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13.07.18, 10:00

Bewegte Zeiten

USD: Die Stimmung am Devisenmarkt hat sich spürbar verbessert, nachdem sowohl die USA als auch China ihre Bereitschaft zu Handelsgesprächen signalisierten. Neben einer gewissen Unterstützung für Emerging-Markets-Währungen spiegelt sich dies am deutlichsten in den Verlusten der sicheren Währungshäfen Schweizer Franken und japanischer Yen wider. Doch die Zeit drängt. Die von US Präsident Donald Trump am Dienstag angedeuteten zusätzlichen Zölle auf Importe aus China im Wert von 200 Mrd. USD könnten schon Ende August in Kraft treten und würden etwaige Gespräche sicherlich zurückwerfen. Zudem wurde die risk-on-Stimmung von Warnungen des Fed Chairman Jerome Powell begleitet, dass der Handelskonflikt sich negativ auf die Wirtschaft auswirken könnte, wenn dieser in einer länger anhaltenden Phase weit verbreitet höherer Zölle mündet. Auch in unseren Augen bleibt die Stimmungslage am Devisenmarkt fragil. Denn noch fehlen harte Fakten, die eine Entspannung an der Handelsfront rechtfertigen. Solange die jedoch ausbleibt, dürfte es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis sich der Handelskonflikt in den Daten niederschlägt.
Aktuell können wir uns jedoch nur Powells Einschätzung anschließen, dass die US-Wirtschaft ihn derzeit gut schlafen lässt. Gestern ist die Teuerung auf den höchsten Stand seit Anfang 2012 gestiegen. Das muss die Fed jedoch nicht beunruhigen, da der Deflator der privaten Konsumausgaben, an dem sie ihr Inflationsziel ausrichtet, auf der einen Seite noch etwas niedriger liegt (Abb. 1), und sie ihr Ziel auf der anderen Seite „symmetrisch“ interpretiert, also eine mittelfristig etwas höhere Inflation kein Problem ist. Dennoch dürften Marktteilnehmer den heutigen Importpreisen vielleicht etwas mehr Aufmerksamkeit schenken als gewöhnlich. Denn klar ist: Solange die Stimmungslage gut bleibt, was die heutigen Daten zur Verbraucherstimmung bestätigen dürften (Abb. 2), sorgt ein steigender Inflationsdruck dafür, dass der Handlungsdruck auf die Fed stiegt. Die Risiken für den Dollar sind im Handelsstreit deshalb vorerst eher nach oben gerichtet.

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CV33R3 Call EUR/USD Hebel: 14,3
CV8XA3 Put EUR/USD Hebel: 15,6

GBP: Die Veröffentlichung des lang erwarteten Brexit White Paper, auch bezeichnet als das wichtigste Dokument seit dem Referendum im Juni 2016, hinterließ in den GBP-Wechselkursen kaum Spuren. Inhaltlich war das meiste schon aus dem Chequers State-ment bekannt und die EU sieht im White Paper wohl zumindest eine Verhandlungsgrundlage, auch wenn die Reaktionen zurückhaltend blieben. Auch wenn ein weicher Brexit wahrscheinlicher wird, ist ein „No Deal“-Szenario eben immer noch nicht ausgeschlossen, was auch weiterhin für eine erhöhte GBP-Risikoprämie spricht. Gegenwind für das Pfund kommt heute Morgen zudem aus einer ungewöhnlichen Richtung: US Präsident Donald Trump kritisiert Premierministerin Theresa Mays Brexit-Plan zu Beginn seines UK-Besuchs aufs Schärfste und dämpft die Hoffnungen auf ein bilaterales Handelsabkommen. Stattdessen lobt er den gerade zurückgetretenen Ex-Außenminister Boris Johnson in höchsten Tönen und hebt dessen Führungsqualitäten hervor, was die noch schwelende Regierungskrise in Großbritannien nicht gerade entschärfen dürfte. Es bleiben bewegte Zeiten für das Pfund.

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