Der deutsche Aktienmarkt quittierte die Einigung zwischen CDU und CSU im Migrationsstreit am Dienstag mit Zugewinnen. Der DAX schloss 0,90 Prozent fester bei 12.349 Punkten. MDAX und TecDAX konnten um 0,83 beziehungsweise 1,40 Prozent zulegen. Im HDAX der 110 größten Werte gab es 91 Gewinner (83%) und 18 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen lag bei 87 Prozent. Das Volumen im DAX betrug 96,4 Millionen Aktien (Vortag: 96,3) im Wert von 3,41 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 4,18). Alle Sektor-Indizes verbuchten Kursgewinne. Am deutlichsten aufwärts ging es mit Versicherungen (+2,73%), Rohstoffwerten (+2,61%) und Versorgern (+2,53%). RWE haussierte an der DAX-Spitze um 3,86 Prozent. Das Papier konnte damit die 50-Tage-Linie überspringen und ein 3-Monats-Hoch markieren. E.ON verbesserte sich um 2,44 Prozent. Beobachter verwiesen auf den defensiven Charakter des Versorgersektors sowie auf einen deutlichen Anstieg der Strompreis-Futures in den letzten Monaten. Allianz konnte um 3,2 Prozent zulegen. Der Versicherer hatte angekündigt, bis Ende September eigene Aktien im Wert von bis zu einer Milliarde EUR zurückzukaufen. Als Schlusslicht im DAX verlor Covestro nachrichtenlos 0,66 Prozent. Bayer und Lufthansa endeten mit Abschlägen von 0,29 und 0,04 Prozent.
An der Wall Street schloss der Dow nach einem verkürzten Handel aufgrund des heutigen Feiertages 0,54 Prozent tiefer bei 24.175 Punkten. Der von Technologiewerten geprägte Nasdaq 100 verlor 1,17 Prozent tiefer bei 7.015 Zählern. Die Marktbreite gestaltete sich derweil positiv. 61 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im Plus. Das Aufwärtsvolumen betrug 59 Prozent. 69 neuen 52-Wochen-Hochs standen 27 neue Tiefs gegenüber. Stärkste Sektoren waren Energie und Immobilien. Am deutlichsten fiel das Minus bei Communication Services und Technologie aus.
Am Devisenmarkt war eine erhöhte Risikofreude zu beobachten, nachdem sich die chinesische Notenbank PBoC zu einem stabilen Yuan bekannt hatte. Der US-Dollar wertete gegenüber allen anderen Hauptwährungen ab. Der Dollar-Index fiel um 0,44 Prozent auf 94,61 Punkte. EUR/USD stieg gestützt von der Einigung der Unionsparteien um 0,15 Prozent auf 1,1656 USD. Bei den anderen Majors fiel der Austral-Dollar mit Zugewinnen auf.
Der S&P GSCI Rohstoffindex notierte 0,28 Prozent fester bei 480,89 Punkten. Brent-Öl verteuerte sich um 0,49 Prozent auf 77,68 USD. Comex-Kupfer sackte um 0,78 Prozent auf ein Jahrestief bei 2,91 USD ab. Gold handelte nach zwischenzeitlicher Markierung eines neuen Jahrestiefs 1,04 Prozent höher bei 1.255 USD (1.074 EUR). Silber, Platin und Palladium legten zwischen 0,16 und 3,73 Prozent zu.
Am Rentenmarkt kletterte die am Vormittag festgestellte Umlaufrendite um einen Basispunkt auf 0,18 Prozent. Im weiteren Verlauf kamen die Anleiherenditen sukzessive zurück. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete zwei Basispunkte tiefer bei 0,29 Prozent. Der Euro-Bund-Future verabschiedete sich 0,16 Prozent höher bei 162,72 Punkten aus dem Handel. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes notierte nach einem verkürzten Handel vier Basispunkte tiefer bei 2,83 Prozent.
Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh ganz überwiegend von der schwachen Seite. Der MSCI Asia Pacific Index notierte zuletzt 0,07 Prozent tiefer bei 163,65 Punkten. Besonders deutliche Abschläge zeigte der Hang Seng Index (-1,15%).
Heute richtet sich der Blick auf die Servicesektor-Einkaufsmanagerindizes für die Eurozone und Großbritannien. Die Börsen in den USA bleiben feiertagsbedingt (Independence Day) geschlossen.
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