Der deutsche Aktienmarkt tendierte zur Wochenmitte freundlich. Der DAX schloss trotz eines festen Euro und der anhaltenden Sorge um die weitere politische Entwicklung in Italien 0,33 Prozent fester bei 12.830 Punkten. MDAX und TecDAX rückten um 0,44 und 0,36 Prozent vor. Unter den 110 größten Werten gab es 68 Gewinner (64%) und 39 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen betrug 71 Prozent. Im DAX wechselten 110,3 Millionen Aktien (Vortag: 111,2) im Wert von 4,10 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 4,39) den Besitzer. Stärkste Sektoren waren Banken (+2,23%), Rohstoffe (+2,17%) und Technologie (+1,33%). Am deutlichsten verloren Versorger (-0,80%), Versicherungen (-0,52%) und Transport (-0,37%). Die Aktie der Commerzbank belegte mit einem Plus von 4,51 Prozent die DAX-Spitze. Dahinter folgten adidas und Fresenius SE mit Zugewinnen von 3,56 beziehungsweise 2,79 Prozent. RWE gab als Schlusslicht nachrichtenlos um 1,67 Prozent nach. Beiersdorf und E.ON verloren 1,32 und 0,95 Prozent.
An der Wall Street zog der Dow Jones Index um 1,39 Prozent an auf ein 3-Monats-Hoch bei 25.146 Punkten. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 0,60 Prozent nach oben auf ein neues Rekordhoch bei 7.210 Zählern. 62 Prozent der Werte an der NYSE verzeichneten Zuwächse. Das Aufwärtsvolumen betrug 71 Prozent. 190 neuen 52-Wochen-Hochs standen 51 Tiefs gegenüber. Mit Blick auf die Sektorenperformance mussten lediglich Versorger Verluste hinnehmen. Am deutlichsten fielen die Zugewinne bei Rohstoffwerten und Finanzwerten aus. Die Tesla-Aktie haussierte bei hohem Volumen um 9,74 Prozent bis knapp unter die fallende 200-Tage-Linie. Auf der Hauptversammlung des Elektroautobauers zeigte sich der CEO Elon Musk zuversichtlich, bis Ende Juni wie geplant 5.000 Autos des Models 3 pro Woche herzustellen. Ferner enthüllte Musk Pläne zum Bau eines Werks in Schanghai.
Am Devisenmarkt sank der Dollar-Index bis zum Ende des US-Handels um 0,27 Prozent auf 93,64 Punkte. Der Euro erhielt Auftrieb von Äußerungen des EZB-Chefvolkswirtes Peter Praet und wertete gegenüber fast allen anderen Hauptwährungen auf. Praet hatte eine Diskussion über die Fortsetzung des Anleihekaufprogramms angekündigt. Das nach bisherigen Ankündigungen bis mindestens September laufende Kaufprogramm hat ein Volumen von monatlich 30 Milliarden EUR. EUR/USD stieg um 0,48 Prozent auf ein 2-Wochen-Hoch bei 1,1772 USD. Noch stärker gesucht als die Gemeinschaftswährung war unter den Majors lediglich der Austral-Dollar. Abgeben mussten hingegen der Yen und der Franken.
Der S&P GSCI Rohstoffindex gab um 0,19 Prozent auf 471,28 Punkte nach. Brent-Öl verteuerte sich um 0,64 Prozent auf 75,86 USD. Die US-Sorte WTI fiel hingegen um 0,58 Prozent auf 65,14 USD. Die US-Energiebehörde hatte überraschend einen Anstieg der US-Lagerbestände um 2,1 Millionen Barrel auf Wochensicht gemeldet. Die Markterwartung hatte hingegen auf einen Rückgang um 1,8 Millionen Barrel gelautet. Der Preis für US-Erdgas stieg um 0,21 Prozent auf 2,90 USD. Comex-Kupfer setzte seine Rally mit einem Plus von 2,16 Prozent auf ein 4-Monats-Hoch bei 3,27 USD fort. Hier beflügelten Sorgen um streikbedingte Angebotsausfälle sowie ein charttechnischer Ausbruch. Gold handelte nahezu unverändert bei 1.297 USD (1.101 EUR). Silber, Platin und Palladium konnten zwischen 0,55 und 2,77 Prozent zulegen.
Am Rentenmarkt kletterte die am Vormittag festgestellte Umlaufrendite um zwei Basispunkte auf 0,25 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen zog in Reaktion auf die Äußerungen von EZB-Chefvolkswirt Peter Praet um neun Basispunkte auf 0,47 Prozent an. Der Euro-Bund-Future sackte um 0,67 Prozent auf 160,15 Punkte ab. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes legte um fünf Basispunkte auf 2,97 Prozent zu.
Die asiatischen Aktienmärkte konnten heute früh dank der positiven Vorgaben von der Wall Street auf breiter Front Zugewinne verbuchen. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 0,61 Prozent auf 176,38 Punkte. Besonders freundlich präsentierte sich der Nikkei 225 mit einem Aufschlag von 0,87 Prozent. Schwäche zeigte der Shanghai Composite (-0,13%).
Heute stehen von der Makroseite die Daten zum Auftragseingang in der deutschen Industrie im Fokus. Unternehmensseitig hält die Schaltbau Holding ihre Hauptversammlung ab.
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