EUR, USD: Zu der EUR-USD-Erholung der letzten Tage haben sowohl ein stärkerer Euro als auch ein leicht schwächerer Dollar beigetragen. Es sieht jedoch ganz danach aus, als hätte das Währungspaar mit Kursen um 1,17 fürs erste neue Wohlfühlniveaus erreicht. Zumindest spricht für mich wenig dafür, dass sich die Euro-Aufwertung auf kurze Sicht fortsetzt. Der Markt dürfte mittlerweile den Schreck vor Neuwahlen in Italien verdaut haben. Der Blick richtet sich stattdessen mehr und mehr auf die konkreten Haushaltspläne der neuen Koalitionsregierung in Rom und die wohl zu erwartenden missbilligenden Reaktionen einiger EU-Partner. Darüber hinaus kommen bereits Diskussionen auf, inwiefern sich die politische Unsicherheit auf die Euroraum-Konjunktur, die zuletzt ohnehin schwächelte, auswirken wird. Eine Normalisierung der Geldpolitik durch die EZB, die dem Euro unter die Arme greifen könnte, scheint vor diesem Hintergrund in immer weitere Ferne zu rücken. Gleichzeitig fallen mir auch keine guten Gründe für eine Wiederaufnahme der USD-Rallye ein. Klar, die US-Zinserwartungen des Marktes hätten vielleicht noch etwas Raum nach oben. Doch letztlich geht es für die Währung weniger darum, ob dieses Jahr ein Zinsschritt mehr oder weniger erwartet wird, sondern ob die Fed ihren Normalisierungskurs hält. Und davon ist die Mehrheit der Marktteilnehmer mittlerweile überzeugt, was die entscheidende Stütze für den Greenback ist. Auch von Seiten des Handelskonflikts der USA mit gefühlt dem Rest der Welt erwarte ich kurzfristig keine größeren Impulse. Denn noch bleibt abzuwarten, ob sich beispielsweise die EU überhaupt auf Gegenmaßnahmen einigen kann und sich die Situation damit zuspitzt. Nach den jüngsten Turbulenzen an den Finanzmärkten erscheinen mir ein paar ruhigere Handelstage allerdings auch eine durchaus willkommene Abwechslung.
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