Der deutsche Aktienmarkt geriet zum Start der Handelswoche aufgrund des eskalierenden Handelskonflikts deutlich unter Druck. US-Präsident Donald Trump erwägt Kreisen zufolge chinesische Investitionen in US-Technologiekonzernen zu erschweren. Ein etwas schwächer als erwartet gefallener ifo-Geschäftsklimaindex lieferte keine Entlastung. Für zusätzliche Unsicherheit sorgte ferner der Asylstreit in der Union, der die Koalition derzeit auf eine harte Probe stellt. In dieser Gemengelage verlor der DAX 2,45 Prozent auf 12.270 Punkte und markierte damit ein 11-Wochen-Tief. MDAX und TecDAX büßten 2,09 und 2,33 Prozent ein. Unter den 110 größten Werten gab es lediglich fünf Gewinner (5%) und 103 Verlierer (95%). Das Abwärtsvolumen dominierte mit 97 Prozent. Alle Sektorindizes endeten im roten Bereich. Am deutlichsten verloren Technologie (-4,71%), Rohstoffe (-3,34%) und Industrie (-3,17%). Kein DAX-Wert schaffte den Sprung in das positive Terrain. Infineon gab als Schlusslicht um 5,27 Prozent nach. Lufthansa und Linde endeten mit Abschlägen von 5,05 respektive 3,84 Prozent.
An der Wall Street schloss der Dow Jones Industrial 1,33 Prozent tiefer bei 24.253 Punkten. Auch wenn er sich damit deutlich vom Tagestief erholen konnte, endete er erstmals seit Juni 2016 knapp unter der vielbeachteten 200-Tage-Linie, die im April und Mai noch als wirksame Unterstützung fungiert hatte. Der von Technologiewerten geprägte Nasdaq 100 verlor 2,21 Prozent auf 7.038 Zähler und brach damit die steile Aufwärtstrendlinie vom April-Tief. 74 Prozent der Werte an der NYSE verbuchten Abschläge. Das Abwärtsvolumen betrug 78 Prozent. Es gab 39 neue 52-Wochen-Hochs und 104 neue Tiefs. Bei den Sektorindizes zeigten lediglich die defensiven Versorger und Consumer Staples Zugewinne. Am kräftigsten fielen die Verluste bei Consumer Discretionary und Technologie aus. Der Volatilitätsindex VIX sprang um 26 Prozent nach oben auf 17,33 Punkte.
Am Devisenmarkt setzte sich die Verschnaufpause beim US-Dollar fort. Der Dollar-Index fiel den dritten Tag in Folge um diesmal 0,21 Prozent auf 94,32 Punkte. Der Euro wertete gegenüber allen anderen Hauptwährungen auf. EUR/USD stieg um 0,42 Prozent auf 1,1701 USD. Deutlich unter Druck standen die Rohstoffwährungen Austral-Dollar und Kanada-Dollar. Die türkische Lira konnte nur kurz vom Wahlsieg des Präsidenten Recep Tayyip Erdogan profitieren und notierte am Abend bereits wieder gegenüber dem Euro und dem Greenback im Minus.
Der S&P GSCI Rohstoffindex notierte 1,10 Prozent tiefer bei 466,26 Punkten. Brent-Öl verbilligte sich um 1,26 Prozent auf 74,60 USD. Der Preis für US-Erdgas sank um 0,68 Prozent auf 2,93 USD. Comex-Kupfer endete 1,37 Prozent schwächer auf einem 3-Monats-Tief bei 2,99 USD. Gold handelte mit einem Abschlag von 0,23 Prozent bei 1.268 USD. Gold in Euro rutschte unter die 200-Tage-Linie auf ein 2-Monats-Tief bei 1.082 EUR. Silber, Platin und Palladium gaben zwischen 0,53 und 1,14 Prozent nach.
Am Rentenmarkt gab die Umlaufrendite um zwei Basispunkte auf 0,17 Prozent nach. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen verharrte bei 0,33 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss unverändert bei 162,13 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes fiel um drei Basispunkte auf 2,87 Prozent.
Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh zunächst ganz überwiegend schwächer, konnten sich jedoch deutlich von den Tagestiefs absetzen. Der MSCI Asia Pacific Index notierte zuletzt kaum verändert bei 167,27 Punkten.
Heute richtet sich der Blick auf den Index des Verbrauchervertrauens in den USA.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CV3SGZ | Call | Dow Jones Industrial | Hebel: 11,0 |
| CV7RJ8 | Put | Dow Jones Industrial | Hebel: 11,5 |
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