Nach rechts weisender Zeigefinger (Handrücken) Jetzt für das technische Quartalsupdate am 25. Juni mit HSBC anmelden!
06.06.18, 12:45

Ölpreise fahren Achterbahn

Energie: Die Ölpreise erlebten gestern eine Achterbahnfahrt. Brent fiel zunächst kurzzeitig unter 74 USD je Barrel, den niedrigsten Stand seit der Aufkündigung des Atomabkommens durch US-Präsident Trump am 8. Mai. Am Abend setzte dann eine Preiserholung ein, die Brentöl bis zum Morgen auf 76 USD je Barrel steigen lässt. Auslöser für den Preisrückgang waren Berichte der Nachrichtenagentur Bloomberg, wonach die USA bei der OPEC eine Anhebung der Ölproduktion um 1 Mio. Barrel pro Tag angefragt haben sollen. Offensichtlich wollen die USA im Vorfeld der OPEC-Sitzung am 22. Juni Druck auf ihren Verbündeten Saudi-Arabien ausüben, das sich gegen eine stärkere Produktionsausweitung sträubt. Zudem scheinen sie einem sanktionsbedingten Rückgang der iranischen Ölexporte vorbauen zu wollen. Bislang bestand das Risiko vor allem in den drohenden US-Sanktionen gegen Unternehmen, die mit dem Iran Geschäfte machen. Derzeitige Bemühungen der EU, Ausnahmen von den USA zu bekommen, dürften durch die aktuellen Nachrichten aus dem Iran konterkariert werden. Der Iran hat nämlich angekündigt, seine Urananreicherungskapazitäten ausweiten zu wollen, sobald das Atomabkommen endgültig geplatzt ist. Vorbereitungen dafür würden bereits laufen. Frankreich hat daraufhin den Iran vor dem Überschreiten einer roten Linie gewarnt. Die Aussicht auf stärkere Einschnitte bei den iranischen Ölexporten war ein wesentlicher Grund für die Preiserholung am Abend. In der Nacht kamen Nachrichten aus Venezuela hinzu, wo der staatliche Ölkonzern PDVSA laut informierten Quellen wegen der fallenden Ölproduktion seine Kunden vor Lieferausfällen warnt.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9J1Y Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 8
CE9J22 Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8
CE7XGS Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -8
CV55QJ Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: Gold kämpft wieder mit der Marke von 1.300 USD je Feinunze. Bislang hat es sie aber nicht nachhaltig überwunden, wozu wohl auch die bevorstehende Fed-Sitzung beiträgt. Denn die US-Notenbank wird aller Voraussicht nach nächste Woche die Zinsen ein weiteres Mal anheben. Dies dürfte einem merklichen Preisanstieg von Gold bis dahin entgegenstehen. Unterdessen war die Goldnachfrage in Asien auch im Mai verhalten. Laut Aussagen des indischen Finanzministeriums sind die indischen Goldimporte im Mai im Vergleich zum Vorjahr um 39% auf 77,6 Tonnen gefallen. Dies war bereits der fünfte Monat mit einem Vorjahresrückgang in Folge. In den ersten fünf Monaten des Jahres lagen die indischen Goldimporte gemäß Bloomberg-Daten mit 289,3 Tonnen 42% unter dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. In Indien steht die saisonal schwache Nachfrageperiode mit der Monsunsaison bevor, während der die Landwirte mit der Feldarbeit beschäftigt sind. Zudem ist die Hochzeitssaison fast vorbei und die Abwertung der Indischen Rupie hat Gold weniger erschwinglich gemacht.
In den USA haben die Verkäufe von Goldmünzen im Mai wieder angezogen. Daten der US-Münzanstalt zufolge waren sie mit 24 Tsd. Unzen gut fünfmal so hoch wie im Vormonat und lagen auch 55% über dem Vorjahresniveau. In den ersten fünf Monaten des Jahres wurde aber nur in etwa die Hälfte der Menge des Vorjahres verkauft. Die Absätze von Silbermünzen fielen im Mai dagegen schwach aus. Sie lagen mit 380 Tsd. Unzen 85% unter Vorjahr.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2X Faktor Long Gold-Future Faktor: 6
CD5B34 Faktor Short Gold-Future Faktor: -6

Industriemetalle: Die Metallpreise sind gestern zumeist deutlich gestiegen, obwohl der US-Dollar aufwertete, die Ölpreise zeitweise deutlich unter Druck standen (siehe Energie auf Seite 1) und die Aktienmärkte nicht weiter zulegten. Kupfer handelt heute Morgen auf einem 3-Monatshoch von über 7.100 USD je Tonne. Der Preisanstieg wird unter anderem von einer deutlichen Aufhellung des charttechnischen Bildes unterstützt. Offenbar hat das Überschreiten der 200- und 100-Tage-Linien sowie der Marke von 7.000 USD technische Anschlusskäufe hervorgerufen, die den Preisanstieg verstärkt haben. Als weiteren Grund für den höheren Preis werden Sorgen über Angebotsausfälle im Zuge möglicher Streiks in der „Escondida“-Mine in Chile genannt. Dort haben am Wochenende die Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag begonnen. Diese könnten sich über mehrere Monate hinziehen, die Sorgen halten wir für verfrüht. Stark im Aufwind ist auch weiterhin Nickel. Es nähert sich der Marke von 16.000 USD je Tonne und hat sich allein seit Anfang Mai um über 15% bzw. gut 2.000 USD verteuert. Das Hoch von Mitte April wegen der Sorgen über eine Ausweitung der US-Sanktionen auf den russischen Nickelproduzenten Norilsk Nickel, die sich als unbegründet erwiesen, scheint in Reichweite. Auftrieb erhält Nickel unter anderem von spekulativen Käufen, wie die jüngste LME-Statistik zeigt. Die spekulativen Finanzanleger setzen offenbar auf einen stark angespannten Nickelmarkt im Zuge einer hohen Nachfrage nach Nickel für Batterien.

Rechtline Hinweise: Bitte beachten Sie die rechtlichen Hinweise

Bitte beachten Sie zusätzlich den wichtigen Hinweis zu allen abgebildeten Charts und Kursverläufen: Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.  

Bei den hier dargestellten Inhalten handelt es sich um fremde Inhalte. Für diese fremden Inhalte ist ausschließlich der jeweilige Eingeber verantwortlich. Eine inhaltliche, redaktionelle Überprüfung durch die DZB Media GmbH erfolgt ausdrücklich nicht. Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang ergänzend den Haftungsausschluss unter https://www.zertifikateberater.de/impressum.

Sollte ein hier durch einen Eingeber distribuierter Inhalt aus Ihrer Sicht gegen geltendes Recht verstoßen, schicken Sie bitte eine Email an nc. Der gemeldete Inhalt wird umgehend überprüft und ggf. gesperrt.