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11.06.18, 14:19

G7-Eklat (noch) ohne Auswirkungen – das müssen Gold- und Öl-Anleger jetzt wissen!

Energie: Die nächsten zwei Wochen dürfte der Ölmarkt vor allem im Zeichen des OPEC-Treffens am 22. Juni in Wien stehen. Dabei sind die Spannungen und Unstimmigkeiten zwischen den verschiedenen OPEC-Ländern fast noch größer als die der G7-Staaten auf ihrem letzten Gipfel in Kanada. So wollen die Länder mit aktuell hoher Produktion und geringen freien Produktionskapazitäten – z.B. der Irak und Iran – per se keine Produktions¬anhebung der anderen dulden. Saudi-Arabien und Russland sind dagegen gern bereit, ihre Produktion zu erhöhen, um den Angebotsengpässen wegen der Produktionsausfälle in Venezuela und möglicher Exportrestriktionen gegen den Iran vorzubeugen. Schaffen die Letzteren bereits Fakten? So wird von Interfax gemeldet, dass Russland im Juni seine Produktion auf 11,1 Mio. Barrel täglich erhöht hat, den höchsten Stand seit Februar 2017, als die Produktionskürzungen schrittweise umgesetzt wurden. Für den Ölpreis ist aber nicht nur die OPEC, sondern auch die US-Produktion von Bedeutung, die aktuell von Rekord zu Rekord eilt. In der Vorwoche ist die Anzahl der aktiven Bohrungen auf 862 gestiegen, den höchsten Stand seit März 2015. Deshalb dürften die OPEC und IEA dem Beispiel der US-Energiebehörde folgen und ihre Schätzungen für die US-Produktion diese Woche massiv anheben. Dies sorgt nicht nur für eine anhaltend hohe Preisdifferenz zwischen WTI und Brent von knapp 11 USD zu Gunsten von Brent, sondern bewegt wohl auch die Großanleger dazu, ihre überaus positive Haltung zum Ölpreis zu überdenken. Sie haben ihre Netto-Long-Positionen bei den beiden Ölsorten in der Woche zum 5. Juni weiter reduziert.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9J1Y Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 8
CE9J22 Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8
CE7XGS Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -8
CV55QJ Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: Gold hat zu Wochenbeginn nur kurz über die Marke von 1.300 USD je Feinunze geschaut und damit ähnlich wie die Industriemetalle kaum eine Reaktion auf den Eklat beim G7-Treffen in Kanada am Wochenende gezeigt. Der Blick der Marktteilnehmer richtet sich bereits nach vorne: Morgen treffen sich US-Präsident Donald Trump und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un in Singapur. Sollte es dort zu einer Übereinkunft kommen, dürften die geopolitischen Risiken in der Region sinken und entsprechend Gold als sicherer Hafen weniger gefragt sein. Wichtiger für Gold werden aber die Sitzungen der US-Notenbank Fed und der Europäischen Zentralbank sein. Während die Fed aller Voraussicht nach die Zinsen erneut anheben dürfte, könnte die EZB den Ausstieg aus ihrer expansiven Geldpolitik ankündigen. Bis zur Fed-Zinsentscheidung am Mittwochabend gehen wir von weiter seitwärts tendierenden oder etwas schwächeren Goldpreisen aus, womit Gold dem oftmals üblichen Handelsmuster vor „großen“ Fed-Sitzungen folgen würde. Im Nachgang solcher Sitzungen hatte sich Gold häufig erholt.
In China wurden im Mai 1,89 Mio. Autos verkauft. Gemäß Daten des Verbands der chinesischen Automobilproduzenten waren dies 7,9% mehr als im Vorjahr. In den ersten fünf Monaten des Jahres wurden gut 5% mehr Autos verkauft als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum, womit der chinesische Automarkt auf dem Weg zu einem neuen Rekordjahr ist. Die guten Zahlen tragen dazu bei, dass Palladium weiterhin klar über der Marke von 1.000 USD je Feinunze notiert.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2X Faktor Long Gold-Future Faktor: 6
CD5B34 Faktor Short Gold-Future Faktor: -6

Industriemetalle: Die Metallpreise zeigen sich zum Wochenauftakt wenig bewegt. Sie ignorieren damit auch das G7-Treffen vom Wochenende, das mit einem Eklat zu Ende gegangen war. Nachdem US-Präsident Donald Trump frühzeitig von dem Treffen abgereist war, ließ er später die gemeinsame Abschlusserklärung, die schon von allen beteiligten Staaten unterschrieben war, platzen. Dadurch sind erneut die großen Differenzen zwischen Trump und den anderen Staats- und Regierungschefs der G7 hervorgetreten. Zudem ist eine Eskalation des Handelsstreits wahrscheinlicher geworden, da Trump twitterte, dass sich die USA „Zölle auf Autos anschauen, die den US-Markt fluten“. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat für diesen Fall mit harten Konsequenzen Deutschlands und der EU gedroht. Sollte es tatsächlich zu einem Handelskrieg kommen, dürften sich auch die Industriemetalle der damit einhergehenden Unsicherheit und Risikoaversion der Marktteilnehmer nicht mehr entziehen können. Diese Woche dürften die Metallpreise u.E. aber noch gut unterstützt sein, sofern die chinesischen Konjunkturdaten (Industrieproduktion, Anlageinvestitionen) nicht negativ überraschen. Damit würde sich das positive Momentum fortsetzen. Schon in der Woche zum 5. Juni hatten die spekulativen Finanzinvestoren laut CFTC-Statistik ihre Netto-Long-Positionen bei Kupfer an der Comex in New York deutlich ausgeweitet. Der höhere Optimismus dieser kurzfristig orientierten Anleger hat stark zum Preisanstieg von Kupfer in den letzten beiden Wochen beigetragen.

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