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21.06.18, 14:00

Iran willigt “kleiner” Anhebung der OPEC-Produktion ein – das sollten Sie jetzt wissen!

Energie: Die Ölpreise stehen am Morgen unter Druck. Brent fällt auf 74 USD je Barrel. Der Iran hat seine ablehnende Haltung offenbar aufgegeben und würde einer „kleinen“ Anhebung der OPEC-Produktion auf der morgigen Sitzung zustimmen. Der iranische Ölminister sagte gestern, dass die OPEC in den letzten Monaten zuviel gekürzt hätte und sich wieder stärker an die vereinbarten Mengen halten sollte. Auf Basis der letzten IEA-Zahlen übertraf die Kürzung im Mai die vereinbarte Menge um knapp 700 Tsd. Barrel pro Tag. Davon entfiel der Großteil auf Venezuela. Wenn sich alle anderen Länder strikt an ihre Vorgaben halten würden, bliebe die OPEC-Fördermenge noch immer gut 600 Tsd. Barrel pro Tag unter dem vereinbarten Niveau. Diese Menge müsste von den anderen Ländern zusätzlich produziert werden, was einem Kompromissvorschlag Saudi-Arabiens entspricht, der auch von Ekuador unterstützt wird. Unklar ist, wie diese zusätzliche Fördermenge auf die einzelnen Länder aufgeteilt werden soll. Zusätzlich erschwerend kommt die gegenwärtige Situation in Libyen hinzu, wo die Ölproduktion nach Kämpfen und der daraufhin erfolgten Schließung zweier wichtiger Exporthäfen in den letzten Tagen um 450 Tsd. Barrel pro Tag gefallen ist. Da in den beiden Häfen mehr als die Hälfte der Lagertanks beschädigt sein sollen, ist eine schnelle Normalisierung nicht zu erwarten. Die US-Rohöllagerbestände fielen in der letzten Woche laut US-Energieministerium unerwartet deutlich um 5,9 Mio. Barrel, wofür insbesondere eine nahezu rekordhohe Rohölverarbeitung verantwortlich war. In der Folge stiegen aber die Lagerbestände von Ölprodukten ebenfalls deutlich. Nennenswerte Preisbewegungen lösten die Zahlen kurz vor der OPEC-Sitzung nicht aus.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9J1Y Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 8
CE9J22 Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8
CE7XGS Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -8
CV55QJ Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: Gold steht weiter unter Verkaufsdruck und fällt heute Morgen auf gut 1.260 USD je Feinunze. An der Dollar-Stärke allein kann es unseres Erachtens nicht liegen, da auch Gold in Euro gerechnet fällt. Wo letztendlich der Abgabedruck herkommt, bleibt nebulös, da uns kaum aktuelle Nachfragedaten vorliegen, die Licht ins Dunkel bringen könnten. In Anbetracht der verschiedenen latenten Risiken, allen voran der drohende Handelskrieg zwischen den USA und China, halten wir den Goldpreisrückgang für nicht gerechtfertigt. Aus technischer Sicht ist Gold nach dem Rutsch von 50 USD innerhalb einer Woche mittlerweile überverkauft, was eine baldige Gegenbewegung nach sich ziehen könnte. Silber wird von Gold weiter mit nach unten gezogen und gibt heute Morgen im gleichen Ausmaß nach wie Gold. Auch Platin und Palladium werden weiter mit verkauft.
Die Schweiz hat im Mai Daten der Zollbehörde zufolge wieder mehr Gold ausgeführt. Allerdings fielen die Goldexporte nach Asien unterschiedlich aus. Die Ausfuhren nach China und Hongkong sind im Vergleich zum Vormonat und im Vergleich zum Vorjahr spürbar gestiegen (auf zusammen 63,3 Tonnen). Dagegen hat die Schweiz mit nur 15,7 Tonnen deutlich weniger Gold nach Indien exportiert. Die Inder halten sich schon seit Monaten wegen der hohen Goldpreise in lokaler Währung mit Goldkäufen zurück. Zudem hatten sie im letzten Jahr viel Gold importiert, offenbar über Bedarf.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2X Faktor Long Gold-Future Faktor: 6
CD5B34 Faktor Short Gold-Future Faktor: -6

Industriemetalle: Wie das International Aluminium Institute gestern berichtete, wurden im Mai weltweit 5,44 Mio. Tonnen Aluminium produziert, in etwa so viel wie im Vorjahr. Auf Tagesbasis (175,5 Tsd. Tonnen) war die Produktion im Vergleich zum Vormonat leicht rückläufig. Dies lag aber nicht an der Region Ost- und Zentraleuropa, zu der Russland zählt. Dort wurden im Mai im Vergleich zum April unveränderte Mengen Aluminium hergestellt. Die US-Sanktionen gegen Rusal, die seit Anfang April in Kraft sind, hatten damit bislang keine Auswirkungen auf die russische Aluminiumproduktion. Aus Industriekreisen ist jedoch zu hören, dass die Lagerbestände von Rusal in Russland steigen, das Material also nicht im gewohnten Umfang exportiert wird. Dennoch scheint der globale Aluminiummarkt aktuell gut versorgt zu sein. Hierzu trägt zum einen China bei, das seine Exporte zuletzt deutlich ausgeweitet hatte. Zum anderen gibt es in Japan erste Einigungen bei den laufenden Verhandlungen über die physische Prämie für das dritte Quartal. Diese bleibt im Vergleich zum zweiten Quartal nahezu unverändert, wohingegen die Produzenten deutlich höhere Prämien gefordert hatten. Dies spricht gegen eine Knappheit. Sollte zudem das Material von Rusal wieder auf den Weltmarkt gelangen, könnte dieser sogar temporär überversorgt sein. In diesem Fall sollte der Aluminiumpreis deutlich nachgeben. Gut versorgt war zu Jahresbeginn auch der globale Kupfermarkt. Dieser wies im ersten Quartal gemäß Daten der International Copper Study Group auf saisonbereinigter Basis einen Angebotsüberschuss von 55 Tsd. Tonnen auf.

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