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12.06.18, 11:42

Letzte Updates vor dem OPEC-Treffen

Energie: Heute werden die OPEC und die US-Energiebehörde EIA ihre monatlichen Berichte vorlegen. Neben der Einschätzungen zum Nicht-OPEC-Angebot, vor allem zur US-Produktion, die kontinuierlich nach oben angepasst wird, ist die Nachfrageschätzung der EIA von Bedeutung. Sie war im Mai noch von einem Wachstum um jeweils über 1,7 Mio. Barrel pro Tag für dieses und nächstes Jahr ausgegangen, während die „Konkurrenz“, die Internationale Energieagentur IEA, ihre Schätzung für das diesjährige Nachfragewachstum aufgrund hoher Preise bereits von 1,5 auf 1,4 Mio. Barrel täglich reduziert hatte. Die IEA, die morgen erstmals die Einschätzung zur Nachfrage für das Jahr 2019 veröffentlicht, hatte in ihrem letzten Bericht ausführlich die Nachfrageelastizität diskutiert. Zwar ist die Ölnachfrage insgesamt wenig preiselastisch und hängt vor allem vom Wirtschaftswachstum ab. Aber die Preiselastizität der Kraftstoffnachfrage nehme bei steigenden Preisen deutlich zu, sprich die Wahrnehmung und die Belastung der Verbraucher führen eher zu einer Zurückhaltung. Also dürften die Autofahrer in den USA den starken Preisanstieg – die Durchschnittspreise für Superbenzin sind seit Jahresbeginn um 20% auf fast 3 USD je Gallone gestiegen – bereits mit Argwohn verfolgen. Vielleicht deshalb bat die USA die OPEC-Länder um eine Anhebung der Produktion in den nächsten Monaten. Ob der Anstieg der saudischen Produktion im Mai über 10 Mio. Barrel täglich erstmals seit Herbst letzten Jahres mit dieser Bitte zu tun hat, ist fraglich. Klar ist jedoch, dass die größten Ölexporteure Russland und Saudi-Arabien in der Lage und willig sind, ihre Produktion zu erhöhen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9J1Y Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 8
CE9J22 Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8
CE7XGS Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -8
CV55QJ Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: US-Präsident Donald Trump hat sich heute mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un in Singapur getroffen. Das Treffen war laut Trump eine „fantastische Begegnung“ und es hätte „viele Fortschritte“ gegeben. Angeblich haben die USA Nordkorea „einzigartige“ Sicherheitsgarantien angeboten, sofern sich Nordkorea im Gegenzug denuklearisiert. Für Bewegung an den Edelmetallmärkten hat das Treffen zwischen Trump und Kim aber nicht gesorgt. In einem sehr ruhigen Handel notiert Gold wie schon gestern in einer engen Spanne um die Marke von 1.300 USD je Feinunze. Die weitere Richtung für Gold wird wohl die US-Notenbank Fed vorgeben, die heute zu ihrer zweitägigen Sitzung zusammenkommt und morgen Abend wahrscheinlich ein weiteres Mal die Zinsen erhöht. Silber ist gestern erneut aus seiner monatelangen, seitwärts gerichteten Handelsspanne nach oben ausgebrochen und hat sich der Marke von 17 USD je Feinunze genähert. Das charttechnische Bild hat sich hier in den letzten Tagen deutlich verbessert. Sollte die 17 USD-Marke überwunden werden, könnte dies weitere Käufer anlocken und sich der Preisanstieg fortsetzen. Gegenüber Gold hat Silber jedenfalls in den letzten Wochen klar Boden gut gemacht. Das Gold/Silber-Verhältnis ist unter 77 gefallen, den niedrigsten Wert seit Anfang Januar. Dagegen hat Platin gegenüber Gold nicht aufgeholt – der Preisabstand beträgt weiter knapp 400 USD je Feinunze –, aber immerhin seinen Abwärtstrend gestoppt.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2X Faktor Long Gold-Future Faktor: 6
CD5B34 Faktor Short Gold-Future Faktor: -6

Industriemetalle: Gestern hat sich BHP Billiton, der Betreiber der „Spence“-Kupfermine in Chile, mit der Gewerkschaft auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. „Spence“ hat im letzten Jahr knapp 200 Tsd. Tonnen Kupfer produziert. BHP Billiton investiert rund 2,5 Mrd. USD, um das Minenleben deutlich zu verlängern. Neues Material aus dieser Mine soll ab 2021 an den Markt kommen. Die Einigung könnte Signalwirkung auf die laufenden Tarifverhandlungen in der „Escondida“-Kupfermine haben, die ebenfalls von BHP Billiton betrieben wird. „Escondida“ ist die weltweit größte Kupfermine mit einer Produktionskapazität von über 1 Mio. Tonnen p.a. Die Mine hat im letzten Jahr aber streikbedingt „nur“ rund 900 Tsd. Tonnen Kupfer produziert. BHP Billiton hat gestern auf die ambitionierten Forderungen der Gewerkschaft geantwortet. Details hierzu sind bislang nicht bekannt, Verhandlungen könnten aber schon in Kürze beginnen. Sollte es Fortschritte geben, dürfte dies die Befürchtungen der Marktteilnehmer über mögliche Produktionsausfälle verringern und entsprechend zu niedrigeren Kupferpreisen beitragen. Der brasilianische Eisenerz- und Nickelproduzent Vale hat gestern die Erweiterung der „Voisey’s Bay“-Nickelmine in Kanada angestoßen. Die erste Produktion aus dem Untertagebau soll 2021 erfolgen. In der Mine wird auch Kobalt abgebaut. Vale setzt damit offenbar auf eine langfristig hohe Nachfrage nach Nickel und Kobalt zur Herstellung von Batterien für Elektroautos. Zur Finanzierung der Minenerweiterung hat Vale einen Großteil der zukünftigen Kobaltproduktion bereits im Vorfeld verkauft.

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