Der deutsche Aktienmarkt präsentierte sich zum Wochenausklang von der schwachen Seite. Neben enttäuschenden Konjunkturdaten lastete auch eine Gewinnwarnung der Deutschen Post auf der Stimmung. Zudem hielten sich die Anleger mit Blick auf das G7-Treffen in Kanada zurück. Der DAX schloss 0,34 Prozent tiefer bei 12.767 Punkten. Auf Wochensicht konnte der Leitindex um 0,33 Prozent zulegen. MDAX und TecDAX verloren am Berichtstag 0,13 und 0,36 Prozent. Unter den 110 größten Werten (HDAX) gab es 46 Gewinner (43%) und 61 Verlierer. Das Abwärtsvolumen betrug 79 Prozent. Das Volumen im DAX lag bei 118,6 Millionen Aktien (Vortag: 97,0) im Wert von 4,43 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 4,21). Bei der Sektorenperformance lagen Immobilienwerte (+0,81%), Softwaretitel (+0,80%) und Konsumwerte (+0,64%) vorne. Am deutlichsten verloren Transportwerte (-3,47%), Rohstoffwerte (-2,36%) und Automobile (-1,10%). Den Spitzenplatz im DAX belegte die Vonovia-Aktie mit plus 1,49 Prozent. Henkel und Beiersdorf rückten dahinter um 0,94 und 0,86 Prozent vor. Die Aktie der Deutschen Post sackte um 4,64 Prozent ab. Der Logistikkonzern hatte aufgrund eines schwachen Brief- und Paketgeschäfts überraschend seine Jahresprognose deutlich gekappt. Lufthansa und Fresenius notierten mit Abschlägen von 2,46 und 2,22 Prozent.
An der Wall Street überwogen zur Schlussglocke die positiven Vorzeichen. Der Dow Jones Industrial notierte 0,29 Prozent fester bei 25.317 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 endete unverändert bei 7.153 Punkten. 57 Prozent der Werte an der NYSE konnten Zugewinne verbuchen. Das Aufwärtsvolumen lag bei 66 Prozent. 117 neuen 52-Wochen-Hochs standen 23 neue Tiefs gegenüber. Stärkste Sektoren waren Consumer Staples und Healthcare. Am deutlichsten verloren Energie und Technologie.
Am Devisenmarkt endete der Dollar-Index 0,15 Prozent fester bei 93,53 Punkten. Der Euro musste nach enttäuschenden Produktionsdaten aus Deutschland und Frankreich gegenüber den meisten anderen Hauptwährungen Verluste hinnehmen. EUR/USD fiel um 0,26 Prozent auf 1,1768 USD. Mit Blick auf die anderen Hauptwährungen präsentierten sich der Kanada-Dollar und der Yen fest, während der Austral-Dollar Schwäche zeigte.
Der S&P GSCI Rohstoffindex endete 0,27 Prozent tiefer bei 476,16 Punkten. Brent-Öl verbilligte sich um 1,11 Prozent auf 76,46 USD. Belastend wirkten die Sorge über eine steigende US-Produktion sowie die Meldung geringerer Importe seitens China. Am Abend berichtete Baker Hughes den dritten Wochenanstieg in Folge bei den aktiven US-Ölbohrungen. Der Preis für US-Erdgas gab um 1,37 Prozent auf 2,89 USD nach. Comex-Kupfer konnte seine Rally mit einem Aufschlag von 0,76 Prozent auf ein 5-Monats-Hoch bei 3,30 USD fortsetzen. Auf Wochensicht verteuerte sich das Industriemetall aufgrund der Sorge vor einem möglichen Streik in der weltgrößten Kupfermine Escondida um 6,50 Prozent. Gold handelte nahezu unverändert bei 1.303 USD (1.104 EUR). Silber gab um 0,44 Prozent auf 16,74 USD nach.
Am Rentenmarkt profitierten die Anleihekurse von der gesunkenen Risikofreude und den enttäuschend schwachen Konjunkturdaten aus Deutschland und Frankreich. Entsprechend gaben die Renditen nach. Die am Vormittag festgestellte Umlaufrendite gab um acht Basispunkte auf 0,24 Prozent nach. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete zwei Basispunkte tiefer bei 0,45 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,46 Prozent höher bei 160,31 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes verharrte bei 2,93 Prozent.
Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh uneinheitlich. Der MSCI Asia Pacific Index notierte 0,23 Prozent fester bei 175,27 Punkten. Besonders freundlich tendierten der Nikkei 225 (+0,62%) und der Kospi (+0,56%). Der Shanghai Composite (-0,26%) hielt die rote Laterne in der Region. Die Börsen in Australien blieben feiertagsbedingt geschlossen.
Heute stehen keine potenziell marktbewegenden Veröffentlichungen im Kalender.
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