Am deutschen Aktienmarkt überwogen zum Wochenstart die negativen Vorzeichen. Anfängliche Kursgewinne in Reaktion auf die Meldung des Scheiterns der Regierungsbildung in Italien durch die europakritischen Parteien Lega und Fünf-Sterne bröckelten im weiteren Handelsverlauf ab. Auch ein weiter fallender Euro bot keine Unterstützung. Angesichts feiertagsbedingt geschlossener Börsen in Großbritannien und den USA blieben die Umsätze gering. Der DAX schloss 0,57 Prozent tiefer bei 12.863 Punkten. Für den MDAX ging es um 0,33 Prozent nach unten auf 26.624 Punkte. Gegen den Trend konnte der TecDAX um 0,30 Prozent auf 2.833 Zähler zulegen. Unter den 110 größten Werten gab es 33 Gewinner (31%) und 72 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 82 Prozent. Im DAX wechselten 71,9 Millionen Aktien (Vortag: 107,3) im Wert von 2,57 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 4,05) den Besitzer. Stärkste Sektoren waren Transport (+0,58%), Konsum (+0,38%) und Versorger (+0,11%). Am deutlichsten verloren Banken (-1,30%) aufgrund der politischen Krise in Italien. Daneben präsentierten sich Bauwerte (-1,19%) und Automobile (-0,92%) schwach. Lufthansa gewann an der DAX-Spitze 1,35 Prozent hinzu. Das Papier der Kranich-Airline profitierte von den stark fallenden Ölpreisen. Adidas und Covestro verbesserten sich um 0,90 und 0,78 Prozent. Bayer verlor lediglich optisch am Tag der Dividendenausschüttung 2,85 Prozent. Commerzbank und Volkswagen notierten 2,32 respektive 1,75 Prozent schwächer.
Am Devisenmarkt setzte der US-Dollar seinen Aufschwung fort. Der Dollar-Index rückte bis zum Abend um 0,16 Prozent auf ein neues Jahreshoch bei 94,40 Punkten vor. Der Euro hatte lediglich im frühen Handel mit Aufschlägen auf die Meldung des Aus für die europakritische italienische Regierung reagiert. Am Abend notierte EUR/USD 0,17 Prozent tiefer bei 1,1626 USD und damit auf einem neuen Jahrestief. Die wichtige Unterstützungs- und Zielzone bei 1,1555 USD befindet sich nun bereits in unmittelbarer Rufweite. Bei den anderen Hauptwährungen fielen das Pfund Sterling durch Stärke und der Franken durch Schwäche auf.
Brent-Öl verbilligte sich mit der Spekulation auf eine mögliche Anhebung der Produktion seitens OPEC & Co um 1,50 Prozent auf 75,32 USD. Gold verlor 0,48 Prozent auf 1.298 USD (1.117 EUR). Silber notierte 0,40 Prozent tiefer bei 16,48 USD.
Am Rentenmarkt setzten die Staatsanleihen ihre Rally nach nur kurzer Gegenbewegung fort. Die Umlaufrendite sank um vier Basispunkte auf 0,24 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete sechs Basispunkte tiefer auf einem Jahrestief bei 0,34 Prozent. Der Euro-Bund-Future stieg um 0,50 Prozent auf 161,97 Punkte.
Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh überwiegend schwächer. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um 0,39 Prozent auf 173,05 Punkte. Besonders schwach zeigte sich der Nikkei 225 (-0,89%). Er litt unter einem festen Yen.
Mit Blick auf die Makroseite ist heute vor allem der Index des US-Verbrauchervertrauens relevant. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von Sixt SE, Rocket Internet und Aroundtown. Nach US-Börsenschluss berichten HP und Salesforce.com über den Geschäftsverlauf. Hauptversammlungen stehen an bei Fraport und SGL Carbon.
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