Der deutsche Aktienmarkt konnte sich zur Wochenmitte dank nachlassender Sorgen bezüglich der Italien-Krise deutlich erholen. Der DAX schloss trotz eines festen Euro 0,92 Prozent höher bei 12.784 Punkten. MDAX und TecDAX legten um 0,28 respektive 0,64 Prozent zu. Die Marktbreite gestaltete sich positiv. Unter den 110 größten Werten gab es 86 Gewinner (80%) und 22 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen lag bei 90 Prozent. Das Volumen im DAX betrug 126,4 Millionen Aktien (Vortag: 158,7) im Wert von 4,59 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 4,23). Stärkste Sektoren waren Pharma & Healthcare (+2,38%), Immobilienaktien (+1,49%) und Telekommunikation (+1,32%). Größte Verlierer waren Medienwerte (-0,53%), Bauwerte (-0,18%) und Industrietitel (-0,01%). An der DAX-Spitze sprang die Merck-Aktie nach einer positiven Analysteneinschätzung um 3,94 Prozent. 41 der 117 Punkte Kursgewinn im DAX gingen auf das Konto der im Anlegerfokus stehenden und schwer gewichteten Bayer-Aktie. Das Papier den Pharma-Riesen rückte um 3,90 Prozent vor und profitierte damit von der Meldung der Genehmigung der Monsanto-Übernahme seitens der US-Behörden. Charttechnisch richtet sich der Blick nun auf die Widerstandszone 104,78-105,42 EUR, deren nachhaltige Überwindung der Aktie weiteren Auftrieb geben könnte. Ebenfalls gesucht war die Vonovia-Aktie mit plus 2,74 Prozent. Am DAX-Ende verlor die Lufthansa-Aktie mit Blick auf gestiegene Ölpreise 2,11 Prozent. HeidelbergCement und Daimler büßten 0,68 und 0,50 Prozent ein.
An der Wall Street verabschiedete sich der Dow Jones Industrial 1,25 Prozent höher bei 24.668 Punkten aus dem Handel. Der Nasdaq 100 rückte um 0,71 Prozent auf 6.976 Zähler vor. 78 Prozent der Werte an der NYSE konnten zulegen. Das Aufwärtsvolumen lag bei 85 Prozent. 156 neuen 52-Wochen-Hochs standen 40 neue Tiefs gegenüber. Alle Sektoren zeigten deutliche Kursgewinne. An vorderster Front standen Energiewerte und Finanztitel. Am schwächsten fiel das Plus bei Technologiewerten und Versorgern aus.
Am Devisenmarkt gab der Dollar-Index bei gestiegener Risikofreude bis zum Ende des New Yorker Handels um 0,74 Prozent auf 94,13 Punkte nach. Der Euro wertete gegenüber allen anderen Hauptwährungen mit Ausnahme des Kanada-Dollars deutlich auf. EUR/USD stieg um 1,05 Prozent auf 1,1656 USD. Der Yen zeigte als klassischer sicherer Hafen deutliche Abschläge.
Der S&P GSCI Rohstoffindex gewann 1,50 Prozent auf 484,23 Punkte hinzu. Brent-Öl verteuerte sich um 3,14 Prozent auf 77,86 USD. Der Preis für US-Erdgas gab um 0,62 Prozent auf 2,89 USD nach. Comex-Kupfer notierte 0,28 Prozent fester bei 3,07 USD. Gold legte um 0,22 Prozent auf 1.302 USD zu. In Euro verbilligte sich das Edelmetall auf 1.116 EUR. Silber, Platin und Palladium verzeichneten Aufschläge zwischen 0,36 und 0,93 Prozent.
An den Rentenmärkten kam es am Berichtstag zu einer kräftigen Gegenbewegung zum dynamischen Trend der Vortage. Die Umlaufrendite stieg um neun Basispunkte auf 0,15 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen zog um zehn Basispunkte auf 0,36 Prozent an. Der Euro-Bund-Future schloss 0,91 Prozent tiefer bei 161,83 Punkten. Belastet wurden deutsche Staatstitel zusätzlich von überraschend hohen heimischen Inflationszahlen. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes stieg um sieben Basispunkte auf 2,84 Prozent. Italienische Papiere konnten sich deutlich erholen. Eine Aufstockung dreier Anleihen traf auf eine ordentliche Nachfrage. Die Rendite zehnjähriger Anleihen ging um 29 Basispunkte auf 2,84 Prozent zurück.
Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh ganz überwiegend freundlich. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 0,72 Prozent auf 171,84 Punkte. Besonders kräftige Aufschläge verbuchte der Shanghai Composite (+1,54%) nach den offiziellen chinesischen Einkaufsmanagerindizes. Der PMI für das verarbeitende Gewerbe stieg im Mai auf 51,9 Punkte nach zuvor 51,4 Punkten. Experten hatten im Schnitt einen Rückgang auf 51,3 Punkte erwartet. Der PMI für den Service-Sektor verbesserte sich um 0,1 auf 54,9 Punkte. In Japan enttäuschten Daten zur Industrieproduktion im April. Sie kletterte um 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat (Konsensschätzung: +1,2%). Der Nikkei 225 konnte dennoch um 1,00 Prozent zulegen.
Heute stehen von der Makroseite die Verbraucherpreise in der Eurozone sowie die US-Daten zu den persönlichen Ausgaben und Einkommen im Fokus. Encavis (ehemals Capital Stage) veröffentlicht Quartalszahlen. Hauptversammlungen finden statt bei Senvion und LPKF Laser & Electronics.
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