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04.06.18, 14:13

Gebremste Nachfrage nach Gold als sicherem Hafen – Verunsicherung bei Anlegern lässt nach!

Energie: Brentöl startet wenig verändert bei 76,7 USD je Barrel in die neue Handelswoche. WTI ging am Freitag auf einem 8-Wochentief von weniger als 66 USD aus dem Handel. Dass sich der Brentölpreis zuletzt deutlich besser halten konnte, ist der angespannten Angebotslage auf dem Weltmarkt geschuldet. Der niedrigere WTI-Preis reflektiert das Überangebot an Rohöl im Mittleren Westen der USA wegen der stark steigenden US-Schieferölproduktion und der Pipelineengpässe und ist daher weniger aussagekräftig. Vergleichbares US-Öl an der Golfküste (Light Louisiana Sweet) handelt dagegen nur zwei USD unterhalb von Brent. Die Aussicht auf eine Ausweitung der Ölproduktion seitens der OPEC und Russlands in der zweiten Jahreshälfte führt zu einem weiteren Rückzug der spekulativen Finanzanleger. Die Netto-Long-Positionen bei WTI fielen in der Woche zum 29. Mai um 53,3 Tsd. Kontrakte, bei Brent um 38,6 Tsd. Kontrakte. Die spekulativen Verkäufe haben den Preisrückgang in der Berichtswoche unterstützt. Der stärkere Abbau bei WTI ist konsistent mit der schlechteren Preisentwicklung von US-Öl und der Ausweitung der Preisdifferenz auf mehr als 10 USD. Der Abbau der Netto-Long-Positionen läuft aber schon deutlich länger. Bei WTI war es bereits der sechste, bei Brent sogar schon der siebte Wochenrückgang in Folge. Während dieses Zeitraums wurden die Netto-Long-Positionen um jeweils ca. 30% reduziert. Die Netto-Long-Positionen bei WTI befinden sich mittlerweile auf dem niedrigsten Niveau seit Ende Oktober 2017, bei Brent seit Anfang September 2017. Die spekulative Übertreibung ist damit weitgehend abgebaut.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9J1Y Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 8
CE9J22 Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8
CE7XGS Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -8
CV55QJ Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: Gold handelt zum Wochenauftakt weiter unter 1.300 USD je Feinunze, nachdem es schon am Donnerstag unter diese Marke gerutscht war. Dabei trugen unter anderem gute Konjunkturdaten in den USA zum Preisrückgang bei. Vor allem der Arbeitsmarktbericht am Freitag fiel positiv aus: Im Mai wurden deutlich mehr Stellen geschaffen als in den Monaten zuvor und die Arbeitslosenquote ist auf ein neues Tief gefallen. Zudem sind die Löhne stärker als erwartet gestiegen, was auf zunehmende Inflationsrisiken hindeutet. Die US-Notenbank Fed dürfte sich dadurch in ihrem Zinserhöhungszyklus bestätigt sehen. Wir erwarten die nächste Zinsanhebung auf der kommenden Sitzung nächste Woche. Dies dürfte unseres Erachtens den Goldpreis bis dahin in Schach halten. Durch die Regierungsbildung in Italien und den offenbar reibungslosen Machtwechsel in Spanien nach der Abwahl des bisherigen Ministerpräsidenten hat sich darüber hinaus die politische Unsicherheit in der Eurozone vorerst etwas gelegt. Und am Samstag vollzog US-Präsident Donald Trump in seiner Nordkorea-Politik eine erneute Kehrtwende und kündigte an, dass das Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un doch wie ursprünglich geplant am 12. Juni in Singapur stattfinden wird. Auch dies hat die Nachfrage nach Gold als sicherem Hafen gebremst. Die erwartete Einführung zusätzlicher Strafzölle in den USA und die wahrscheinlichen Vergeltungsmaßnahmen unter anderem der EU haben den Goldpreis dagegen kalt gelassen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2X Faktor Long Gold-Future Faktor: 6
CD5B34 Faktor Short Gold-Future Faktor: -6

Industriemetalle: Die Metallpreise reagieren weiterhin sehr gelassen auf die Einführung weiterer Strafzölle in den USA Ende letzter Woche. Auch die ergebnislos verliefenen Gespräche zwischen US-Handelsminister Wilbur Ross und dem chinesischen Vize-Premierminister Liu He in Peking am Wochenende über die Handelsbeziehungen zwischen den USA und China rufen heute Morgen kaum eine Reaktion bei den Metallpreisen hervor. In einer datenarmen Woche zeigen sie sich zu Wochenbeginn wenig verändert. Am Freitag erhielten sie von guten US-Konjunkturdaten Unterstützung. Neben dem Arbeitsmarktbericht (siehe Edelmetalle auf Seite 1) hat sich der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe besser gehalten als erwartet. Einen Tag zuvor hatte bereits der chinesische Einkaufsmanagerindex positiv überrascht. Kupfer kostet heute Morgen weiter rund 6.900 USD je Tonne. Am Samstag haben die Tarifverhandlungen in der „Escondida“-Kupfermine in Chile begonnen. Letztes Jahr gab es dort den längsten Streik in der jüngeren chilenischen Bergbaugeschichte mit umfangreichen Produktionsausfällen, der zu Verwerfungen am globalen Kupfermarkt geführt hat. Die Gewerkschaft ist laut eigenen Angaben mit einer höheren Forderung als im letzten Jahr in die Verhandlungen gestartet, da der Kupferpreis seitdem höher sei und die Produktionskosten in der Mine gesenkt wurden. Da das Verhältnis zwischen dem Minenbetreiber und der Gewerkschaft seit dem letzten Streik angespannt ist, ist der Ausgang der Tarifverhandlungen völlig offen.

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