Der deutsche Aktienmarkt bewegte sich zur Wochenmitte in einem impulsarmen Handel südwärts. Die Wall Street konnte aufgrund des Feiertages Independence Day keine Akzente setzen. Entsprechend blieben die Umsätze gering. Ein schwächerer Euro und ein besser als erwarteter Einkaufsmanagerindex für die Eurozone lieferten nur wenig Unterstützung. Der DAX schloss 0,25 Prozent tiefer bei 12.318 Punkten. MDAX und TecDAX gaben um 0,82 und 0,25 Prozent nach. Unter den 110 größten Werten gab es 40 Gewinner (37%) und 67 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen überwog mit 65 Prozent. Das Volumen im DAX betrug 80,8 Millionen Aktien (Vortag: 96,4) im Wert von 2,65 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 4,09). Stärkste Sektoren waren Versorger (+1,57%), Telekommunikation (+1,52%) und Banken (+0,79%). Am deutlichsten verloren Technologie (-2,08%), Chemie (-1,16%) und Software (-1,03%). Die vordersten beiden Plätze im DAX-Tableau nahmen E.ON und RWE ein mit Zugewinnen von 2,33 und 1,80 Prozent. Den dritten Rang belegte mit der Deutschen Telekom ein weiterer defensiver Wert mit plus 1,47 Prozent. Die rote Laterne hielt Fresenius Medical Care mit einem kräftigen Minus von 4,12 Prozent. Der Wert litt unter einer Herabstufung auf „Neutral“ durch die Analysten der Credit Suisse. Infineon und Covestro verloren 1,87 und 1,65 Prozent. Im MDAX sackte die Aktie von CTS Eventim nach zwei unvorteilhaften Analystenkommentaren um 6,69 Prozent ab. Im TecDAX haussierte Nordex beflügelt von einem positiven Analystenkommentar um 8,26 Prozent und damit zurück über die in der Vorwoche unterschrittene 200-Tage-Linie.
Am Devisenmarkt hielten sich die Ausschläge am US-Feiertag in sehr engen Grenzen. Händler hielten sich zudem mit Blick auf die heutige Veröffentlichung des Protokolls der letzten Sitzung des geldpolitischen Ausschusses der Fed (FOMC-Minutes) sowie der am Freitag anstehenden US-Arbeitsmarktdaten zurück. Der Dollar-Index notierte am Abend 0,21 Prozent tiefer bei 94,47 Punkten. EUR/USD stieg um 0,09 Prozent auf 1,1667 USD. Bei den anderen Hauptwährungen war das Pfund Sterling gesucht, während der Kanada-Dollar Schwäche zeigte.
Brent-Öl verteuerte sich um 0,62 Prozent auf 78,24 USD. Kursstützend wirkten Drohungen aus dem Iran, man könne Öl-Transporte in der Region behindern, falls die USA weiterhin Sanktionen für den Kauf iranischen Öls androhe. Gold stieg den zweiten Tag in Folge um diesmal 0,37 Prozent auf 1.258 USD (1.078 EUR). Silber kletterte um 0,48 Prozent auf 16,12 USD.
Am Rentenmarkt gab die Umlaufrendite um drei Basispunkte auf 0,15 Prozent nach. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen kletterte um drei Basispunkte auf 0,32 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,17 Prozent tiefer bei 162,44 Punkten.
Die asiatischen Aktienmärkte orientierten sich heute früh nach einer anfänglichen Stabilisierung im weiteren Verlauf ganz überwiegend südwärts. Der MSCI Asia Pacific Index gab um 0,71 Prozent auf 162,23 Punkte nach. Händler verwiesen auf eine zunehmende Nervosität vor den morgen in Kraft tretenden US-Strafzöllen in Höhe von 25 Prozent auf chinesische Waren im Wert von 34 Milliarden USD, die eine neue Stufe der Eskalation im Handelsstreit einleiten. Es wird erwartet, dass China am selben Tag die bereits angekündigten Vergeltungszölle auf US-Waren im Wert von ebenfalls 34 Milliarden USD in Kraft setzen wird.
Heute richtet sich der Blick vor allem auf die Daten zum deutschen Auftragseingang, den ISM-Index für den US-Servicesektor sowie auf die Veröffentlichung des Protokolls der letzten FOMC-Sitzung. Unternehmensseitig könnten Automobilwerte positive Impulse von einem Medienbericht erhalten, wonach es gestern zu einem Geheimtreffen zwischen dem neuen US-Botschafter in Deutschland Richard Grenell und deutschen Top-Automanagern gekommen sei. Demnach habe Grenell eine Lösung im Streit um die drohenden Strafzölle unterbreitet, die vorsehe, dass sowohl Europa als auch die USA komplett auf Autozölle verzichten.
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