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15.06.18, 09:15

Euro im Sturzflug

Am deutschen Aktienmarkt dominierten nach der EZB-Entscheidung klar die Bullen das Kursgeschehen. Die Notenbank hatte wie von vielen Marktbeobachtern erwartet einen Fahrplan für den Ausstieg aus dem laufenden Anleihekaufprogramm geliefert. Es soll schrittweise zurückgefahren werden und zum Jahresende auslaufen. Zusätzlich verkündeten die Währungshüter, dass mit einer ersten Leitzinsanhebung frühestens im zweiten Halbjahr 2019 zu rechnen ist, was als taubenhaft gewertet wurde. Der DAX schloss zusätzlich gestützt von einem einbrechenden Euro 1,67 Prozent höher bei 13.107 Punkten. MDAX und TecDAX haussierten um 1,19 beziehungsweise 1,38 Prozent. Unter den 110 größten Werten gab es 91 Gewinner (83%) und 19 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen betrug 84 Prozent. Im DAX wechselten 140,3 Millionen Aktien (Vortag: 109,0) im Wert von 5,89 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 4,26) den Besitzer. Alle Sektoren bis auf Banken (-0,56%) endeten im grünen Bereich. Die größten Zugewinne verzeichneten Versorger (+2,68%), Technologie (+1,93%) sowie Pharma & Healthcare (+1,91%). E.ON und RWE verbesserten sich an der DAX-Spitze um 3,35 beziehungsweise 3,24 Prozent. Fresenius SE legte an dritter Stelle um 3,14 Prozent zu.

An der Wall Street endete der Dow 0,10 Prozent tiefer bei 25.175 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 konnte hingegen um 1,03 Prozent auf 7.280 Zähler zulegen. 55 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im Plus. Das Aufwärtsvolumen betrug 50 Prozent und das Abwärtsvolumen 48 Prozent. 102 neuen 52-Wochen-Hochs standen 51 neue Tiefs gegenüber. Stärkste Sektoren waren Versorger und Consumer Discretionary. Am deutlichsten verloren Finanzwerte und Industrietitel.

Am Devisenmarkt wertete der US-Dollar gegenüber allen anderen Hauptwährungen auf. Der Dollar-Index stieg um 1,12 Prozent auf 94,76 Punkte. Der Euro geriet nach der taubenhaften EZB-Entscheidung gegenüber allen anderen Majors unter Druck. EUR/USD fiel um 1,65 Prozent auf ein Monatstief bei 1,1596 USD und zeigte damit den stärksten Tagesverlust seit dem Brexit-Votum vor knapp zwei Jahren.

Der S&P GSCI Rohstoffindex notierte 0,73 Prozent tiefer bei 474,51 Punkten. Brent-Öl verbilligte sich um 0,98 Prozent auf 75,99 USD während sich die US-Sorte WTI um 0,54 Prozent auf 67,00 USD verteuerte. Der Preis für US-Erdgas legte nach den wöchentlichen Lagerbestandsdaten um 0,30 Prozent auf 2,97 USD zu. Comex-Kupfer sackte um 1,26 Prozent auf ein Wochentief bei 3,21 USD ab. Gold handelte 0,47 Prozent fester bei 1.307 (1.125 EUR). Silber stieg um 1,38 Prozent auf ein 2-Monats-Hoch bei 17,23 USD.

Am Rentenmarkt stieg die am Vormittag festgestellte Umlaufrendite um drei Basispunkte auf 0,32 Prozent. Nach der EZB-Entscheidung sackten die Anleiherenditen dann deutlich ab. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete sechs Basispunkte tiefer bei 0,42 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,66 Prozent fester bei 160,85 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes fiel um vier Basispunkte auf 2,94 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh uneinheitlich. Der MSCI Asia Pacific Index gab um 0,20 Prozent auf 172,74 Punkte nach. Der Shanghai Composite verlor mit Blick auf drohende Strafzölle für China seitens der USA 0,78 Prozent. Sehr fest tendierte hingegen der australische ASX 200 mit einem Plus von 1,23 Prozent. Die Bank of Japan beließ wie erwartet die Geldpolitik unverändert. Jedoch senkte sie ihren Inflationsausblick. Die Börsen in Singapur, Indonesien und Malaysia blieben feiertagsbedingt geschlossen.

Heute stehen von der Makroseite die europäischen Verbraucherpreise, der Empire State Manufacturing Index und die US-Industrieproduktion im Fokus. Für erhöhte Schwankungsfreude und gesteigertes Volumen dürfte der heutige große Verfall an den Terminbörsen (Hexensabbat) sorgen.

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