Der deutsche Aktienmarkt konnte zum Wochenauftakt bei auffallend geringem Handelsvolumen seinen jüngsten Aufwärtstrend fortsetzen. Die Sorgen um den weiter schwelenden Handelskonflikt traten zunächst in den Hintergrund. Der DAX schloss 0,38 Prozent fester bei 12.544 Punkten. MDAX und TecDAX rückten um 0,54 und 0,60 Prozent vor. Unter den 110 größten Werten gab es 77 Gewinner (72%) und 30 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen betrug 69 Prozent. Das Volumen im DAX lag bei 77,0 Millionen Aktien (Vortag: 123,1) im Wert von 2,78 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,94). Stärkste Sektoren waren Technologie (+1,80%), Software (+1,55%) und Transport (+1,13%). Am deutlichsten verloren Versorger (-1,12%), Immobilienwerte (-0,27%) und Automobiltitel (-0,06%). Lufthansa verbesserte sich an der DAX-Spitze um 2,23 Prozent. Das Papier der Kranich-Airline wurde von positiv aufgenommenen Zahlen des Wettbewerbers Air France-KLM beflügelt. SAP und Infineon stiegen dahinter nachrichtenlos um 1,94 respektive 1,48 Prozent. Das Schlusslicht bildete E.ON nach Gewinnmitnahmen mit einem Abschlag von 1,52 Prozent. Volkswagen und ThyssenKrupp verloren 1,17 und 1,13 Prozent. Im TecDAX haussierte Aixtron ohne Nachrichten um 10,93 Prozent. Im SDAX profitierte die Aktie des Stahlhändlers Klöckner & Co von einer höheren Gewinnprognose und verteuerte sich um 4,02 Prozent.
Auch an der Wall Street dominierten die positiven Vorzeichen. Der Dow Jones Index schloss 1,30 Prozent höher bei 24.777 Punkten. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 0,95 Prozent nach oben auf 7.276 Zähler. 61 Prozent der Werte an der NYSE konnten zulegen. Das Aufwärtsvolumen betrug 70 Prozent. 132 neuen 52-Wochen-Hochs standen 14 neue Tiefs gegenüber. Gesucht waren vor allem Finanzwerte, gefolgt von Industrietiteln. Deutlich abwärts ging es hingegen mit den Versorgern sowie mit Immobilienwerten. Die Aktie von JP Morgan haussierte um 3,09 Prozent und vollzog damit eine Erholung an die unlängst unterschrittene 200-Tage-Linie. Die Großbank wird am Freitag die Quartalszahlen präsentieren.
Am Devisenmarkt notierte der Dollar-Index gegen Ende des New Yorker Handels 0,10 Prozent fester bei 94,05 Punkten. Der Euro war nach positiven Konjunkturdaten gesucht und konnte gegenüber allen anderen Hauptwährungen mit Ausnahme des Austral-Dollars aufwerten. EUR/USD stieg um 0,04 Prozent auf 1,1747 USD. Im Tagesverlauf hatte das Währungspaar ein 4-Wochen-Hoch bei 1,1790 USD markiert. Mit Blick auf die anderen Hauptwährungen präsentierte sich der Austral-Dollar am stärksten, während der als sicherer Hafen geltende Yen auf breiter Front Verluste verbuchte. Nachrichtlich stand das Pfund Sterling im Fokus. Die Inselwährung wurde zwischenzeitlich von den Rücktritten des Brexit-Ministers David Davis sowie des Außenministers Boris Johnson belastet.
Der S&P GSCI Rohstoffindex stieg um 0,23 Prozent auf 481,82 Punkte. Brent-Öl verteuerte sich gestützt von anhaltenden Angebotssorgen um 1,48 Prozent auf 78,25 USD. Der Preis für US-Erdgas sank um 1,08 Prozent auf 2,83 USD. Comex-Kupfer legte in einer technischen Erholung um 1,58 Prozent auf 2,87 USD zu. Gold notierte 0,34 Prozent fester bei 1.260 USD (1.070 EUR). Silber, Platin und Palladium verzeichneten Aufschläge zwischen 0,54 und 0,71 Prozent.
Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf 0,18 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen kletterte um zwei Basispunkte auf 0,31 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss nach einem unspektakulären Geschäft 0,14 Prozent tiefer bei 162,55 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes zog aufgrund der gestiegenen Risikofreude um vier Basispunkte auf 2,86 Prozent an.
Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh den dritten Tag in Folge ganz überwiegend fester. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 0,19 Prozent auf 166,14 Punkte. Besonders freundlich zeigte sich der Nikkei 225 (+1,11%), während der australische ASX 200 (-0,39%) gegen den Trend schwächer notierte. In Hongkong konnte die Xiaomi-Aktie nach dem am Vortag verpatzten Börsendebut um fast 11 Prozent zulegen.
Heute stehen von der Makroseite der ZEW-Index der Konjunkturerwartungen sowie die Daten zur Industrieproduktion in Frankreich und Großbritannien im Fokus. Unternehmensseitig gibt es Quartalszahlen von Pepsico und Verkehrszahlen von der Deutschen Lufthansa. Hapag-Lloyd steht mit der Hauptversammlung im Blick
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CV32AC | Call | JP Morgan Chase | Hebel: 3,8 |
| CV44GP | Put | JP Morgan Chase | Hebel: 2,9 |
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