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07.06.18, 17:50

Silber hat zuletzt gegenüber Gold aufgeholt – das sollten Anleger jetzt wissen!

Energie: Die Ölpreise verzeichneten gestern das gleiche Handelsmuster wie am Vortag. Zunächst gaben die Preise merklich nach, erholten sich im Anschluss aber wieder. Brent handelt daher am Morgen wieder bei 76 USD je Barrel. Da WTI die Verluste nur teilweise wieder wettmachen konnte, hat sich der Preisabschlag zu Brent auf 11 USD je Barrel ausgeweitet. Der Preisrückgang wurde von auf ganzer Linie enttäuschenden US-Lagerdaten ausgelöst. Die Rohölvorräte stiegen wegen höherer Netto-Importe unerwartet, die Rohölproduktion erreichte ein neues Rekordniveau und die Benzinnachfrage war für die Woche nach dem Memorial Day erschreckend schwach. Letzteres führte neben einer höheren Rohölverarbeitung zu einem kräftigen Lageraufbau bei Benzin. Dass sich die Preise schnell wieder erholten, lag an den drohenden bzw. sich vergrößernden Angebotsausfällen im Iran und in Venezuela. Mehrere europäische Ölunternehmen, u.a. Total, Eni, Repsol und Hellenic Petroleum, haben angekündigt, sich wegen der drohenden US-Sanktionen aus dem Iran-Geschäft zurückziehen zu wollen. Damit droht dem Atomabkommen das Aus. Venezuela soll laut Daten von Reuters mit den Öllieferungen gegenüber seinen Kunden mittlerweile fast einen Monat in Verzug sein. Die Rede ist von 80 Tankern, die vor den Häfen auf ihre vorgesehene Beladung warten. Die Lademenge beläuft sich demzufolge auf 24 Mio. Barrel Rohöl und Ölprodukte. Die Ölexporte Venezuelas befinden sich im freien Fall. Im Mai lagen sie nur noch bei 1,168 Mio. Barrel pro Tag. Es ist daher wahrscheinlich, dass PDVSA in Kürze die vertraglichen Lieferverpflichtungen aufkündigen wird.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9J1Y Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 8
CE9J22 Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8
CE7XGS Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -8
CV55QJ Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: Gold profitiert nicht vom schwachen US-Dollar und handelt weiter knapp unter 1.300 USD je Feinunze. Freundliche Aktienmärkte und die gestiegene Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen standen wohl einem Preisanstieg von Gold entgegen. Durch die Bewegung im EUR-USD-Wechselkurs ist Gold in Euro gerechnet wieder unter 1.100 EUR je Feinunze gerutscht. Es hat damit fast alle Gewinne im Zuge der zwischenzeitlich deutlich gestiegenen politischen Risiken in der Eurozone (Italien, Spanien) wieder abgegeben. Silber hat sich gestern deutlich besser entwickelt als Gold und um gut 1% auf 16,7 USD je Feinunze verteuert. Das Gold/Silber-Verhältnis ist deshalb unter 78 auf den niedrigsten Wert seit Ende Januar gefallen. Die Outperformance von Silber spiegelt unseres Erachtens den Risikoappetit der Marktteilnehmer wider und steht im Einklang mit dem starken Anstieg der Industriemetallpreise. Während Platin nur leicht gestiegen ist, ging es für Palladium mit der Eröffnung der US-Märkte deutlich nach oben. Am Handelsende stand ein Plus von 2,5% zu Buche. Der Palladiumpreis ist gestern aus seiner mehrwöchigen Seitwärtsbewegung nach oben ausgebrochen und hat dabei die charttechnisch wichtigen 200- und 100-Tage-Linien sowie die psychologisch wichtige Marke von 1.000 USD je Feinunze überwunden, was weitere Käufer angelockt haben dürfte. Thomson Reuters GFMS hat gestern einen Bericht veröffentlicht, wonach der Palladiummarkt in diesem Jahr ein Angebotsdefizit von 1,3 Mio. Unzen aufweisen dürfte. Die Einschätzung von GFMS steht im Einklang mit der von Metals Focus, aber im Gegensatz zu der von Johnson Matthey (Defizit von nur 240 Tsd. Unzen).

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2X Faktor Long Gold-Future Faktor: 6
CD5B34 Faktor Short Gold-Future Faktor: -6

Industriemetalle: Die Metallpreise sind weiter im Aufwind und haben gestern mit wenigen Ausnahmen erneut stark zugelegt. Dabei haben der schwache US-Dollar und freundliche Aktienmärkte, die den Risikoappetit der Marktteilnehmer ausdrücken, eine Rolle gespielt. Die Aufwärtsbewegung setzt sich heute Morgen fort, insbesondere bei Kupfer. In London verteuert es sich auf fast 7.300 USD je Tonne und nimmt damit das 4-Jahreshoch von Ende Dezember ins Visier. Seit Monatsbeginn ist Kupfer mittlerweile um über 6% gestiegen. Aus charttechnischer Sicht ist der Kupferpreis Anfang der Woche aus seiner Seitwärtsbewegung nach oben ausgebrochen, was offenbar technische Anschlusskäufe ausgelöst hat. Auch dürften die spekulativen Finanzinvestoren verstärkt Kupfer gekauft haben. Schon in der letzten Woche hatten sie ihre Netto-Long-Positionen laut LME-Statistik etwas ausgeweitet. In Shanghai steigt der Kupferpreis heute auf ein 5-Monatshoch und in New York kostet Kupfer so viel wie zuletzt vor vier Monaten. Unbeeindruckt zeigen sich Kupfer und die anderen Industriemetalle dagegen von den geplanten Vergeltungszöllen der EU im Handelsstreit mit den USA, die ab Juli erhoben werden sollen. Die Liste der betroffenen Produkte ist allerdings überschaubar. Sie könnte jedoch wiederum zu einer schnelleren Einführung von Importzöllen auf Autos und Autoteile in den USA führen, was US-Präsident Donald Trump derzeit ohnehin prüfen lässt. Dies dürfte dann wohl nicht mehr spurlos an den Märkten vorbeigehen.

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