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04.06.18, 09:14

Marktüberblick: Dialog Semiconductor bricht ein

Der deutsche Aktienmarkt konnte zum Wochenschluss deutliche Zugewinne verbuchen. Für Erleichterung unter den Anlegern sorgte, dass sich die 5-Sterne-Bewegung und die Lega in Italien nun doch auf eine Regierungsbildung haben einigen können. Die ansonsten drohenden Neuwahlen hätten Umfragen zufolge zu einer weiteren Stärkung der antieuropäischen Kräfte führen können. Der DAX schloss 0,94 Prozent höher bei 12.724 Punkten. Auf Wochensicht musste der Leitindex dennoch ein Minus von 1,65 Prozent hinnehmen. MDAX und TecDAX legten am Berichtstag um 0,76 respektive 0,31 Prozent zu. Die Marktbreite gestaltete sich positiv. Unter den 110 größten Werten (HDAX) gab es 75 Gewinner (71%) und 31 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen betrug 79 Prozent. Im DAX lag das Volumen bei 127,2 Millionen Aktien (Vortag: 190,0) im Wert von 4,21 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 4,57). Stärkste DAX-Sektoren waren Banken (+3,23%) und Versicherungen (+2,01%) aufgrund der rückläufigen Anleiherenditen in Italien. Ebenfalls gesucht waren Rohstoffaktien (+1,79%) trotz der Implementierung der US-Strafzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte aus Europa. Am deutlichsten verloren Versorger (-0,76%), Konsumwerte (-0,28%) und Immobilien (-0,27%). Den Spitzenplatz im DAX belegte die Aktie der Commerzbank mit einem Plus von 4,82 Prozent. Deutsche Bank und Munich Re folgten mit Aufschlägen von 2,76 und 2,58 Prozent. Vonovia büßte als Schlusslicht 1,13 Prozent ein. RWE und E.ON gaben um 0,87 und 0,68 Prozent nach. Im TecDAX stand die Aktie von Dialog Semiconductor mit einem Kursrutsch um 15,21 Prozent im Fokus. Das Papier geriet aufgrund einer am Vorabend veröffentlichten Gewinnwarnung unter Druck und markierte nach einer Abwärtslücke aus einer mehrwöchigen Seitwärtspendelbewegung bei extrem hohem Volumen ein 4-Jahres-Tief.

An der Wall Street herrschte nach besser als erwarteten Konjunkturdaten Kauflaune vor. In der weltgrößten Volkswirtschaft wurden im Mai 223.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen. Die Konsensschätzung hatte auf 190.000 gelautet nach revidierten 159.000 im April. Die Arbeitslosenquote sank auf ein 18-Jahres-Tief bei 3,8 Prozent (Konsens: unveränderte 3,9%), die Stundenlöhne erhöhten sich um 0,3 Prozent (0,2%). Auch der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe und die Bauausgaben legten deutlich besser als erwartet zu. Der Dow schloss 0,89 Prozent höher bei 24.635 Punkten. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 1,66 Prozent nach oben auf ein 11-Wochen-Hoch bei 7.084 Punkten. Er beendete damit eine mehrwöchige Trading-Range. 68 Prozent der Werte an der NYSE endeten im grünen Bereich. Das Aufwärtsvolumen betrug ebenfalls 68 Prozent. Es gab 116 neue 52-Wochen-Hochs und 40 neue Tiefs. Mit Blick auf die Sektorenperformance lagen Technologie und Rohstoffe vorne. Einzig der Versorger-Sektor zeigte nach Gewinnmitnahmen ein Minus, welches allerdings sehr kräftig ausfiel.

Am Devisenmarkt kletterte der Dollar-Index, der die Entwicklung des Greenback gegenüber einem Korb aus sechs anderen wichtigen Währungen abbildet, um 0,18 Prozent auf 94,15 Punkte. Stützend wirkten die besser als erwarteten US-Konjunkturdaten. Der Euro wertete gegenüber fast allen anderen Hauptwährungen ab. EUR/USD gab nach zwei Gewinntagen in Folge um 0,28 Prozent auf 1,1658 USD nach. Unter den Hauptwährungen war das Pfund Sterling am stärksten gesucht. Die Inselwährung wurde von einem positiv ausgefallenen Industrie-Einkaufsmanagerindex beflügelt. Sehr schwach präsentierte sich hingegen der Yen.

Der S&P GSCI Rohstoffindex fiel um 0,90 Prozent auf 477,11 Punkte. Brent-Öl verbilligte sich um 0,99 Prozent auf 76,79 USD. Die US-Sorte WTI gab um 1,83 Prozent auf 65,81 USD nach. Baker Hughes berichtete vom zweiten Wochenanstieg in Folge für die Zahl aktiver US-Ölbohrungen (Rig-Count). Demnach stieg die vielbeachtete Kennziffer um zwei auf 861, das höchste Niveau seit März 2015. US-Erdgas legte um 0,34 Prozent auf 2,96 USD zu. Comex-Kupfer verteuerte sich um 1,09 Prozent auf 3,10 USD. Gold verlor 0,41 Prozent auf 1.295 USD (1.110 EUR). Silber und Platin notierten 0,10 und 0,37 Prozent tiefer. Gegen den Trend stieg Palladium um 1,52 Prozent auf 996,60 USD.

Am Rentenmarkt ging es mit den Staatsanleihekursen aufgrund der erhöhten Risikofreude abwärts, entsprechend kletterten die Renditen. Die Umlaufrendite stieg um sieben Basispunkte auf 0,22 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen legte um zwei Basispunkte auf 0,38 Prozent zu. Der Euro-Bund-Future schloss 0,27 Prozent tiefer bei 161,32 Punkten. Neben der Regierungsbildung in Italien trugen in den USA auch besser als erwartete Konjunkturdaten zum Renditeanstieg bei. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes zog um sechs Basispunkte auf 2,89 Prozent an.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh ungeachtet des schwelenden Handelskonflikts ganz überwiegend von der freundlichen Seite. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 1,12 Prozent auf 174,06 Punkte und damit so kräftig wie seit elf Wochen nicht mehr. Besonders deutlich fielen die Zugewinne beim Hang Seng Index (+1,30%) sowie dem Nikkei 225 (+1,33%) aus.

An Konjunkturdaten sind heute der sentix-Konjunkturindex für den Juni sowie der Auftragseingang in der US-Industrie im April relevant. Unternehmensseitig findet bei S&T die Hauptversammlung statt. Im Blick dürfte zudem die Bayer-Aktie stehen. Am Sonntag gab der Pharma- und Agrarchemiekonzern bekannt, zur Finanzierung der Monsanto-Übernahme eine Kapitalerhöhung mit einem Gesamtvolumen von 6 Milliarden EUR zu starten. Experten hatten mit einem deutlich höheren Volumen gerechnet. Ferner kündigten die Leverkusener die Begebung von Anleihen im Gesamtvolumen von bis zu 20 Milliarden EUR an.

Produktidee: Classic Turbo-Optionsscheine
WKN Typ Basiswert Merkmale
CA1546 Call Dialog Semiconductor Hebel: 5,2
CA2U0C Put Dialog Semiconductor Hebel: 3,7
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