdaten für den Juni, die mit einem Anstieg um 11,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr besser als vom Markt erwartet ausfielen. Die Importe (+14,1%) blieben hingegen hinter der Konsensschätzung zurück.
Heute steht von der Makroseite der Verbraucherstimmungsindex der Universität Michigan im Fokus. Von der Unternehmensseite läuten die drei Großbanken JP Morgan Chase, Citigroup und Wells Fargo die Saison der Quartalsberichte in den USA ein.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CA2BXD | Call | Nasdaq-100 Index(R) | Hebel: 11,8 |
| CA27JK | Put | Nasdaq-100 Index(R) | Hebel: 12,7 |
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