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28.05.18, 09:20

Ölpreise brechen ein

Der deutsche Aktienmarkt konnte zum Wochenausklang Zugewinne verbuchen und sich damit etwas von den jüngsten Abgaben erholen. Als Kursstützen fungierten ein schwächerer Euro sowie ein überraschend stabil gebliebener ifo-Geschäftsklimaindex. Der DAX endete 0,64 Prozent fester bei 12.938 Punkten. Das Wochenminus reduzierte sich damit auf 1,07 Prozent. MDAX und TecDAX rückten am Berichtstag um 0,62 und 0,84 Prozent vor. Die Marktbreite gestaltete sich positiv. Unter den 110 größten Werten gab es 82 Gewinner (75%) und 27 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen betrug 80 Prozent. Das Volumen im DAX lag bei 107,3 Millionen Aktien (Vortag: 148,2) im Wert von 4,00 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,95). Die stärksten Sektoren waren Immobilien (+1,52%), Software (+1,06%) und Pharma & Healthcare (+0,95%). Gegen den Trend schwächer präsentierten sich hingegen Einzelhandel (-0,33%), Rohstoffe (-0,09%) und Bau (-0,06%). Als bester DAX-Wert konnte Vonovia um 2,20 Prozent zulegen. Merck und Lufthansa verbesserten sich um 1,98 und 1,79 Prozent. E.ON büßte am Indexende 0,26 Prozent ein. Daimler und HeidelbergCement verloren 0,23 respektive 0,17 Prozent.

An der Wall Street verabschiedete sich der Dow Jones Industrial nach einem impulslosen Handel mit einem Abschlag von 0,23 Prozent bei 24.753 Punkten in ein feiertagsbedingt verlängertes Wochenende. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es hingegen um 0,16 Prozent nach oben auf 6.961 Zähler. 44 Prozent der Werte an der NYSE konnten Zugewinne verbuchen, während 51 Prozent nachgaben. Das Abwärtsvolumen lag bei 64 Prozent. Es gab 76 neue 52-Wochen-Hochs und 44 neue Tiefs. Stärkste Sektoren waren Immobilienwerte und Versorger. Kräftig unter Druck stand hingegen der Energiesektor aufgrund einbrechender Ölpreise.

Am Devisenmarkt kletterte der Dollar-Index trotz schwächer als erwarteter Konjunkturdaten um 0,53 Prozent auf 94,25 Punkte. Der Euro litt unter politischen Sorgen rund um die Regierungsbildung in Italien sowie einem möglichen Misstrauensvotum gegen den spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy. EUR/USD fiel um 0,63 Prozent auf ein 6-Monats-Tief bei 1,1646 USD. Mit Blick auf die anderen Hauptwährungen fiel der Franken durch Stärke auf, während der Kanada-Dollar unter Abgabedruck stand.

Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise sackte um 1,92 Prozent auf 482,07 Punkte ab und befindet sich nun im Korrekturmodus unterhalb des am Dienstag notierten 4-Jahres-Hochs. Brent-Öl verbilligte sich um 2,99 Prozent auf 76,47 USD. Für die US-Sorte WTI ging es um 4,00 Prozent abwärts auf 67,88 USD. Preisbelastend wirkten Meldungen, wonach Russland, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate über eine mögliche Anhebung der Ölproduktion um 1 Million Barrel pro Tag diskutierten, die auf dem OPEC-Treffen im Juni beschlossen werden könnte. Am Abend berichtete zudem Baker Hughes über einen Anstieg aktiver US-Ölbohrungen um 15 auf 859, den höchsten Stand seit März 2015. Der Preis für US-Erdgas notierte 0,27 Prozent tiefer bei 2,96 USD. Comex-Kupfer gab um 0,60 Prozent auf 3,08 USD nach. Gold handelte knapp behauptet bei 1.304 USD (1.117 EUR). Silber und Platin verloren 0,84 und 1,24 Prozent. Palladium konnte hingegen um 0,99 Prozent auf 975,70 USD zulegen.

Am Rentenmarkt bewirkten die Regierungsbildung in Italien sowie politische Turbulenzen in Spanien eine weitere Ausweitung der Rendite-Spreads zwischen den als sicherer Hafen geltenden Bundesanleihen und den Anleihen der europäischen Peripherieländer. Die Umlaufrendite sackte um sieben Basispunkte auf 0,28 Prozent ab. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen fiel ebenfalls um sieben Basispunkte auf ein Jahrestief bei 0,40 Prozent. Der Euro-Bund-Future stieg um 0,64 Prozent auf 161,17 Punkte. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes endete fünf Basispunkte tiefer auf einem 3-Wochen-Tief bei 2,93 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh uneinheitlich. Der MSCI Asia Pacific Index notierte 0,14 Prozent höher bei 173,73 Punkten. Deutlich aufwärts ging es mit dem koreanischen Kospi (+0,66%) nach gestiegenen Hoffnungen, dass das Gipfeltreffen zwischen den USA und Nordkorea doch noch am 12. Juni stattfinden könnte. Der australische ASX 200 (-0,61%) litt unter schwachen Öl- und Rohstoffwerten. Der Kurssturz bei den Ölpreisen setzte sich im asiatischen Handel fort.

Heute stehen keine relevanten Daten zur Veröffentlichung an. Aufgrund feiertagsbedingt geschlossener Börsen in Großbritannien und den USA dürften die Umsätze hierzulande gering ausfallen.

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WKN Typ Basiswert Merkmale
CV3RD5 Call Oil WTI Light Crude Future Jul 2018 Hebel: 3,7
CA1NEG Put Oil WTI Light Crude Future Jul 2018 Hebel: 4,2
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