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29.06.18, 09:15

Osram-Aktie im Ausverkauf

Rote Vorzeichen prägten am Donnerstag das Bild am deutschen Aktienmarkt. Neben dem andauernden Handelsstreit belasteten mehrere Gewinnwarnungen die Stimmung. Ferner hielten sich einige Marktteilnehmer aufgrund der Sorge vor einem möglichen Auseinanderbrechen der Koalition in Berlin zurück. Der DAX schloss 1,38 Prozent tiefer bei 12.177 Punkten. MDAX und TecDAX sackten um 1,47 und 2,69 Prozent ab. Unter den 110 in den genannten Indizes enthaltenen Werten gab es lediglich acht Gewinner (7%) und 99 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 79 Prozent. Das Volumen im DAX betrug 110,5 Millionen Aktien (Vortag: 131,8) im Wert von 4,35 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 5,01). Einziger Sektorindex im Plus war Banken (+0,19%). Die kräftigsten Abschläge verbuchten Technologie (-3,96%), Software (-3,06%) und Rohstoffe (-1,99%). Als bester DAX-Wert rückte Commerzbank um 0,66 Prozent vor. RWE und Deutsche Bank verbesserten sich als einzige weitere DAX-Gewinner um 0,33 und 0,11 Prozent. Infineon hielt die rote Laterne mit einem Abschlag von 4,23 Prozent. Die Verluste in Höhe von 2,69 Prozent bei adidas führten Beobachter auf das frühe Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM zurück. SAP gab nachrichtenlos um 2,67 Prozent nach. Im MDAX zogen Osram mit einem Kurssturz um 21,66 Prozent und Fielmann mit einem Rutsch um 13,08 Prozent die Blicke auf sich. Der Lichttechnik-Konzern Osram hatte seine Jahresprognose aufgrund der Probleme in der Autoindustrie sowie Projektverzögerungen im Smartphonegeschäft erneut gekappt und damit auch die Stimmung für Aktien anderer Autozulieferer vermiest. Das Papier der Optiker-Kette Fielmann litt unter enttäuschenden Halbjahreszahlen. Puma setzte sich nach einem positiven Analystenkommentar an die MDAX-Spitze mit einem Plus von 3,72 Prozent. Im TecDAX fiel ISRA VISION belastet von Gewinnmitnahmen um 9,12 Prozent.

An der Wall Street verbesserte sich der Dow Jones Industrial um 0,40 Prozent auf 24.216 Punkte. Der Nasdaq 100 konnte um 0,88 Prozent auf 7.032 Zähler zulegen. 58 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im Plus. Das Aufwärtsvolumen lag bei 63 Prozent. Es gab 39 neue 52-Wochen-Hochs und 155 neue Tiefs. Bei den Sektorindizes mussten nur Energie und Versorger marginale Verluste hinnehmen. Die deutlichsten Zugewinne waren bei Technologie und Communication Services zu beobachten.

Am Devisenmarkt notierte der Dollar-Index gegen Ende des US-Handels trotz schwächer als erwarteter Konjunkturdaten 0,13 Prozent fester bei 95,38 Punkten. EUR/USD legte um 0,04 Prozent auf 1,1556 USD zu. Mit Blick auf die anderen Hauptwährungen fielen der Kanada-Dollar und der Austral-Dollar durch Stärke auf, während sich der Yen schwächer präsentierte.

Der S&P GSCI Rohstoffindex kletterte um 0,06 Prozent auf 481,54 Punkte. Brent-Öl notierte 0,04 Prozent tiefer bei 77,59 USD. Für die US-Sorte WTI ging es hingegen um 0,69 Prozent nach oben auf ein neues 4-Jahres-Hoch bei 73,26 USD. Der Preis für US-Erdgas fiel nach Lagerbestandsdaten um 1,27 Prozent auf 2,94 USD. Comex-Kupfer gab um 1,17 Prozent auf 2,95 USD nach. Die Edelmetalle setzten ihren Abwärtstrend fort. Gold verbilligte sich um 0,63 Prozent auf ein neues Jahrestief bei 1.248 USD (1.079 EUR). Silber, Platin und Palladium gaben zwischen 0,92 und 1,43 Prozent nach.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei 0,16 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete ebenfalls unverändert bei 0,32 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss nach einem richtungslosen Handel 0,09 Prozent tiefer bei 162,30 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes notierte einen Basispunkt höher bei 2,84 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh freundlich. Der MSCI Asia Pacific Index kletterte um 0,76 Prozent auf 165,88 Punkte. Die Arbeitslosenquote in Japan erreichte im Mai mit 2,2 Prozent das niedrigste Niveau seit über 25 Jahren. Die Industrieproduktion gab um 0,2 Prozent nach. Experten hatten im Schnitt ein deutlicheres Minus von 1,1 Prozent erwartet.

Heute stehen von der Makroseite die Verbraucherpreise für die Eurozone, die Daten zu den persönlichen Ausgaben und Einkommen in den USA sowie der Einkaufsmanagerindex der Region Chicago im Fokus. Daneben könnten sich Impulse vom Gipfeltreffen der EU-Staats- und Regierungschefs ergeben. Am frühen Morgen hatte die Bekanntgabe einer Einigung zu umstrittenen Flüchtlingsfragen bereits den Euro deutlich nach oben befördert. Unternehmensseitig richtet sich der Blick auf Nike. Das Unternehmen hat gestern nach US-Börsenschluss besser als erwartete Quartalszahlen präsentiert und ein neues Aktienrückkaufprogramm angekündigt, was die Aktie nachbörslich um rund 9,6 Prozent nach oben schickte. Die Aktie der Deutschen Bank steht ebenfalls im Fokus. Die US-Tochter des Geldhauses hat den zweiten Teil des jüngsten Banken-Stresstests der US-Notenbank nicht bestanden, was allerdings die meisten Experten bereits erwartet hatten.

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