Am deutschen Aktienmarkt dominierten zur Wochenmitte angesichts einer weiteren Eskalation des Handelsstreits zwischen den USA und China klar die roten Vorzeichen. Der DAX endete 1,52 Prozent tiefer bei 12.417 Punkten. MDAX und TecDAX verloren 0,86 und 0,54 Prozent. Der Abverkauf war breit angelegt. Unter den 110 größten Werten gab es lediglich 15 Gewinner (14%) und 95 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 93 Prozent. Das Volumen im DAX betrug 87,0 Millionen Aktien (Vortag: 84,4) im Wert von 3,42 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,73). Alle DAX-Sektorindizes endeten im Minus. Am deutlichsten verloren Rohstoffwerte (-2,76%), Technologiewerte (-1,98%) und Chemietitel (-1,97%). Im DAX schafften lediglich Beiersdorf (+1,39%) und Deutsche Börse (+0,33%) den Sprung in den grünen Bereich. Die rote Laterne im Leitindex hielt ThyssenKrupp mit einem Abschlag von 4,26 Prozent. Hier belastete ein negativer Analystenkommentar zum europäischen Stahlsektor. Bayer büßte 2,36 Prozent ein. Dem übernommenen US-Konzern Monsanto drohen zahlreiche Klagen wegen des umstrittenen Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat. Im TecDAX legte Bechtle nach der Meldung der beabsichtigten Übernahme des französischen Wettbewerbers Immac Wstore 2,29 Prozent zu. Rocket Internet verbesserte sich an der Spitze des MDAX um 1,03 Prozent. Das Papier profitierte von millionenschweren Insiderkäufen des Mitgründers Oliver Samwer.
An der Wall Street verlor der Dow Jones Industrial 0,87 Prozent auf 24.700 Punkte Der Nasdaq 100 gab um 0,53 Prozent auf 7.244 Zähler nach. An der NYSE verzeichneten 69 Prozent der Werte Kursverluste. Das Abwärtsvolumen betrug 78 Prozent. 59 neuen 52-Wochen-Hochs standen 44 neue Tiefs gegenüber. Mit Blick auf die Sektorenperformance waren lediglich Versorger gesucht. Die größten Verluste sahen Energiewerte und Rohstofftitel.
Am Devisenmarkt konnte der US-Dollar gegenüber allen anderen Hauptwährungen deutlich zulegen. Stützend wirkte ein höher als erwarteter Inflationsdruck auf Erzeugerebene. Der Dollar-Index haussierte bis zum Ende des New Yorker Handels um 0,61 Prozent auf ein 6-Tages-Hoch bei 94,72 Punkten. EUR/USD handelte 0,59 Prozent schwächer bei 1,1674 USD. Bei den anderen Hauptwährungen fiel der Franken durch Stärke auf, während der rohstofflastige Austral-Dollar unter Druck stand.
Der S&P GSCI Rohstoffindex stürzte um 4,42 Prozent auf 459,38 Punkte ab. Brent-Öl brach um 6,18 Prozent auf 73,99 USD ein und zeigte damit den größten Tagesverlust der vergangenen beiden Jahre. Auslöser für den Kurssturz war vor allem die Meldung, dass der „Force majeure“-Status für vier libysche Ölhäfen aufgehoben wurde, was für den Ölmarkt mehr als 700.000 zusätzliche Barrel Öl pro Tag bedeuten könnte. Der stärkste Wochen-Rückgang der US-Lagerbestände seit September 2016 um fast 13 Millionen Barrel vermochte den Ausverkauf nicht zu verhindern. Charttechnisch befindet sich bei Brent-Öl eine solide und mittelfristig kritische Unterstützungszone bei 72,45-73,00 USD, die mit dem Tagestief (73,04 USD) praktisch erreicht wurde. Der Preis für US-Erdgas konnte gegen den Trend ausgehend von einem 2-Monats-Tief um 1,36 Prozent auf 2,83 USD zulegen. Comex-Kupfer sackte um 3,15 Prozent auf ein Jahrestief bei 2,75 USD ab. Gold handelte 1,02 Prozent tiefer bei 1.243 USD und testet damit erneut das in der Vorwoche verzeichnete Jahrestief. Gold in Euro verbuchte ein Jahrestief bei 1.064 EUR. Silber, Platin und Palladium verloren zwischen 0,51 und 1,68 Prozent.
Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf 0,17 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen gab um zwei Basispunkte auf 0,30 Prozent nach. Der Euro-Bund-Future schloss 0,15 Prozent höher bei 162,64 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes endete zwei Basispunkte tiefer bei 2,85 Prozent.
Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh auf breiter Front freundlich. Der MSCI Asia Pacific Index kletterte um 0,25 Prozent auf 164,47 Punkte. Besonders deutliche Aufschläge waren bei Shanghai Composite (+2,14%) und beim Nikkei 225 (+1,17%) zu beobachten.
Heute stehen von der Makroseite die Daten zur Industrieproduktion in der Eurozone sowie die US-Verbraucherpreise im Fokus. Daneben dürfte das Protokoll der letzten geldpolitischen Sitzung der EZB auf Interesse stoßen. Unternehmensseitig richtet sich der Blick auf Südzucker und Gerresheimer mit Geschäftszahlen. Gerresheimer hob bereits gestern nachbörslich die unternehmenseigenen Schätzungen für den Jahresumsatz an und meldete die Übernahme der schweizerischen Sensile Medical AG, die das Geschäftsmodell erweitern wird.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CV4X3E | Call | Oil Brent Future Sep 2018 | Hebel: 5,0 |
| CA01UK | Put | Oil Brent Future Sep 2018 | Hebel: 5,0 |
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