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01.06.18, 09:35

Marktüberblick: Deutsche Bank im Ausverkauf

Der deutsche Aktienmarkt stand am Donnerstag unter Druck. Für schlechte Stimmung unter den Anlegern sorgten der US-Präsident Donald Trump sowie ein massiver Kursrutsch bei der Aktie der Deutschen Bank. Trump verhängte mit heutiger Wirkung die neuen Strafzölle auf Aluminium und Stahl aus der EU, Kanada und Mexiko. Gegenmaßnahmen der Betroffenen sind bereits angekündigt, so dass die Sorge vor einem weltweiten Handelskrieg mit negativen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft wieder hochkochte. Zudem belastete ein Medienbericht, wonach der US-Präsident gegenüber dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron geäußert haben soll, er werde seine Handelspolitik solange fortsetzen, „bis keine Mercedes-Automobile mehr auf der Fifth Avenue fahren“. Er wolle die deutschen Premiumhersteller vom US-Markt fernhalten. Der DAX schloss 1,39 Prozent tiefer bei 12.605 Punkten. MDAX und TecDAX notierten 0,10 und 0,43 Prozent schwächer. Unter den 110 größten Werten gab es 35 Gewinner (32%) und 73 Verlierer. Das Abwärtsvolumen dominierte klar mit 91 Prozent. Im DAX wechselten 190,0 Millionen Aktien (Vortag: 126,4) im Wert von 6,45 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 4,29) den Besitzer. Stärkste Sektoren waren Medien (+0,81%), Einzelhandel (+0,54%) und Bau (+0,41%). Am deutlichsten verloren Banken (-5,01%), Versicherungen (-2,37%) und Transport (-1,96%). Die Aktie der Deutschen Börse belegte mit plus 1,23 Prozent die Spitze im deutschen Leitindex. Hier stützte laut Händlern die positiv aufgenommene Investorenveranstaltung vom Vortag. Im Fokus stand auf der Verliererseite die Aktie der Deutschen Bank mit einem von extrem hohen Volumen begleiteten Kurssturz um 7,14 Prozent. Als Auslöser fungierten Berichte, wonach die US-Sparte des Geldhauses bei der US-Einlagensicherung auf einer Liste für Problembanken steht. Die Aktie befindet sich nun bereits wieder in Rufweite zum im September 2016 markierten Rekordtief (8,83 EUR).

An der Wall Street notierte der Dow zur Schlussglocke 1,02 Prozent tiefer bei 24.416 Punkten. Der von Technologiewerten geprägte Nasdaq 100 büßte lediglich 0,12 Prozent auf 6.968 Zähler ein. 61 Prozent der Werte an der NYSE endeten im roten Terrain. Das Abwärtsvolumen betrug 70 Prozent. 101 neuen 52-Wochen-Hochs standen 66 neue Tiefs gegenüber. Mit Blick auf die Sektorenindizes konnten lediglich Versorger ein leichtes Plus erzielen. Die kräftigsten Abschläge verbuchten Hersteller nicht-zyklischer Konsumgüter (Consumer Staples) sowie Industriewerte.

Am Devisenmarkt fiel der Dollar-Index um 0,17 Prozent auf 93,99 Punkte. Der Euro wertete gegenüber fast allen anderen Hauptwährungen auf. Die Fünf-Sterne-Bewegung und die Lega haben sich in Italien auf eine Regierungsmannschaft einigen können. EUR/USD stieg den zweiten Tag in Folge um diesmal 0,22 Prozent auf 1,1687 USD. Mit Blick auf die anderen Hauptwährungen fiel der Franken durch Stärke auf. Die Rohstoffwährungen Kanada-Dollar und Austral-Dollar zeigten hingegen signifikante Schwäche.

Der S&P GSCI Rohstoffindex gab um 0,37 Prozent nach auf 481,91 Punkte. Brent-Öl notierte nach einem schwankungsreichen Handel unverändert bei 77,72 USD. Die US-Sorte WTI verbilligte sich um 1,61 Prozent auf 67,11 USD. Der Spread zwischen Brent und WTI weitete sich zeitweise auf ein 3-Jahres-Hoch von über 11 USD aus. Die US-Energiebehörde EIA meldete für die vergangene Woche einen Rückgang der US-Rohölbestände um 3,6 Millionen Barrel. Die Konsensschätzung hatte auf einen Rückgang um lediglich 525.000 Barrel gelautet. Zugleich stieg die US-Rohölproduktion im März auf einen neuen Rekord von 10,47 Millionen Barrel pro Tag. Der Preis für US-Erdgas stieg um 2,25 Prozent auf 2,95 USD. Hier meldete die EIA einen geringer als erwarteten Anstieg der Lagerbestände. Comex-Kupfer verlor 0,16 Prozent auf 3,06 USD. Gold handelte 0,12 Prozent tiefer bei 1.300 USD (1.111 EUR). Silber und Platin fielen um 0,75 und 0,07 Prozent. Palladium konnte um 0,57 Prozent auf 980,60 USD zulegen.

Am Rentenmarkt zog die Umlaufrendite um neun Basispunkte auf 0,15 Prozent an. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete nach einem volatilen Handel unverändert bei 0,36 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,05 Prozent tiefer bei 161,75 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes notierte einen Basispunkt tiefer bei 2,83 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh uneinheitlich. Der MSCI Asia Pacific Index notierte zuletzt 0,05 Prozent höher bei 172,26 Punkten. Der Caixin-PMI für das verarbeitende Gewerbe in China verharrte im Mai bei 51,1 Punkten und lag damit etwas über der Markterwartung.

Heute stehen von der Makroseite die US-Arbeitsmarktdaten für den Mai im Fokus. Daneben könnten auch die Industrie-Einkaufsmanagerindizes in der Eurozone, Großbritannien und den USA für Impulse sorgen. Für die Automobilwerte sind die Daten zum Absatz in den USA relevant.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CA061G Long Deutsche Bank Faktor: 5
CD6URF Short Deutsche Bank Faktor: 5
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