Der deutsche Aktienmarkt konnte zum Wochenstart trotz des politisch frostigen G7-Treffens in Kanada und von US-Präsident Donald Trump erneut angedrohten Strafzöllen auf Automobile Zugewinne verbuchen. Stützend wirkte das Bekenntnis des neuen italienischen Finanzministers Giovanni Tria zur Eurozone sowie zum Abbau der Verbindlichkeiten des hochverschuldeten Landes. Der DAX schloss 0,59 Prozent fester bei 12.843 Punkten. MDAX und TecDAX endeten 0,18 und 1,38 Prozent fester. Unter den 110 größten Werten gab es 71 Gewinner (66%) und 36 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen betrug 75 Prozent. Im DAX wurden 112,1 Millionen Aktien (Vortag: 118,6) im Wert von 4,25 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 4,25) gehandelt. Stärkste Sektoren waren Telekommunikation (+2,24%), Banken (+1,90%) und Chemie (+1,85%). Am deutlichsten verloren Transport (-1,64%), Automobile (-0,65%) und Medien (-0,58%). Die DAX-Spitze wurde von der Commerzbank-Aktie mit einem Plus von 3,45 Prozent belegt. Sie profitierte von einer positiven Analystenstudie. Deutsche Telekom und BASF verbesserten sich dahinter um 2,32 und 2,22 Prozent. Deutsche Post rangierte mit einem Abschlag von 3,07 Prozent erneut am Indexende und litt damit weiter unter der zum Wochenausklang ausgegebenen Gewinnwarnung. Deutsche Börse und Continental verloren 1,49 und 1,17 Prozent.
An der Wall Street schloss der Dow 0,02 Prozent höher bei 25.322 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 legte um 0,22 Prozent auf 7.168 Punkte zu. 53 Prozent der Werte an der NYSE endeten im Plus. Das Aufwärtsvolumen lag bei 63 Prozent. 147 neue 52-Wochen-Hochs standen 25 neue Tiefs gegenüber. Die stärksten Sektoren waren Hersteller nicht-zyklischer Konsumgüter (Consumer Staples) und Energiewerte. Am deutlichsten abwärts ging es mit Versorgern und Finanzwerten.
Am Devisenmarkt hielten sich die Ausschläge im Vorfeld der in den kommenden Tagen anstehenden Notenbanksitzungen von Fed, EZB und BoJ in engen Grenzen. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des New Yorker Handels 0,04 Prozent höher bei 93,57 Punkten. Der Euro konnte gegenüber allen anderen Hauptwährungen aufwerten. EUR/USD stieg um 0,15 Prozent auf 1,1786 USD. Der Kanada-Dollar litt unter einer scharfen Verbalattacke seitens der US-Administration gegenüber dem Gastgeber Justin Trudeau im Nachgang zum G7-Treffen.
Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise verlor 0,17 Prozent auf 475,34 Punkte. Brent-Öl notierte 0,09 Prozent tiefer bei 76,39 USD. Der Preis für US-Erdgas legte um 1,83 Prozent auf 2,94 USD zu. Comex-Kupfer verbilligte sich um 1,41 Prozent auf 3,25 USD. Gold handelte 0,11 Prozent fester bei 1.304 USD (1.103 EUR). Silber stieg um 1,28 Prozent auf ein 7-Wochen-Hoch bei 16,96 USD und konnte sich damit von der überwundenen 200-Tage-Linie nach oben absetzen.
Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite um vier Basispunkte auf 0,28 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete ebenfalls vier Basispunkte höher bei 0,49 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,29 Prozent tiefer bei 159,84 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes kletterte um drei Basispunkte auf 2,96 Prozent.
Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh während des laufenden Treffens in Singapur zwischen dem US-Präsidenten Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un überwiegend von der freundlichen Seite. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 0,20 Prozent auf 175,40 Punkte.
Heute stehen von der Makroseite der ZEW-Index der Konjunkturerwartungen sowie die US-Verbraucherpreise im Fokus. Unternehmensseitig könnten Infineon und HeidelbergCement Impulse von Kapitalmarkttagen erhalten. Die Börsen in Russland bleiben feiertagsbedingt geschlossen.
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