Der deutsche Aktienmarkt konnte zur Wochenmitte Zugewinne verbuchen. Viele Anleger hielten sich jedoch im Vorfeld der am Abend stattfindenden Notenbankentscheidung der Fed sowie der heute anstehenden EZB-Sitzung zurück. Der DAX endete 0,37 Prozent höher bei 12.891 Punkten. MDAX und TecDAX legten 0,25 und 1,30 Prozent zu. Unter den 110 größten Werten (HDAX) gab es 68 Gewinner (64%) und 39 Verlierer. Das Abwärtsvolumen dominierte jedoch mit 58 Prozent. Das Volumen im DAX betrug 109,0 Millionen Aktien (Vortag: 103,8) im Wert von 4,32 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 4,29). Stärkste Sektoren waren Technologie (+1,53%), Pharma & Healthcare (+1,48%) und Transport (+1,26%). Am schwächsten präsentierten sich Bauwerte (-1,64%), Telekommunikation (-1,18%) und Banken (-0,55%). Den Spitzenplatz im DAX belegte die Lufthansa-Aktie mit einem Plus von 3,24 Prozent. Das Papier der Kranich-Airline profitierte von positiven Verkehrszahlen des Frankfurter Flughafenbetreibers Fraport. Die im MDAX notierte Fraport-Aktie verbesserte sich bei hohem Volumen um 3,42 Prozent und konnte erstmals seit März die 200-Tage-Linie per Schlusskurs überwinden. Bayer und Siemens verbesserten sich an zweiter und dritter Stelle im DAX um 2,50 respektive 2,39 Prozent. Beim Industriekonzern Siemens wird laut einem Agenturbericht derzeit der Verkauf des Geschäfts mit Gasturbinen geprüft. Das Schlusslicht im Leitindex bildete HeidelbergCement mit einem Abschlag von 2,06 Prozent. Deutsche Telekom und E.ON gaben um 1,19 und 1,14 Prozent nach.
An der Wall Street überwogen nach der Fed-Entscheidung die negativen Vorzeichen. Die Notenbank hatte wie allgemein erwartet den Leitzins um 25 Basispunkte angehoben. Für den Rest des Jahres signalisierten die aktualisierten Projektionen der FOMC-Mitglieder noch weitere zwei Zinsschritte. Der Dow schloss 0,47 Prozent tiefer bei 25.201 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 verlor 0,05 Prozent auf 7.205 Zähler. 64 Prozent der Werte an der NYSE verzeichneten Kursrückgänge. Das Abwärtsvolumen betrug 68 Prozent. Es gab 104 neue 52-Wochen-Hochs und 33 neue Tiefs. Alle Sektorenindizes bis auf Consumer Discretionary und Healthcare endeten im negativen Terrain. Am deutlichsten verloren Immobilienwerte sowie Rohstofftitel.
Der Devisenmarkt reagierte kaum auf die Leitzinsentscheidung der Fed. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des New Yorker Handels 0,23 Prozent tiefer bei 93,58 Punkten. Der Euro wertete gegenüber allen anderen Hauptwährungen auf. EUR/USD stieg um 0,39 Prozent auf 1,1791 USD. Mit Blick auf die anderen wichtigen Devisen fielen der Yen sowie das Pfund Sterling durch Schwäche auf.
Der S&P GSCI Rohstoffindex gewann 0,32 Prozent hinzu auf 478,01 Punkte. Brent-Öl verteuerte sich nach den wöchentlichen US-Lagerbestandsdaten um 0,94 Prozent auf 76,59 USD. Die EIA hatte einen Rückgang der Rohölbestände um 4,1 Millionen Barrel gemeldet. Die Konsensschätzung hatte auf ein Minus von lediglich 2,7 Millionen Barrel gelautet. Der Preis für US-Erdgas stieg um 0,68 Prozent auf 2,96 USD. Comex-Kupfer notierte 0,26 Prozent fester bei 3,26 USD. Gold stieg um 0,28 Prozent auf 1.303 USD (1.102 EUR). Für Silber und Platin ging es um 1,15 und 0,30 Prozent nach oben. Gegen den Trend büßte Palladium 0,82 Prozent auf 1.007 USD ein.
Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite um drei Basispunkte auf 0,29 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete nach einem richtungslosen Handel einen Basispunkt tiefer bei 0,48 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,03 Prozent tiefer bei 159,80 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes kletterte um zwei Basispunkte auf 2,98 Prozent.
Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh auf breiter Front schwächer. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um 0,66 Prozent auf 173,56 Punkte. Die rote Laterne in der Region hielt der Kospi mit einem Abschlag von 1,63 Prozent. Die chinesische Industrieproduktion stieg im Mai im Vergleich zum Vorjahr um 6,8 Prozent und damit etwas schwächer als vom Markt erwartet (6,9).
Heute richtet sich der Fokus der Marktteilnehmer auf die geldpolitische Entscheidung der EZB. Einige Beobachter erwarten, dass die Notenbank eine Entscheidung über das Ende des laufenden Anleihekaufprogramms verkünden könnte. Unternehmensseitig könnte die Aktie von Gerry Weber aufgrund einer am Vorabend veröffentlichten Gewinnwarnung belastet werden.
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